Angebot!

Flagyl (Metronidazole)

€0.00

-17%
Flagyl (Metronidazol) ist ein bekanntes Antibiotikum, das zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt wird, zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt, an der Haut oder im Genitalbereich. Es wirkt, indem es Bakterien und bestimmte Parasiten gezielt bekämpft. Nehmen Sie Flagyl immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bei Fragen oder Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihr medizinisches Fachpersonal.

Flagyl® (Metronidazol) – Ihr umfassender Ratgeber für Patient:innen in Österreich

Basisinformationen zu Flagyl® (Metronidazol)

Wirkstoff (INN) Metronidazol
Österreichische Handelsnamen Flagyl®, Clont®, Metronidazol Generika
ATC-Code J01XD01
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Tabletten (250mg, 400mg, 500mg), Suspensionslösung zum Einnehmen, Infusionslösung (5mg/ml), Vaginalcreme (10mg/g), Zäpfchen
Hersteller Sanofi, Sandoz, Genericon u.a.
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rezeptpflicht nach AMG und §5 Arzneimittelgesetz)

Wirkmechanismus von Metronidazol

Für Patient:innen: Flagyl® enthält Metronidazol. Dieser Wirkstoff wirkt gezielt gegen bestimmte Bakterien und Einzeller (Protozoen), indem er deren Erbgut (DNA) schädigt. Dadurch wird die Vermehrung und das Überleben der Keime verhindert.
Für Fachpersonal: Metronidazol entfaltet seine antimikrobielle Wirkung durch die Reduktion seines Nitro-Rings im anaeroben Stoffwechsel. Die resultierenden Metabolite führen zu Strangbrüchen in der bakteriellen/parasitären DNA.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Gute orale Bioverfügbarkeit (über 90%), schneller Wirkungseintritt (max. Plasmaspiegel nach 1–2 Stunden)
  • Verteilung: Weite Verteilung im Körper, Durchdringung in Liquor, Gewebe und Eiter
  • Metabolismus: Hepatisch durch CYP450-Systeme
  • Elimination: Hauptsächlich renal (ca. 60–80%); Halbwertszeit ca. 8 Stunden
  • Wirkdauer: 8–12 Stunden nach Einzeldosis

Flagyl® im Alltag – Anwendung und bewährte Praktiken

  • Typische Dosierung: Erwachsene meist 2x täglich 400–500 mg über 7–10 Tage (je nach Indikation)
  • Kinderdosierung: Gewichtsabhängig (z. B. 20–30 mg/kg/Tag aufgeteilt auf zwei bis drei Einzeldosen)
  • Anwendung: Tablette mit Wasser unzerkaut einnehmen. Möglichst zu regelmäßigen Tageszeiten.
  • Österreichischer Kontext: Zum Auflösen mit Wasser bei Schluckbeschwerden; Hinweis auf Dextrin in Suspensionsformen, Glutenfreiheit meist gewährleistet.
  • Dauer: Einnahmedauer exakt nach ärztlicher Anweisung; nicht vorzeitig absetzen!

Dosis morgens oder abends?

  • Gleichmäßigkeit: Wichtig ist die Einnahme alle 12 Stunden bei 2x täglicher Dosierung (z. B. 8:00 und 20:00 Uhr)
  • Vorteile morgens: Leichteres Erinnern, bessere Verträglichkeit bei Magenempfindlichkeit
  • Vorteile abends: Praktisch für berufstätige Patient:innen; Einnahme kurz vor dem Schlafen senkt Übelkeit
  • Tipp: Smartphone-Erinnerung oder Einnahme gemeinsam mit anderen Medikamenten/Frühstück/Abendessen

Einnahme mit oder ohne Nahrung?

  • Mit Nahrung: Reduziert oft das Risiko von Magenbeschwerden. Empfehlenswert insbesondere bei empfindlichem Magen.
  • Ohne Nahrung: Resorption wird nicht wesentlich beeinflusst – Einnahme unabhängig vom Essen möglich.
  • Österreichische Ernährungshinweise: Einfache Integration in den Alltag (z. B. mit Semmel, Schwarzbrot oder Joghurt).
  • Alkohol: Strikt vermeiden! Gefahr schwerwiegender Unverträglichkeit (Disulfiram-ähnliche Reaktion mit Übelkeit, Flush, Kopfschmerz, Erbrechen).

