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Azithromycin

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Azithromycin ist ein Antibiotikum, das zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt wird, wie etwa Atemwegsinfektionen, Hautinfektionen oder Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Es wirkt, indem es das Wachstum der Bakterien stoppt. Nehmen Sie Azithromycin immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bei Fragen oder Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihr Gesundheitsteam.

Azithromycin – Umfassende Produktinformation für Patienten in Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Azithromycin
Mögliche Markennamen in Österreich Zithromax®, Azithromycin-Mepha®, Azythrocine®
ATC-Code J01FA10
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Tabletten (250 mg, 500 mg), Filmtabletten, Granulat zur Herstellung einer Suspension (z.B. 100 mg/5 ml, 200 mg/5 ml), Pulver zur Infusionslösung
Hersteller (Österreich) Pfizer Corporation Austria, Mepha Pharma, diverse Generikahersteller
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (Rx) gemäß Österreichischem Arzneimittelgesetz

Wirkmechanismus (Einfach und vertieft erklärt)

Azithromycin ist ein makrolidisches Antibiotikum. Es hemmt die bakterielle Eiweißsynthese, indem es an die 50S-Untereinheit des bakteriellen Ribosoms bindet. Dadurch wird die Bakterienvermehrung gestoppt (bakteriostatisch). Spezialisten zufolge besteht die besondere Wirksamkeit gegen typische und atypische Erreger, darunter Chlamydien, Mykoplasmen, Legionellen und einige grampositive sowie gramnegative Bakterien.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Nach oraler Einnahme gute Resorption; Bioverfügbarkeit ~37%, maximal nach 2–3 Stunden.
  • Verteilung: Hohe Gewebegängigkeit, besonders in Atemwegen und Gewebe, lange Halbwertszeit (~68h).
  • Metabolismus: Geringfügig hepatisch (Leber).
  • Ausscheidung: Über Galle (Hauptweg) und in geringerem Maße im Urin.

Verwendung im Alltag und bewährte Anwendungstipps (Deutscher Kontext)

Azithromycin wird häufig bei Infektionen wie Bronchitis, Pharyngitis, Tonsillitis, Sinusitis, Otitis media, Pneumonie, Haut- und Weichgewebeinfektionen sowie sexuell übertragbaren Erkrankungen (z.B. Chlamydien, Gonorrhoe) eingesetzt. In Österreich ist die Kurzzeittherapie üblich – beispielsweise 500 mg einmal täglich über 3 Tage. Bei Kindern wird die Suspension abhängig vom Körpergewicht dosiert.

  • Medikament regelmäßig zur gleichen Tageszeit einnehmen.
  • Keine Tabletten teilen, wenn nicht vom Arzt/Apotheker empfohlen.
  • Vor Anwendung mit Hausarzt, Ärztin oder ApothekerIn Rücksprache halten, insbesondere bei Leber- oder Nierenerkrankungen.

Morgens oder abends einnehmen? – Tipps zur Tageszeit

  • Morgens – Vorteil: bessere Planbarkeit, geringere Wechselwirkung mit Mahlzeiten. Geeignet für Patienten mit Vergesslichkeit am Abend.
  • Abends – Kann bei gastrointestinalen Nebenwirkungen empfohlen werden, um Schlaf zu fördern.
  • Best Practice: Hauptsache, eine regelmäßige Einnahmezeit wird eingehalten.

Einnahme zu den Mahlzeiten – Einfluss der Ernährung auf die Wirkung

  • Tabletten/Suspension 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit einnehmen.
  • Fettreiche österreichische Kost kann die Absorption um bis zu 50% verzögern.
  • Bei Magenbeschwerden: Einnahme mit leichter Kost (z.B. Semmel, Reis) möglich, wirkt sich jedoch geringfügig abschwächend auf die Wirksamkeit aus.

Wechselwirkungen (Lebensmittel, Alkohol, Arzneimittel)

Interaktionspartner Hinweis
Lebensmittel Absorption kann verzögert sein. Einnahme nüchtern empfohlen.
Alkohol Gelegentlich in Maßen vertretbar, jedoch kann Alkohol Nebenwirkungen (z.B. Magen-Darm-Beschwerden) verstärken.
Antazida (Aluminium/Magnesium) Mindestens 2 Stunden Abstand halten.
Herzmedikamente (z.B. Amiodaron, Digoxin) Risiko von Herzrhythmusstörungen. Arzt konsultieren.
Blutgerinnungshemmer (z.B. Warfarin) Gerinnungswerte engmaschig überwachen!
Andere Antibiotika Gleichzeitige Anwendung sollte vermieden werden.

Indikationen (zulassungs- und nicht-zulassungsbezogen)

Erkrankung Zugelassen (AT) Off-Label (nach ärztlicher Erwägung)
Akute Bronchitis Ja -
Lungenentzündung (ambulant) Ja -
Sinusitis, Otitis media Ja -
Haut- und Weichgewebeinfektionen Ja -
Chlamydien/sexuell übertragbare Infektionen Ja -
Borreliosen (Frühe Stadien) - Ja
COVID-19 oder Virusinfektionen Nein Nur im Rahmen klinischer Studien

Dosierung nach Indikation und Patientengruppe

Indikation Erwachsene Kinder (ab 6 Monate) Ältere Menschen
Atemwegsinfekte (z.B. Bronchitis, Pneumonie) 500 mg 1× täglich für 3 Tage 10 mg/kg 1× täglich für 3 Tage wie Erwachsene, Dosisanpassung bei Nieren-/Leberfunktionsstörung
Chlamydia trachomatis 1.000 mg als Einzeldosis 20 mg/kg Einzeldosis s. Erwachsene, mit Vorsicht bei Multimorbidität
Haut-/Weichgewebeinfektionen 500 mg 1× täglich für 3 Tage 10 mg/kg pro Tag für 3 Tage s. Erwachsene

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig (≥10%): Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen)
  • Häufig (1–10%): Kopfschmerzen, Schwindel, Geschmacksstörungen, Hautausschlag
  • Gelegentlich (0,1–1%): Leberenzymanstieg, Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung)
  • Selten (<0,1%): Schwere allergische Reaktionen, Angioödem, Hepatitis, schwere Hautreaktionen

Warnhinweis: Bei Symptomen wie Herzrasen, Ohnmacht, Atemnot oder schwerer Hautausschlag sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!

Leitfaden zur sicheren, richtigen Anwendung (Apotheken- und Klinikempfehlung)

  • Therapiedauer und Dosierung immer vollständig einhalten – auch bei Besserung der Symptome.
  • Tabletten aufrecht mit Wasser einnehmen, Suspension gut schütteln.
  • Nie auf eigene Faust absetzen oder verlängern; immer mit Ärztin oder ApothekerIn Rücksprache halten.
  • Bei Einnahmefehler: Nicht doppelt dosieren, sondern regulären Einnahmezyklus fortsetzen.
  • Kühl und trocken lagern; Suspension nach Anbruch im Kühlschrank aufbewahren.
  • Fahruntüchtigkeit beachten bei Schwindel oder Sehstörungen.

Alternative Behandlungsoptionen (Kassenleistungen in Österreich)

  • Clarithromycin: Praktisch vergleichbares Makrolid, längere Anwendungsdauer, Wechselwirkungsprofil ähnlich.
  • Doxycyclin: Tetrazyklin, wird bei Unverträglichkeit oder Resistenz von Makroliden eingesetzt. Günstiger, aber lichtempfindlichkeitssteigernd. NFZ-Erstattung gegeben für zugelassene Indikationen.
  • Amoxicillin: Penicillin-Gruppe; Standard bei vielen Atemwegsinfekten; hohe Verträglichkeit für Nicht-Allergiker.
  • Levofloxacin/Moxifloxacin (nur bei schweren Fällen): Reserveantibiotika, streng indiziert bei Resistenz oder Komplikationen, Erstattung über Kassen möglich.

Rechtliche, Zulassungs- und Erstattungsinformationen für Österreich

  • Arzneimittelbehörde: BASG/AGES Medizinmarktaufsicht vergibt die Zulassung.
  • Rezeptpflicht nach §6 Arzneimittelgesetz (AMG).
  • Erstattung durch die österreichischen Sozialversicherungsträger erfolgt bei zugelassenen Indikationen (ELGA/Kassenrezept).
  • Packungsgrößen und Preise öffentlich abrufbar im Österreichischen Arzneimittelverzeichnis (www.basg.gv.at).
  • Original-/Generikaprodukte verfügbar.

Aktuelle Studienlage und klinische Empfehlungen (2022–2025)

  • Laut der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie und aktuellen AGES/BASG-Bewertungen ist die Kurzzeittherapie weiterhin Standard (z.B. 3-Tage-Schema).
  • 2024 veröffentlichte Arbeiten im European Respiratory Journal bestätigen die Wirksamkeit bei ambulanten Atemwegsinfekten und Chlamydieninfektionen.
  • Für Viruserkrankungen (z.B. COVID-19) gibt es laut Robert-Koch-Institut (Stand 2024) keine Wirksamkeitsevidenz für Azithromycin.
  • EMA-Warnung (2023): Vorbestehende Herzrhythmusstörungen sind ein erheblicher Risikofaktor (QT-Verlängerung!), Therapie nur unter Kontrolle.

Verfügbarkeit, gängige Packungsgrößen und Lieferzeiten (Österreich-Kontext)

Packungsgröße Wirkstärke Indikativer Preis/Österreich (€) Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Innsbruck
6 Tabletten 500 mg 23,80* 1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage
3 Tabletten 500 mg 12,90* 1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage
Pulver zur Suspension (20 ml) 200 mg/5 ml 11,60* 1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage

*Unverbindliche Preisempfehlung, Stand Juni 2024, regionale Abweichungen möglich.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen und Antworten

  • Wie lange dauert es, bis Azithromycin wirkt?
    In der Regel verbessert sich das Befinden innerhalb von 1–2 Tagen. Die vollständige Therapie unbedingt abschließen!
  • Darf ich mit Azithromycin Alkohol trinken?
    Kleine Mengen sind erlaubt, aber Alkohol kann Nebenwirkungen (Magen, Leber) verstärken – verzichten Sie möglichst während der Therapie.
  • Was tun, wenn ich eine Einnahme vergessen habe?
    Einnahme baldmöglichst nachholen. Hat der nächste Einnahmezeitpunkt begonnen, die vergessene Dosis nicht doppelt einnehmen.
  • Kann ich Azithromycin in der Schwangerschaft/Stillzeit einnehmen?
    Nur nach strenger ärztlicher Abwägung zugelassen. Risiken und Nutzen im individuellen Fall mit Arzt/Ärztin besprechen.
  • Kann ich mit rezeptfrei Azithromycin in Österreich kaufen?
    Nein, Azithromycin ist rezeptpflichtig und darf ausschließlich mit gültiger ärztlicher Verordnung erworben werden.

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder ApothekerIn. Bei Unsicherheiten oder Nebenwirkungen kontaktieren Sie bitte umgehend Ihre medizinische Fachperson.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

250mg, 500mg, 1000mg

Paket: No selection

20 pill, 30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill