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Proair Inhaler (Salbutamol (Albuterol))

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Der Proair Inhalator enthält den Wirkstoff Salbutamol (auch bekannt als Albuterol) und wird zur schnellen Linderung von Atembeschwerden wie bei Asthma oder COPD eingesetzt. Er entspannt die Atemwege in der Lunge, sodass das Atmen leichter fällt. Der Inhalator wird bei plötzlicher Atemnot oder vor körperlicher Anstrengung verwendet. Bitte wenden Sie das Medikament nur wie vom Arzt oder der Ärztin verordnet an.

Proair Inhaler (Salbutamol/Albuterol) – Umfassende Patienteninformation

Grundlegende Produktinformationen

Internationaler Freiname (INN) Salbutamol (auch bekannt als Albuterol)
Österreichische Handelsnamen Proair®, Ventolin®, Salbutamol Generika
ATC-Code R03AC02
Erhältliche Darreichungsformen & Wirkstärken Dosierinhalator (MDI): 100 µg/Sprühstoß; Lösung für Vernebler: 2,5 mg oder 5 mg/2,5 ml
Hersteller (Österreich) GSK, Sandoz, TEVA u.a.
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich)

Wirkungsmechanismus & Pharmakologie

Einfach erklärt: Salbutamol wirkt als sogenannter Beta-2-Sympathomimetikum. Es entspannt die Muskulatur in den Atemwegen, wodurch sich die Bronchien erweitern. Dies erleichtert die Atmung bei Asthma oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD).

Für Fachkreise: Salbutamol bindet selektiv an Beta-2-Adrenozeptoren der Bronchialmuskulatur, aktiviert Adenylatzyklase und erhöht das intrazelluläre cAMP. Das Resultat ist eine Bronchodilatation mit raschem Wirkungseintritt (innerhalb von Minuten), wobei systemische Beta-1-Effekte (Herz) minimal sind.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Schnelle Resorption über die bronchiale Schleimhaut nach Inhalation.
  • Metabolismus: Hepatisch, primär zu inaktivem 4'-O-Sulfat.
  • Elimination: Renal binnen 24–48 h, teils unverändert, teils als Metabolit.
  • Wirkdauer: 4–6 Stunden nach einmaliger Inhalation.

Alltäglicher Gebrauch & Anwendungstipps

  • Typische Dosierung: Bei akuter Atemnot oder vor Belastung 1–2 Sprühstöße (100–200 μg), nicht öfter als alle 4–6 Stunden.
  • Richtige Anwendung: Die Schutzkappe entfernen, einmal kräftig schütteln, Inhalator waagrecht halten und tief ausatmen. Beim Einatmen gleichzeitig den Sprühstoß abgeben, langsam tief einatmen, Atem für ca. 10 Sekunden anhalten und langsam ausatmen.
  • Besonderheiten in Österreich: Inhalationshilfen (Spacer) sind bei Kindern, älteren Patient:innen und Menschen mit Koordinationsproblemen empfehlenswert und werden in Apotheken beraten.
  • Lagerung: Trocken, nicht über 30°C, vor Frost und direkter Sonne schützen.
  • Verfall: Nach Ablaufdatum und bei Veränderung der Lösung (Verfärbung/Partikel) nicht mehr verwenden.

Morgens vs. abends – Dosierungszeitpunkte

  • Salbutamol dient dem akuten Bedarf. Bei Belastungsasthma ca. 15 Minuten vor der Aktivität anwenden.
  • Regelmäßige Anwendung ist nicht vorgesehen, vorbeugende Einnahme etwa morgens beim morgendlichen Asthma-Trigger kann sinnvoll sein. Kein Einfluss auf den Magen-Darm-Trakt.
  • Wiederholte abendliche Einnahme kann Schlaflosigkeit bei empfindlichen Personen verursachen.

Einnahme zu den Mahlzeiten oder nüchtern

Die Wirksamkeit von Salbutamol wird nicht durch Nahrungsaufnahme beeinflusst. Es kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen bzw. inhaliert werden. In der österreichischen Ernährung (inkl. klassischer Frühstücksgewohnheiten wie Semmeln, Schinken, Kaffee) sind keine Einschränkungen notwendig. Trinken Sie ausreichend Wasser – insbesondere bei körperlicher Belastung oder hohen Temperaturen.