Interaktionswarnungen

Interagierender Stoff Wirkung/Risiko
Alkohol (auch in Speisen wie Pariser Schnitzel, Saucen, Tiroler Marillenlikör) Schwere Reaktionen (Flush, Übelkeit, Herzrasen, Erbrechen)
Antikoagulanzien (z. B. Phenprocoumon, Warfarin) Verstärkte Blutungsneigung; INR-Kontrolle erforderlich
Carbamazepin, Phenytoin Spiegelveränderungen möglich (Dosisanpassung notwendig)
Lithium Erhöhtes Risiko für Lithiumintoxikation
Ciclosporin Erhöhte Plasmaspiegel, mögliche Toxizität
Lebendige Impfstoffe (z. B. Typhus oral) Wirkungsverminderung des Impfstoffs

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Klar zugelassen (offiziell, österreichische Fachinformation) Off-label / Erweiterte Nutzung
- Bakterielle Vaginose und andere urogenitale Infektionen
- Infektionen mit anaeroben Bakterien (z. B. intraabdominal)
- Trichomoniasis
- Giardiasis
- Amöbiasis (Amöbenruhr)
- Infektionen nach Kolorektaleingriffen (Prophylaxe)
- Helicobacter pylori-Eradikation (Kombination)
- Hautinfektionen anaerober Ursache
- Chronische Parodontitis
- Rosazea (insb. topisch)

Dosierungen nach Indikation

Indikation Erwachsene Kinder Ältere Patient:innen
Bakterielle Vaginose 2x 400–500 mg täglich für 7 Tage 10–15 mg/kg/Tag aufgeteilt auf 2 Dosen Wie Erwachsene, ggf. Dosisreduktion bei Nieren-/Leberinsuffizienz
Trichomoniasis 1x 2g einmalig oder 2x 500 mg für 7 Tage 15–20 mg/kg/Tag Wie Erwachsene
Amöbiasis 3x 500–750 mg für 7–10 Tage 35–50 mg/kg/Tag (max. 2,4g/Tag) Wie Erwachsene
Giardiasis 2x 400 mg für 5–7 Tage 15–40 mg/kg/Tag Wie Erwachsene
Helicobacter pylori (Kombi) 2x 400 mg + andere AB x 7 Tage - Wie Erwachsene

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Metronidazol wird in Österreich im Allgemeinen gut vertragen. Nebenwirkungen können auftreten, sind aber meist mild und reversibel:

Sehr häufig / Häufig (>1–10%) Gelegentlich Selten / Sehr selten Spezielle Warnhinweise
- Übelkeit, Magenbeschwerden, Durchfall
- Metallischer Geschmack
- Kopfschmerzen
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Dunkler Urin
- Neurologische Symptome (Kribbeln, Taubheit)
- Leberwertanstieg
- Allergische Reaktionen
- Alkohol: Unbedingt vermeiden!
- Bei längerer Anwendung: Neurologische Überwachung
- Bei Schwangerschaft: Einschränkungen beachten (1. Trimenon ggf. vermeiden)
- Stillzeit: Einnahme besprechen

Richtige Anwendung – Tipps aus Ihrer Apotheke

  • Stets zu den selben Tageszeiten einnehmen – die vollständige Kur auch bei Symptomfreiheit beenden
  • Nie eigenmächtig die Dosis ändern oder absetzen!
  • Bei ausgeprägten Nebenwirkungen oder Allergiezeichen (Atemnot, Ausschlag, Schwellung, Kribbeln) rasch ärztliche Hilfe aufsuchen
  • Alkohol in jeder Form strikt meiden – auch alkoholhaltige Speisen und Arzneien (z. B. Mundspülung)
  • Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel dem Arzt/der Ärztin und Apotheker:in angeben – Wechselwirkungen sind möglich
  • Bei Tabletten: Mit ausreichend Wasser einnehmen, nicht mit Fruchtsäften, Milch, Alkohol!
  • Für Diabetiker:innen: Orale Suspension kann Zuckeraustauschstoffe enthalten – Kontrolle empfohlen
  • Fahrtüchtigkeit: Bei Schwindel, Konzentrationsstörungen oder Sehstörungen keine Fahrzeuge führen

Alternative Therapien – vergütet durch die österreichische Krankenversicherung (ÖGK, SVS, BVAEB)

