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Bactrim (Trimethoprim)

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Bactrim enthält den Wirkstoff Trimethoprim und wird zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt, wie etwa Harnwegsinfektionen oder Atemwegsinfekten. Das Medikament hilft, die Vermehrung der Bakterien zu stoppen und die Beschwerden zu lindern. Nehmen Sie Bactrim genau nach ärztlicher Anweisung ein und sprechen Sie bei Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen sofort mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Bactrim® (Trimethoprim/Sulfamethoxazol) – Patienteninformation für Österreich

Basisinformationen zum Produkt

Wirkstoff (INN)Trimethoprim / Sulfamethoxazol
Handelsnamen in ÖsterreichBactrim®, Bactrim® forte, Cotrimoxazol HEXAL®, Cotrimoxazol STADA®
ATC-CodeJ01EE01
Verfügbare DarreichungsformenFilmtabletten (400 mg/80 mg und 800 mg/160 mg), Suspension (200 mg/40 mg pro 5 ml), Infusionslösung
HerstellerRoche Austria GmbH, HEXAL AG, STADA Arzneimittel AG
VerschreibungsstatusRezeptpflichtig (nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich)

Wirkmechanismus

Bactrim® besteht aus zwei Wirkstoffen: Trimethoprim und Sulfamethoxazol, die synergetisch wirken, um Bakterien zu bekämpfen. Sie hemmen nacheinander wichtige Enzyme der bakteriellen Folsäuresynthese, sodass die Bakterienzellen nicht wachsen oder sich teilen können.
Für Spezialisten: Sulfamethoxazol hemmt die Dihydropteroatsynthetase, während Trimethoprim die Dihydrofolatreduktase blockiert. Diese Hemmung erfolgt kompetitiv zur Substrataufnahme und wirkt bakteriostatisch, für viele Erreger auch bakterizid.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Rasche und vollständige Aufnahme nach oraler Gabe, maximale Plasmakonzentration nach 1–4 Stunden; Bioverfügbarkeit ca. 90–100 %.
  • Metabolisierung: Hauptsächlich hepatisch (Leber), geringe Metabolite bilden sich, die jedoch nicht wirksam sind.
  • Elimination: Vorwiegend renal (über den Urin), etwa 60–80 % der aktiven Substanzen werden unverändert ausgeschieden.
  • Wirkdauer: 8–12 Stunden, daher meist 2-mal täglich Dosierung erforderlich.

Anwendung im Alltag und bewährte Vorgehensweise

Bactrim® sollte exakt nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Eine typische Dosierung bei Erwachsenen beträgt zweimal täglich 1 Tablette Bactrim forte (800 mg Sulfamethoxazol/160 mg Trimethoprim). Die Therapie dauert je nach Infektion zwischen 5 und 14 Tagen.

  • Tabletten ganz mit reichlich Wasser schlucken.
  • Suspension gut schütteln und mit einem Messlöffel dosieren.
  • Tageszeiten konsequent einhalten, um optimale Wirkung zu erzielen.
  • Gesamte Antibiotikakur einnehmen, auch wenn Symptome vorzeitig verschwinden.

Typische Einnahmeempfehlung in Österreich

  • Zur Prävention von Nierenentzündungen bei Kindern (off-label) oder zur Behandlung von Harnwegsinfekten auch als niedriger dosierte Tabletten erhältlich.
  • In ländlichen Regionen wie Vorarlberg oder Tirol sind bei erhöhtem Risiko für Infektionen regelmäßige Kontrollen sinnvoll.

Morgens vs. Abends: Dosierung und Einnahmezeiten

Am besten wird Bactrim® alle 12 Stunden eingenommen, beispielsweise um 8 Uhr morgens und 20 Uhr abends. Dies fördert konstante Blutspiegel und effektive Bekämpfung von Bakterien.

  • Vorteile einer morgendlichen Einnahme: Reduziertes Risiko von Magenbeschwerden, falls mit Frühstück eingenommen.
  • Vorteile abends: Leichtere Integration in den Alltag; Erinnerungshilfen wie das Abendessen nutzen.
  • Wichtig: Zeitabstände täglich konsequent einhalten; bei einer vergessenen Dosis möglichst schnell nachholen, aber niemals doppelt einnehmen.

Einnahme mit oder ohne Mahlzeit – Einfluss österreichischer Ernährungsgewohnheiten

Die Aufnahme von Bactrim® wird durch Lebensmittel kaum beeinflusst, daher ist die Einnahme unabhängig von den Mahlzeiten möglich. Begrenzte Mengen Milch, Kaffee oder „Butterbrot“ zum Frühstück stellen kein Problem dar. Bei empfindlichem Magen kann die Einnahme nach dem Essen verträglicher sein.

  • Tipp: Immer ausreichend trinken; besonders bei mitteleuropäischer Ernährung und erhöhter Flüssigkeitsbedarf (z.B. bei Fieber oder Sommerhitze).

Interaktionswarnungen

KategorieInteraktionspartnerEmpfohlene Maßnahmen
Lebensmittel Stark folsäurehaltige Kost (z.B. Spinat, Brokkoli), Vitaminpräparate Keine nennenswerte Beeinträchtigung, normale Ernährung weiterhin erlaubt
Alkohol Bier, Wein, Spirituosen Alkoholkonsum sollte während der Behandlung vermieden werden; Risiko für Nebenwirkungen erhöht
Medikamente Antikoagulantien (z.B. Warfarin), Diuretika, orale Antidiabetika (Sulfonylharnstoffe), Phenytoin, Methotrexat Gegebenenfalls Dosisanpassung und engmaschige Kontrolle notwendig

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Offizielle IndikationenOff-label-Anwendung
  • Akute und chronische unkomplizierte Harnwegsinfekte
  • Prophylaxe und Behandlung von Pneumocystis-jiroveci-Pneumonie (PCP) bei Immunsuppression
  • Akute Exazerbation chronischer Bronchitis
  • Otitis media
  • Brucellose
  • Reisediarrhö
  • Behandlung seltener Infektionen bei Patienten mit HIV

Dosierung nach klinischer Indikation

Indikation Erwachsene Kinder (über 6 Jahre) Ältere Patienten
Harnwegsinfektionen 2 x 1 Tablette Bactrim® forte
(800/160 mg)
8 mg/kg SMX + 1,6 mg/kg TMP, auf 2 Gaben verteilt Beginn mit halber Erwachsenendosis, evtl. Anpassung bei Niereninsuffizienz
PCP-Therapie 15–20 mg/kg SMX + 3–4 mg/kg TMP/d
(auf 3–4 Einzeldosen)
Dosierung nach Körpergewicht, meist Suspension Individuelle Dosisanpassung erforderlich
PCP-Prophylaxe 1 Tablette Bactrim® forte täglich oder 3 x wöchentlich

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Häufig (1–10 %): Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen
  • Gelegentlich (0,1–1 %): Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Nierenfunktionsstörungen
  • Selten (0,01–0,1 %): Blutbildveränderungen, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom), Photosensibilität
  • Sehr selten: Agranulozytose, aplastische Anämie, vaskulitische Reaktionen

Risikopatienten (ältere, immungeschwächte Personen) sollten besonders gut überwacht werden. Bei Hautveränderungen oder Fieber sofort ärztlichen Rat einholen.

Richtige Anwendung – Empfehlungen für Patientinnen und Patienten in Österreich

  • Lassen Sie sich das Medikament immer von einer Apothekerin oder einem Arzt/Ärztin erklären (Schulungsunterlagen erhältlich).
  • Therapietreue ist wichtig: Einnahmezeiten im Kalender/digitaler Erinnerung speichern.
  • Vermeiden Sie eine Unterbrechung oder vorzeitiges Absetzen – selbst wenn Sie sich besser fühlen.
  • Vermeiden Sie Sonnenbäder und Solarien während der Behandlung (Photosensibilität).
  • Trinken Sie viel, um das Risiko für Nierennebenwirkungen zu reduzieren (mindestens 1,5 Liter/Tag, außer bei Niereninsuffizienz – dort individuelle ärztliche Empfehlung).

Alternative Therapien (erstattungsfähig nach österreichischem System)

  • Nitrofurantoin: Gut wirksam bei unkomplizierten Harnwegsinfekten, jedoch kontraindiziert bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz. Pluspunkt: seltene Resistenzen.
  • Fosfomycin: Einmalgabe, unkomplizierter Einsatz, besonders für Frauen. Nachteil: begrenzte Indikationen und teurer.
  • Cefuroxim oder andere Cephalosporine: Breites Wirkspektrum, gängig bei Allergien gegen Sulfonamide.
  • Amoxicillin/Clavulansäure: Bei Verdacht auf resistente Erreger oder Mischinfektionen. Nachteil: höhere Rate an Nebenwirkungen.

Rechtslage, Registrierung, Kosten- und Erstattungsstatus in Österreich

  • Registriert durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG, ehemals AGES), Zulassung auf Basis der EU-Arzneimittelrichtlinien.
  • Rezeptpflichtig nach österreichischem Arzneimittelgesetz – Abgabe in öffentlichen Apotheken nur mit gültigem ärztlichen Rezept.
  • Erstattungsstatus: Kassen erstattungsfähig (Gruppen-Erstattung laut Erstattungskodex EK, Arzneimittelspezialitätenregister).
  • Preise und Packungsgrößen auf www.sozialversicherung.at einsehbar.

Aktuelle Forschung & klinische Leitlinien (2022–2025)

  • Die neue S3-Leitlinie „Harnwegsinfekte“ (Deutsche Gesellschaft für Urologie 2023) empfiehlt Cotrimoxazol weiterhin als Mittel der ersten Wahl bei unkomplizierten Infekten mit erwiesener Empfindlichkeit und fehlenden Kontraindikationen.
  • Aktuelle Daten (z. B. aus dem österreichischen Resistenzmonitoring 2024) betonen die Notwendigkeit lokaler Resistenzprüfung vor Therapieeinleitung.
  • Laut ECDC/WHO-Berichten (2023–2024) variieren die Resistenzen in Europa regional; Österreich hat eine vergleichsweise moderate Resistenzlage im ambulanten Bereich.

Quellen:

  • Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (2023): S3-Leitlinie: Unkomplizierte Harnwegsinfektion
  • BASG – Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, www.basg.gv.at
  • Sozialministerium Österreich, www.sozialministerium.at

Verfügbarkeit & Lieferung – Packungsgrößen, Preise, Lieferzeiten in Österreich

Packung Inhalt Apothekenverkaufspreis (Stand 2024) Lieferzeit Wien Lieferzeit Linz Lieferzeit Graz Lieferzeit Innsbruck
Bactrim® forte 10/20/30 Tabletten ca. 8–20 € 24 h 24–48 h 24–48 h 48 h
Bactrim® Suspension 100 ml Flasche ca. 12 € 24 h 24–48 h 24–48 h 48 h
Bactrim® Infusionslösung 5 Ampullen à 5 ml ca. 35 € 48 h (Sonderbestellung) 2–3 Werktage 2–3 Werktage 3–4 Werktage

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen

  1. Kann ich Bactrim® zusammen mit anderen regelmäßig eingenommenen Medikamenten verwenden?
    Informieren Sie Ihren Arzt und Ihre Apothekerin immer über alle Medikamente, die Sie einnehmen. Besonders wichtig sind Blutverdünner, Diuretika, Antidiabetika und Antiepileptika, die Wechselwirkungen verursachen können.
  2. Was mache ich, wenn ich eine Einnahme vergessen habe?
    Holen Sie die Einnahme sobald wie möglich nach. Ist die nächste Dosis jedoch schon bald fällig, überspringen Sie die vergessene Dosis. Nehmen Sie nie die doppelte Menge ein.
  3. Ist Bactrim® auch für Kinder geeignet?
    Ja, aber nur unter ärztlicher Kontrolle und mit Anpassung der Dosierung anhand von Körpergewicht und Krankheitsbild. Für Kinder stehen Suspensionen mit Messlöffel zur Verfügung.
  4. Darf ich während der Einnahme von Bactrim® in die Sonne?
    Vermeiden Sie direkte Sonne oder Solarien, da Ihre Haut empfindlicher werden kann. Sonnenschutzmittel und bedeckende Kleidung sind empfehlenswert.
  5. Kann ich Bactrim® bei Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen?
    Im Allgemeinen sollte Bactrim® in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingesetzt werden. Bitte sprechen Sie Ihren Gynäkologen / Ihre Gynäkologin darauf an.

Für ausführliche Beratung stehen Ihnen österreichische Apotheken sowie Ihr Hausarzt/Ihre Hausärztin gerne zur Verfügung.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

400/80mg, 800/160mg

Paket: No selection

10 pill, 20 pill, 30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 270 pill, 360 pill