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Bromocriptine

€93.55

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Bromocriptin ist ein Medikament, das zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie Parkinson, Prolaktinom oder bestimmten Menstruationsstörungen eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Dopamin unterstützt und dadurch zum Beispiel den Prolaktinspiegel senkt. Bromocriptin wird in Tablettenform angeboten und sollte nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Bitte beachten Sie die möglichen Nebenwirkungen und besprechen Sie Fragen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Bromocriptin – Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Bromocriptin
Handelsnamen (Österreich) Parlodel®, Bromocriptin Zentiva®, Bromocriptin-ratiopharm®
ATC-Code N04BC01
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Tabletten: 2,5 mg / 5 mg
Hartkapseln: 10 mg (retard)
Hersteller Novartis Pharma GmbH, Zentiva Pharma GmbH, ratiopharm GmbH
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig

Wirkmechanismus

Für Patienten: Bromocriptin wirkt, indem es die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Dopamin nachahmt. So hemmt es die Produktion von Prolaktin, einem Hormon der Hirnanhangsdrüse. Darüber hinaus beeinflusst es auch andere Funktionen im Gehirn, etwa die Regulierung der Motorik (Bewegungskontrolle).
Für Fachkreise: Bromocriptin ist ein Dopamin-D2-Rezeptoragonist. Es reduziert die Prolaktinsekretion durch direkte Stimulation der D2-Rezeptoren im Hypophysenvorderlappen. Daneben hemmt es über zentrale dopaminerge Mechanismen die pathologische Stimulation im nigrostriatalen System (relevant bei Morbus Parkinson).

Pharmakokinetik

  • Resorption: Schnelle, aber unvollständige Resorption im Magen-Darm-Trakt (ca. 28% Bioverfügbarkeit wegen Leber-First-Pass-Effekt).
  • Metabolismus: Weitgehend hepatisch durch CYP3A4 mit Bildung inaktiver Metaboliten.
  • Ausscheidung: Überwiegend mit dem Stuhl; zu etwa 6% über den Urin, v. a. Metabolite.
  • Wirkdauer: Einzeldosis wirkt etwa 8-12 Stunden, Halbwertszeit: ca. 15 Stunden (große individuelle Unterschiede).

Anwendung im Alltag & bewährte Vorgehensweise (Österreichischer Kontext)

  • Typische Dosierungen:
    - Prolaktinom, Hyperprolaktinämie: 1,25 mg – 2,5 mg 1-2x täglich, ggf. langsam steigern.
    - Parkinson-Krankheit: Initial 1,25 mg/Tag; langsam steigern auf max. 10–30 mg/Tag (in mehreren Dosen).
  • Einnahmehinweise: Tablette mit etwas Wasser während einer Mahlzeit einnehmen, um Magenbeschwerden vorzubeugen. Pflanzliche Ernährung oder leichte österreichische Kost werden gut vertragen. Alkohol meiden!
  • Zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen nehmen? Fragen Sie den Arzt nach optimalen Zeitpunkten; gleichbleibende Einnahmezeit erleichtert die Therapieüberwachung.
  • Regelmäßigkeit: Bromocriptin sollte täglich zur gleichen Zeit eingenommen werden. Nicht ohne Rücksprache absetzen.
  • Besondere Hinweise für Österreich: Bromocriptin ist im Erstattungssystem gelistet (Heilmittelverzeichnis), erfordert jedoch gültiges Rezept von einem Kassenarzt oder Facharzt. Patienten können vom österreichischen Apothekenversandservice, wie meineapotheke.at oder apotheke.at, beliefert werden.

Einnahme morgens vs. abends

  • Vorteil morgendlicher Einnahme: Erhöht die Wachsamkeit und reduziert häufige Nebenwirkungen wie niedrigen Blutdruck am Abend.
  • Vorteil abendlicher Einnahme: Bei starker Müdigkeit nach der Einnahme kann es helfen, das Medikament zum Schlafengehen zu nehmen.
  • Tipp: Einnahmezeit möglichst beibehalten, um Schwankungen zu vermeiden.
  • Individuelle Anpassung: In Rücksprache mit Arzt oder Apotheker kann die Einnahmezeit an Ihre Verträglichkeit angepasst werden.