  • Clindamycin (z.B. Dalacin®): Wirkt gegen Anaerobier, bei Unverträglichkeit oder Resistenz gegenüber Metronidazol; Cave: mögliche C. difficile-assoziierte Diarrhö
  • Tinidazol: Eng verwandt, längere Halbwertszeit, ähnliche Indikationen; oft bei Unverträglichkeit oder Therapieversagen
  • Amoxicillin + Clavulansäure (Augmentin®): Breitband, auch gegen Anaerobier; z. B. bei Mischinfektionen als Alternative
  • Fosfomycin-trometamol (Monuril®): Spezifisch bei unkomplizierten Harnwegsinfekten empfohlen
  • Vaginale Antiseptika: Bei unkomplizierten Fällen – kein Antibiotikum, aber wirksam in bestimmten Situationen

Rechtslage, Registrierung & Erstattung in Österreich

  • Zulassung: Österreichische Arzneimittel-Zulassungsbehörde (BASG/AGES)
  • Rezeptpflicht: Nur auf ärztliches Rezept erhältlich (kein OTC, keine Selbstmedikation)
  • Erstattung: Aufnahme in die Erstattungsliste des Hauptverbandes (EKO-Listung für nahezu alle Indikationen); Zuzahlungspflichtig entsprechend Tarifklasse
  • Handelspräparate: Originalpräparate und zahlreiche Generika verfügbar (bei Rabattverträgen ggf. vorrangige Abgabe)
  • Registrierungsnummern: Je nach Hersteller und Darreichungsform unterschiedlich (ersichtlich am Umkarton)

Neue Forschung & klinische Empfehlungen (2022–2025)

  • Aktuelle S3-Leitlinien (z. B. Österreichische Gesellschaft für Infektiologie, 2023/24): Flagyl® bleibt Mittel der Wahl bei bakterieller Vaginose, anaeroben Infektionen, parasitären Erkrankungen
  • Resistenzlage stabil, gelegentliche Resistenzen bei Bacteroides-Spezies
  • Kurzzeittherapien (5–7 Tage) genauso wirksam wie längere Schemata, Nebenwirkungsrisiko niedriger
  • 2022: EMA-Empfehlung zur Überwachung neurologischer Nebenwirkungen bei Dauergabe >10 Tage
  • Literatur: "Current Infection Disease Reports", "Deutsches Ärzteblatt", AGES Arzneimittelsicherheitsbericht 2023

Verfügbarkeit & Lieferung

Paketgröße Hinweispreis (EUR, Stand 2024) Lieferzeit Wien* Lieferzeit Graz Lieferzeit Linz Lieferzeit Innsbruck
20 Tabletten (400mg) ca. 12,80 € sofort / 0–1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–3 Werktage
10 Tabletten (500mg) ca. 8,30 € sofort / 0–1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–3 Werktage
Infusionslösung (20ml x 5) ca. 21,50 € 1 Werktag 2 Werktage 2 Werktage 2–4 Werktage

* Auslieferung/Lieferfähigkeit abhängig von regionalen Apotheken-Lieferdiensten (Samstagszustellung begrenzt).

FAQ – Häufige Fragen und Antworten

  1. Muss ich Flagyl® immer zuende nehmen, auch wenn die Symptome weg sind?
    Antwort: Ja, die Therapie sollte immer vollständig nach ärztlicher Vorgabe abgeschlossen werden, um Rückfälle und Resistenzbildung zu verhindern!
  2. Darf ich während der Behandlung Alkohol trinken?
    Antwort: Nein, während und bis 48 Stunden nach der letzten Dosis sollte kein Alkohol konsumiert werden (auch keine Speisen mit Alkohol), da sonst schwere Nebenwirkungen drohen.
  3. Kann ich Flagyl® auch in der Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen?
    Antwort: Die Einnahme ist im ersten Schwangerschaftsdrittel nur bei strenger Indikation erlaubt. Bitte immer mit Ärztin oder Arzt absprechen. In der Stillzeit sollte ggf. kurzzeitig abgestillt werden.
  4. Beeinflusst Flagyl® die Wirkung meiner Antibabypille?
    Antwort: Grundsätzlich ist das Risiko gering, aber bei schwerem Durchfall/Erbrechen kann die Wirkung herabgesetzt werden. In diesen Fällen zusätzliche Verhütung (Kondom) verwenden.
  5. Kann ich Flagyl® bei Glutenunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz einnehmen?
    Antwort: Die meisten Präparate sind glutenfrei; prüfen Sie aber immer die Packungsbeilage bezüglich Hilfsstoffe, insbesondere bei Tabletten und Suspensionen.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Text ersetzt nicht die Beratung durch Ihre/n behandelnde/n Ärztin/Arzt oder Apotheker:in. Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an Fachpersonal.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

200mg, 400mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill