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Uniphyl Cr (Theophylline)

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-17%
Uniphyl Cr enthält den Wirkstoff Theophyllin und wird zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronischer Bronchitis eingesetzt. Es hilft, die Atemwege zu erweitern und die Atmung zu erleichtern. Die Retardtabletten sorgen für eine gleichmäßige Wirkstofffreisetzung über mehrere Stunden. Bitte nehmen Sie Uniphyl Cr genau nach ärztlicher Anweisung ein und besprechen Sie mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Uniphyl Cr (Theophyllin) – Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Theophyllin
Handelsnamen (Österreich) Uniphyl Cr, Euphyllin, Theo-Dur CR
ATC-Code R03DA04
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Retardtabletten: 200 mg, 400 mg
Retardkapseln: 200 mg, 300 mg
(genaue Verfügbarkeit je nach Hersteller/Apotheke)
Hersteller (Österreich) AbbVie, Mercury Pharma Group Ltd., diverse Generika-Anbieter
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (ärztliche Verschreibung erforderlich)

Wirkmechanismus

Für Patient:innen erklärt: Theophyllin erweitert die Atemwege, indem es auf die glatte Muskulatur in den Bronchien wirkt und Entzündungsprozesse hemmt. Das erleichtert das Atmen, besonders bei Asthma und COPD.
Für Fachkreise: Theophyllin ist ein Methylxanthinderivat, das als Phosphodiesterasehemmer das intrazelluläre cAMP erhöht, die Bronchialmuskulatur entspannt sowie die Freisetzung proinflammatorischer Mediatoren hemmt. Zusätzlich hat es zentrale analeptische und gering antiinflammatorische Effekte.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Orale Bioverfügbarkeit beträgt ca. 90–100 %. Die Freisetzung aus Retard-Formen erfolgt langsam über 10–12 Stunden.
  • Metabolismus: Hauptsächlich hepatisch über CYP1A2 & CYP3A4. Achtung bei Leberfunktionsstörungen!
  • Elimination: 85 % renal (Niere), davon nur circa 10 % unverändert.
  • Wirkdauer: Je nach Retardform 12–24 Stunden. Therapeutischer Spiegel: 8–20 mg/l.

Anwendung im Alltag und bewährte Praxis

  1. Dosierung:
    Die Dosierung muss individuell, basierend auf Alter, Körpergewicht, Begleiterkrankungen und ggf. Plasmaspiegel, ärztlich angepasst werden.
    Initialdosis meist 200–300 mg/Tag, dann langsame Steigerung auf Erhaltungsdosis (meist 400–800 mg/Tag bei Erwachsenen). Genaue Dosierung siehe Tabelle.
  2. Einnahme: Tabletten unzerkaut mit ausreichend Wasser schlucken, idealerweise täglich zur gleichen Uhrzeit.
  3. Typische Verwendungssituationen: Chronisches Asthma bronchiale, COPD, selten in pädiatrischer Langzeittherapie (nur nach strenger Indikation).

Morgendliche vs. abendliche Einnahme

  • Morgens: Für viele Patient:innen besser verträglich. Vermeidet potentielle Schlafstörungen (Theophyllin wirkt anregend).
  • Abends: Nur auf ärztlichen Rat (z. B. bei nächtlichem Asthma), aber Gefahr von Schlaflosigkeit höher.
  • Tipp: Wenn zweimal täglich eingenommen, morgens und spätestens am frühen Abend (vor 18 Uhr).
  • Regelmäßig einnehmen: Einnahme nicht auslassen, um konstante Blutspiegel zu gewährleisten.

Einnahme mit oder ohne Nahrung (Österreichischer Kontext)

  • Mit Nahrung: Verlangsamt die Resorption leicht, kann aber Magenreizungen vermindern.
  • Nüchtern: Schnellere Resorption, aber häufigere Magen-Darm-Beschwerden.
  • Tipp für Österreich: Einnahme nach einem kleinen Frühstück oder Snack (z. B. mit einem Glas Wasser und einer Scheibe Brot) wird empfohlen.
  • Wichtig: Größere Mengen fetthaltiger Speisen (z. B. Wiener Schnitzel) können die Theophyllin-Aufnahme erhöhen und damit Nebenwirkungen verstärken. Alkohol meiden!