Einnahme mit oder ohne Nahrung

  • Bromocriptin sollte möglichst mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um Magenreizungen und Übelkeit zu verhindern.
  • Schwere österr. Küche (fette Mahlzeiten) beeinflusst Resorption kaum, während Kohlenhydrate und pflanzliche Kost (Gemüse, Brot) für die meisten Patienten verträglich sind.
  • Auf nüchternen Magen nur auf ausdrückliche ärztliche Anweisung einnehmen.

Interaktionswarnungen

Interaktionspartner Hinweis
Alkohol Kann Nebenwirkungen wie Schwindel und Blutdruckabfall verstärken. Vermeiden!
Makrolid-Antibiotika
(z.B. Erythromycin)
Können Blutspiegel erhöhen – Vorsicht, ärztliche Kontrolle nötig.
Blutdrucksenker Mögliche Wirkungsverstärkung. Blutdruck regelmäßig prüfen.
Dopaminantagonisten
(Metoclopramid, Neuroleptika)
Heben die Wirkung von Bromocriptin auf – gleichzeitige Anwendung meiden.
Grapefruitsaft Kann Bromocriptin-Spiegel erhöhen – meiden!

Indikationen (Anwendungsgebiete)

Indikation Status
Hyperprolaktinämie (Erhöhtes Prolaktin durch Adenome oder idiopathisch) zugelassen
Morbus Parkinson (Parkinsonsche Krankheit, Stadien I-III) zugelassen
Akromegalie zugelassen – als Zusatztherapie
Hemmung der Laktation (nach Totgeburt, Stillverzicht) zugelassen, jedoch mit Vorsicht eingesetzt
Off-Label: Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, Prämenstruelles Syndrom off-label, Ärzteentscheidung

Dosierung nach Indikation und Patientengruppe

Indikation Erwachsene Kinder/Jugendliche Ältere Patienten
Hyperprolaktinämie Start: 1,25 mg abends, alle 2-3 Tage um 1,25 mg steigern (Ziel: 2,5–10 mg/Tag in 1–3 Dosen) Individuell nach Körpergewicht, niedrig starten Wie Erwachsene, ggf. niedrigere Anfangsdosis
Morbus Parkinson Start: 1,25 mg/Tag, Steigerung wöchentlich bis 10–30 mg/Tag (in 2-3 Dosen) Nicht empfohlen Vorsichtige Dosisanpassung, Überwachung
Akromegalie Einleitend 1,25 mg/Tag, Steigerung bis 10–20 mg/Tag (aufgeteilt) Selten, nur Spezialisten
nach individueller Abstimmung
Sinnvolle Dosisreduktion
Hemmung der Laktation 2,5 mg 2x täglich für 14 Tage Nur auf ärztl. Anordnung Wie Erwachsene

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispiele
Sehr häufig (>10%) Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden
Häufig (1-10%) Müdigkeit, Schlaflosigkeit, niedriger Blutdruck, Verstopfung, verstopfte Nase
Gelegentlich (0,1-1%) Halluzinationen, Verwirrtheit, Wadenkrämpfe, allergische Reaktionen
Selten / Sehr selten Lungenfibrose, Herzklappenveränderungen, psychische Störungen
Warnhinweise Nicht anwenden bei unklaren Herzbeschwerden, unkontrolliertem Bluthochdruck, schweren psychiatrischen Erkrankungen. Bei Schwangerschaft & Stillzeit Arzt befragen.

Ratschläge für die richtige Anwendung

  • Bromocriptin immer nach ärztlicher Anweisung einnehmen. Anwendungsdauer und Dosis individuell abstimmen.
  • Tabletten möglichst mit etwas Nahrung und ausreichend Flüssigkeit schlucken.
  • Nicht ruckartig absetzen, da Komplikationen möglich sind.
  • Regelmäßige ärztliche Kontrolle (Blutbild, Leberwerte, EKG) ist ratsam.
  • Bei Auftreten ungewöhnlicher Symptome (Atemnot, plötzliche Schwellungen, Herzbeschwerden, starke Kopfschmerzen) sofort ärztliche Hilfe holen.
  • Hinweis für Österreicher: Halten Sie das e-card-System bereit, falls Rückfragen seitens der Apotheke entstehen.

Alternative Therapieoptionen (mit Kostenübernahme durch ÖGK/NFZ)

  • Cabergolin: Längere Wirkdauer, weniger häufige Einnahme, teurer als Bromocriptin, ebenfalls Kassenleistung.
  • Quinagolid: Nur bei Hyperprolaktinämie zugelassen, einmal täglich; weniger Daten bei Parkinson, Kostenübernahme erfolgt.
  • Levodopa/Carbidopa: Standardtherapie bei Morbus Parkinson. Kombinierbar mit Bromocriptin bei schwerem Verlauf.
  • Amantadin, Pramipexol, Ropinirol: Alternativen zu Bromocriptin bei Parkinson, verschiedene Verträglichkeitsprofile, alle erstattungsfähig.
  • Vorteile/Besonderheiten: Cabergolin eignet sich durch längere Einnahmeintervalle bei Prolaktinomen, kann aber Herzwandfibrosen verursachen. Quinagolid ist gut verträglich, aber nur bei Prolaktin-induzierten Störungen eingesetzt.

Rechtlicher Status, Zulassung und Erstattung (AT)

  • Zulassung: Aktuell zugelassen beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG / AGES-Medizinmarktaufsicht).
  • Rezeptpflicht: Verschreibungspflichtig (§78 Arzneimittelgesetz).
  • Erstattung: Listenpräparat der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), auch in E-Medikation und Rezeptpflichtliste (URPL) geführt.
  • Apothekensystem: Über sämtliche österreichische Präsenz- und Versandapotheken erhältlich.

Neueste Forschung & Klinische Leitlinien (2022–2025)

  • Dopaminagonisten wie Bromocriptin bleiben laut aktueller DGN- und EAN-Leitlinie (2022/2023) essentielle Elemente bei der Therapie des Morbus Parkinson und Prolaktinoms.
  • Studienlage: Laut Deutscher Gesellschaft für Endokrinologie (DGE, 2023) wird Bromocriptin weiterhin als Mittel der Wahl bei Hyperprolaktinämie empfohlen, jedoch Cabergolin als besser verträglich angesehen.
    Quellen:
    - DGN: Leitlinie “Idiopathisches Parkinsonsyndrom” (2022)
    - EAN: European Academy of Neurology “Management of prolactinomas” (2023)
    - DGE: Empfehlungen zur Hyperprolaktinämie (2023)

Verfügbarkeit, Packungsgrößen, Preise & Lieferzeiten (Österreich)

Packungsgröße Inhalt Preis (unverbindlich) Typische Lieferzeit (Wien, Linz, Graz, Innsbruck)
Kleinpackung 30 Tabletten à 2,5 mg ca. 23 € Wien: 2–3 h, Linz: 6–8 h, Graz: 6–8 h, Innsbruck: 12–24 h
Vorratspackung 100 Tabletten à 2,5 mg ca. 68 € Wien: 2–3 h, andere Städte 1–2 Werktage
Kapseln (Retard) 30 Kapseln à 10 mg ca. 86 € Wien: 4–6 h, andere: 24–48 h
  • Preise können je nach Apotheke, Bundesland und Rezeptur leicht abweichen.
  • Österreichische Apotheken liefern nach Rezeptvorlage meist am selben oder nächsten Werktag.
  • Abholung ohne Versandkosten in jeder Apothekenfiliale möglich.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen

  • Wie schnell wirkt Bromocriptin?
    Die Wirkung setzt meist innerhalb weniger Stunden nach Einnahme ein; hormonelle Effekte (wie Prolaktinsenkung) benötigen meist einige Tage.
  • Was tun bei Nebenwirkungen (z.B. Übelkeit)?
    Tabletten während einer Mahlzeit einnehmen, ggf. Einnahme am Abend probieren. Bei schweren oder anhaltenden Nebenwirkungen Arzt aufsuchen.
  • Kann ich Bromocriptin mit anderen Medikamenten kombinieren?
    Nur nach ärztlicher Rücksprache! Es gibt zahlreiche Wechselwirkungen, informieren Sie Ihren Arzt/Apotheker über alle Medikamente.
  • Ist Bromocriptin auch in der Schwangerschaft erlaubt?
    Nur bei strenger Indikationsstellung und nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Facharzt.
  • Darf ich während der Bromocriptin-Therapie stillen?
    Bromocriptin hemmt die Milchbildung, Stillen während der Therapie ist daher meist nicht sinnvoll und zu vermeiden.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

2,5mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 240 pill