Wechselwirkungen & Warnhinweise

Substanz/Äußerer Faktor Mögliche Auswirkung Empfehlung
B-Bocker (z. B. Metoprolol, Bisoprolol) Wirkungsabschwächung oder Bronchospasmus Nur in Ausnahmefällen gemeinsam anwenden – ärztliche Rücksprache!
Diuretika & Laxantien Verstärkung von Kaliumverlust möglich Kaliumspiegel kontrollieren
MAO-Hemmer/Trizyklika Gefahr für hypertensive Krise Arzt/Ärztin informieren
Alkohol Erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen bei hoher Dosierung Alkoholkonsum möglichst einschränken
Koffein (Kaffee, Energydrinks) Gesteigerte Unruhe, Herzklopfen möglich Mit Koffeinkonsum zurückhaltend sein

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Zugelassene (offizielle) Indikationen Off-Label-/Erweiterte Anwendung
  • Asthma bronchiale (akuter Anfall, Belastungsprophylaxe)
  • Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD mit reversibler Komponente)
  • Bronchospasmus unterschiedlicher Genese
  • Hyperkaliämie (klinische Notfälle, Off-Label!)
  • Bronchialobstruktion bei Kindern im Rahmen anderer Erkrankungen

Dosierungen je nach Indikation und Altersgruppe

Indikation Erwachsene Kinder (ab 4 J.) Senior:innen
Akute Atemnot/Asthma 1–2 Sprühstöße (100–200 μg) alle 4–6 h Ein Sprühstoß (100 µg), ggf. Wiederholung nach 5–10 Min., Maximaldosis: 4x tgl. Wie Erwachsene, mit Vorsicht bei Herzproblemen
Belastungsprophylaxe 1–2 Sprühstöße 10–15 Min. vor Belastung Wie Erwachsene Wie Erwachsene
Vernebler 2,5–5 mg/Anwendung alle 4–6 h 2,5 mg/Anwendung Wie Erwachsene

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

  • Häufig (>1 %): Zittern, Herzklopfen, Kopfschmerzen, leichte Unruhe, Muskelkrämpfe, Mundtrockenheit.
  • Gelegentlich: Übelkeit, Hustenreiz, Reizhusten, Schlaflosigkeit, Schwindel.
  • Selten: Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Angioödem), paradoxer Bronchospasmus, Herzrhythmusstörungen, Blutdrucksteigerung/Kaliummangel.
  • Warnhinweise: Bei gesteigerter Anwendung (>8 Hübe/Tag), plötzlicher Wirkungslosigkeit oder verschlechterter Symptomatik sofort ärztlichen Rat einholen!
  • Schwangerschaft/Stillzeit: Nur in Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Salbutamol scheint keine nachteiligen Wirkungen auf das Kind zu haben, wird aber zurückhaltend eingesetzt.

Gebrauchshinweise & praktische Tipps

  • Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker oder Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über die richtige Inhalationstechnik – auch nach wiederholtem Gebrauch sind Schulungen empfehlenswert.
  • Diesen Inhalator sollten Sie stets griffbereit haben – z. B. auf Reisen, in der Schule (mit Lehrerinformation) oder bei sportlicher Aktivität.
  • Der Inhalator sollte regelmäßig gereinigt werden (Mundstück mit warmem Wasser ohne Seife), um Verstopfungen zu vermeiden.
  • Behalten Sie Ihren Vorrat im Auge und erneuern Sie rechtzeitig das Rezept.
  • Tragen Sie – für Notfälle – einen Notfallpass zum Asthmamedikament bei sich.

Alternative Therapieoptionen (Österreich, Stand 2024)

  • Fenoterol (Berotec®): Ebenfalls kurzwirksames Beta-2-Sympathomimetikum, ähnliche Anwendung, etwas stärkerer Herz-Kreislauf-Effekt.
  • Ipratropiumbromid (Atrovent®): Anticholinergikum, v. a. bei COPD und Unverträglichkeit von Beta-2-Agonisten.
  • Formoterol/Salmetersol (Langwirksam): Einsatz bei Dauertherapie und schwereren Fällen – Kombination mit inhalativen Steroiden empfohlen.
  • Montelukast (Singulair®): Leukotrien-Antagonist (Tablette), v. a. als Zusatz bei Kindern und nächtlichem Asthma.
  • Nebenwirkungsvergleich: Kurzwirksame Beta-2-Mimetika wie Salbutamol sind in der Akutbehandlung unschlagbar, Anticholinergika zeigen weniger systemische Wirkungen, sind aber langsamer.
  • Alle genannten Medikamente werden in Österreich bei entsprechender Indikation von der Österreichischen Gesundheitskasse erstattet.

Rechtliche Lage, Registrierung & Erstattung in Österreich (Stand 2024)

  • Hersteller & Zulassung: Proair/Salbutamol wird von internationalen und österreichischen Unternehmen produziert; Zulassung durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
  • Rezptpflicht: Rezeptpflichtig gemäß Arzneimittelgesetz, Abgabe ausschließlich durch Apotheken.
  • Kassenleistung: Als unverzichtbares Notfall- und Akutmedikament wird Salbutamol (Generikum) vorrangig durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erstattet.
  • Erstattung: In der „roten Box“ gelistet, d.h. volle Kostenübernahme bei medizinischer Indikation.

Aktuelle Forschung & Leitlinien (2022-2025)

  • Laut der GOLD-Leitlinie 2025 und GINA-Leitlinie 2024 ist Salbutamol die Standardtherapie bei akutem Asthma. Betont wird die begrenzte Anwendung als „Bedarfsmedikation“ – regelmäßiger Gebrauch soll durch inhalative Kortikosteroide ergänzt werden.
  • Eine 2023 publizierte Beobachtungsstudie (Eur Respir J. 2023; 61(3):2301973) aus Deutschland/Schweiz bestätigt die hohe Wirksamkeit von Salbutamol-Inhalatoren in der Akuttherapie. Allerdings steige das Risiko für Nebenwirkungen bei häufiger (>2x/Woche) Monotherapie ohne ICS deutlich an.
  • Forschungstrend: Entwicklung von „intelligenten Inhalatoren“ mit digitaler Rückmeldung zur individuellen Optimierung der Therapie (Pilotprojekte in Salzburg und Wien 2024–2025).

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Lieferzeiten

Packungsgröße Preis (Richtwert, €) Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Innsbruck
Inhalator, 1 x 200 Hübe (100 µg/Sprühstoß) ca. 13,90–17,50 1 Tag 1–2 Tage 1–3 Tage
Verneblerlösung, 10 x 2,5 mg/2,5 ml ca. 12,90–15,90 1 Tag 1–2 Tage 1–3 Tage

Alle Preise und Zeiten sind unverbindlich; tatsächliche Lieferfähigkeit bitte in Ihrer Apotheke erfragen (Apothekensuche Österreichischer Apothekerverband).

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen

  • Wie oft darf ich den Proair Inhaler am Tag anwenden?
    Es sollten nicht mehr als 8 Sprühstöße (Erwachsene) pro Tag verwendet werden. Wenn Sie diese Dosis regelmäßig benötigen, kontaktieren Sie bitte Ihre Ärztin/Ihren Arzt zur Therapieanpassung.
  • Was mache ich, wenn sich mein Asthma trotz Inhalation verschlechtert?
    Nutzen Sie Ihren Notfallplan und suchen Sie unbedingt ärztliche Hilfe auf, wenn sich Symptome trotz korrekter Anwendung verschlechtern oder der Inhalator keine ausreichende Wirkung zeigt!
  • Kann ich mit Asthma und Salbutamol Sport treiben?
    Ja! Salbutamol wird oft zur Vorbeugung von belastungsinduziertem Asthma genutzt. Tragen Sie den Inhalator immer bei sich (z. B. beim Radfahren, Laufen, Wandern).
  • Muss ich den Inhalator reinigen?
    Ja, mindestens einmal pro Woche das Mundstück mit lauwarmem Wasser reinigen und gut trocknen lassen. Dadurch wird die volle Funktionsfähigkeit erhalten.
  • Darf ich Salbutamol mit anderen Asthma- oder Allergiemedikamenten kombinieren?
    Inhalative Kortikosteroide, Leukotrien-Antagonisten und Antihistaminika können in Absprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin begleitend gegeben werden. Bitte beachten Sie Wechselwirkungen mit Beta-Blockern.

Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr behandelndes Team oder Ihr Apotheker/Ihre Apothekerin in ganz Österreich gerne zur Verfügung!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100mcg

Paket: No selection

1 inhaler, 3 inhaler, 4 inhaler, 6 inhaler, 10 inhaler