Interaktionswarnungen

Kategorie Beispiel Empfehlung
Nahrungsmittel Kaffee, Tee, Cola, Schokolade (Koffein!) Verstärkung unerwünschter Wirkungen; Genuss einschränken
Medikamente Makrolid-Antibiotika (z. B. Clarithromycin), Chinolone, Cimetidin Erhöhen Theophyllin-Spiegel – Blutspiegelkontrolle empfohlen
Lebensgewohnheiten Rauchen Erhöht Theophyllin-Abbau, kann zu niedrigen Spiegeln führen
Alkohol Bier, Wein, Spirituosen Verlangsamt Abbau, Gefahr der Überdosierung
Erkrankungen Lebererkrankungen, Infekte mit Fieber Erhöhen Risiko für Nebenwirkungen, häufigere Kontrolle nötig

Indikationen (zugelassene und Off-Label-Anwendung)

Indikation Status Kurzbeschreibung
Asthma bronchiale (chronisch) Zugelassen Zusatztherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) Zugelassen Alternative, wenn andere Therapien nicht ausreichen
Bronchospastische Zustände bei Kindern Off-Label Nur in Ausnahmen, unter strenger ärztlicher Kontrolle
Herzinsuffizienz mit Asthma-Komponente Off-Label Selten, nur in Spezialfällen

Dosierung je klinischer Indikation

Patientengruppe Initialdosis Erhaltungsdosis Hinweise
Erwachsene 200–300 mg täglich 400–800 mg/Tag (aufgeteilt) Dosis in 1–2 Gaben; ggf. Plasmaspiegel messen
Ältere Menschen (>65 Jahre) 200 mg täglich 300–400 mg/Tag Langsame Steigerung; erhöhtes Nebenwirkungsrisiko
Kinder (6–16 Jahre) 10–12 mg/kg KG/Tag Nach Gewicht und Verträglichkeit titrieren NUR unter ärztlicher Spezialaufsicht!
Kinder <6 Jahre Keine Empfehlung - Nicht zugelassen/verwendet

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Häufig (1–10 %): Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Nervosität, Herzrasen.
  • Gelegentlich (<1 %): Durchfall, Sodbrennen, Muskelkrämpfe, Unruhe.
  • Selten (<0,1 %): Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle, schwere allergische Reaktionen, Leberschäden.
  • Warnhinweise: Theophyllin besitzt eine sehr enge therapeutische Breite – Blutspiegelkontrolle bei Unsicherheit oder Risikofaktoren empfohlen.
  • Besondere Vorsicht: Bei älteren Personen, Leberfunktionsstörungen, Infekten mit Fieber, Polypharmazie.

Richtlinien für die korrekte Anwendung (Rat aus der Apotheke/Ordination)

  • Tägliche Einnahme zur selben Zeit, um konstante Wirkung zu erzielen.
  • Tabletten/Kapseln nicht zerbeißen oder zerteilen (Retardwirkung beachten).
  • Bei Vergesslichkeit: Nicht die doppelte Dosis nachholen!
  • Regelmäßige ärztliche Kontrolle, insbesondere bei Umstellung anderer Medikamente oder Auftreten von Infekten.
  • Symptome wie starker Herzklopfen, Krampfanfälle oder starke Kopfschmerzen sofort ärztlich klären lassen.
  • Keine Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Medikamenten ohne Rücksprache mit Arzt/Apotheker.
  • Raucher:innen sollten ihren Konsum angeben—Rauchstopp beeinflusst die Dosierung!

Alternative Therapieoptionen (Österreich, erstattungsfähig über die ÖGK/NFZ)

  • Inhalative Beta-2-Sympathomimetika (z. B. Salbutamol, Formoterol): Schneller Wirkeintritt, bevorzugte Akuttherapie. Gut steuerbar, weniger Nebenwirkungen.
  • Inhalative Kortikosteroide (Budesonid, Fluticason): Gut verträglich, zentrale Rolle bei langfristiger Entzündungshemmung.
  • Anticholinergika (Tiotropium, Ipratropium): Besonders bei COPD.
  • Montelukast: Vor allem für Allergiker geeignet, oral einnehmbar.
  • Omalizumab, Mepolizumab (Biologika): Für schwere Fälle mit Allergie-Komponente; Spezialfall, kostenintensiv, aber gut wirksam.
  • Im direkten Vergleich ist Theophyllin heute meist nur noch Reservepräparat, insbesondere bei Therapieversagen anderer, sicherer wirksamerer Substanzen.

Rechtlicher Status und Erstattung in Österreich

  • Zulassung: Österreichische Arzneimittelbewilligung durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES MEA), Präparate im Österreichischen Arzneispezialitätenregister (ÖAM).
  • Abgabe: Strikt verschreibungspflichtig gemäß Arzneimittelgesetz (AMG §2, §6).
  • Kostenerstattung: Grundsätzlich über das Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (ÖGK / Gesundheitskasse – ehemals NFZ) nach Eintrag in die Erstattungsliste möglich, wenn ärztlich verordnet und medizinische Indikation gegeben ist.
  • Rezept: Papier- sowie E-Rezept; Verschreibung durch Hausärzte, Internisten oder Pneumologen erforderlich.

Aktuelle Forschung und Leitlinien (2022–2025)

  • Die neuen S2k-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (2023) empfehlen Theophyllin nur noch als Add-on- oder Reserve-Medikament, aufgrund besserer Alternativen bzgl. Nebenwirkungsprofil.
  • Meta-Analysen (u. a. GINA Report 2023) bestätigen: Effektivität moderat, aber Risiko schwerer Nebenwirkungen (z. B. Krampfanfälle, Arrhythmien) höher als bei modernen Inhalativa.
  • Laut Österreichischer Gesellschaft für Pneumologie (2024) nicht für die Initialtherapie, sondern nur bei ungenügendem Ansprechen auf andere Medikamente indiziert.

Verfügbarkeit und Lieferung

Packungsgröße Tabletten / Kapseln Indikativer Apothekenpreis (€) Lieferzeit nach Wien Lieferzeit nach Graz Lieferzeit nach Innsbruck
Klein (30 Stk.) 200 mg ca. 16–20 sofort / 1 Tag 1–2 Tage 2–3 Tage
Standard (100 Stk.) 400 mg ca. 45–55 sofort / 1 Tag 1–2 Tage 2–4 Tage

Hinweis: Preise und Lieferzeiten abhängig von Apothekenlager, Online-Versand oder Vorbestellung. Rücksprache mit Apotheke empfohlen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Uniphyl Cr (Theophyllin)

  1. Muss ich bei Theophyllin-Blutspiegelkontrollen regelmäßig erscheinen?
    Ja, insbesondere zu Beginn der Behandlung, bei Dosisanpassungen oder bei neuen Medikamenten. So lassen sich Überdosierungen vermeiden und die Effektivität sichern.
  2. Darf ich Theophyllin absetzen, wenn es mir besser geht?
    Nein, bitte nie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ärztin. Ein abruptes Absetzen kann zu Verschlechterung der Atemnot führen.
  3. Kann ich Theophyllin auch während einer Schwangerschaft einnehmen?
    Nur nach ärztlicher Freigabe! Risiken und Nutzen müssen individuell abgewogen werden.
  4. Bekommt man Uniphyl Cr als Privatperson in jeder Apotheke?
    Ja, aber nur gegen Vorlage eines gültigen Rezepts. Bei Nichtverfügbarkeit kurze Vorbestellung genügt.
  5. Kann ich meine Ernährung anpassen, um Nebenwirkungen zu vermeiden?
    Ja – koffeinhaltige Getränke einschränken, Alkohol vermeiden, regelmäßige Mahlzeiten bevorzugen und fettreiche Speisen in Maßen genießen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

400mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill