Manforce (Sildenafil Citrate)

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Manforce (Sildenafil Citrate) wird zur Behandlung von Erektionsstörungen bei erwachsenen Männern angewendet. Es unterstützt die Entspannung der Blutgefäße im Penis, wodurch die Durchblutung verbessert und eine Erektion ermöglicht wird – jedoch nur bei sexueller Stimulation. Die Wirkung setzt etwa 30 bis 60 Minuten nach Einnahme ein. Nehmen Sie das Medikament nur nach ärztlicher Anweisung ein und beachten Sie mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen.

Manforce (Sildenafil Citrat): Umfassende Produktinformation für österreichische Patienten

1. Basisinformationen

Internationaler Freiname (INN) Sildenafil Citrat
Handelsnamen in Österreich Manforce®, Viagra®, Revatio®, diverse Generika
ATC-Code G04BE03
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Filmtabletten (25 mg, 50 mg, 100 mg); Filmtabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung; Lösung zum Einnehmen (Revatio)
Hersteller Mankind Pharma Ltd., verschiedene Generikahersteller
Verschreibungsstatus Verschreibungspflichtig (Rezeptpflicht nach AMG § 14 Abs 1)

2. Wirkmechanismus

Für Patient:innen einfach erklärt:
Sildenafil wirkt, indem es die Blutgefäße im Penis erweitert. Dadurch kann das Blut leichter einströmen, was bei sexueller Erregung eine Erektion unterstützt. Ohne sexuelle Stimulation wirkt das Medikament nicht.

Für Fachkreise:
Sildenafil ist ein selektiver Phosphodiesterase-5 (PDE-5)-Hemmer. Es erhöht die Konzentration von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) im Corpus cavernosum durch Hemmung des cGMP-Abbaus, ausgelöst über die Stickstoffmonoxid-Signaltransduktion.

3. Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach oraler Einnahme wird Sildenafil rasch und nahezu vollständig resorbiert. Maximale Plasmaspiegel nach ca. 30–120 Minuten (mittlere Tmax: 60 Minuten).
  • Metabolisierung: Hauptsächlich über die hepatischen Enzyme CYP3A4 und CYP2C9 zu aktiven Metaboliten.
  • Elimination: Überwiegend über den Stuhl, zu ca. 80 %; 13 % werden renal ausgeschieden.
  • Wirkdauer: 4–6 Stunden; klinisch relevante Wirkstärke meist bis zu 5 Stunden.

4. Anwendung im Alltag & praktische Empfehlungen

  • Übliche Dosierung: Standarddosis 50 mg, 30–60 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr einnehmen.
  • Dosisanpassung: Bei guter Verträglichkeit kann auf 100 mg (Maximaldosis) erhöht werden; bei Nebenwirkungen oder Patienten über 65 Jahren Reduktion auf 25 mg erwägen.
  • Einnahme: Die Tablette wird mit ausreichend Wasser geschluckt.
  • Kein häufiger Gebrauch nötig: Sildenafil wird nach Bedarf eingenommen, meist nicht öfter als 1x pro Tag.
  • Kein Einfluss bei fehlender sexueller Erregung!

5. Einnahme: Morgens vs. Abends

  • Morgenseinnahme: Wird selten angewendet. Eher geeignet, falls der Geschlechtsverkehr geplant ist (z.B. Wochenendtrip, längeres Wirkungsspektrum am Tag).
  • Abendeinnahme: Üblicher, da sexuelle Aktivität meist abends stattfindet.
  • Regelmäßigkeit: Die Wirkung ist bedarfsabhängig, ein fixer Einnahmezeitpunkt ist nicht notwendig.
  • Tipp: Einnahme ca. 1 Stunde vor geplanter Aktivität wählen.

6. Einnahme zu/für oder nach dem Essen – Auswirkungen und Ernährungshinweise

Eine schwere, fettreiche Mahlzeit kann die Wirkung verzögern (Verzögerung der Tmax). Die typische österreichische Hausmannskost ist oftmals fetthaltig (z.B. Schweinsbraten, Schnitzel, Mehlspeisen); daher empfiehlt sich die Einnahme bevorzugt auf nüchternen Magen oder mit leichter Kost, um einen raschen Wirkungseintritt zu ermöglichen.

7. Interaktionswarnungen

Interaktionspartner Hinweis
Alkohol Kann die Wirkung abschwächen und das Risiko für Nebenwirkungen (z.B. Schwindel, Blutdruckabfall) erhöhen.
Nitrate (z.B. Nitroglycerin, Isosorbid) Streng kontraindiziert! Lebensgefährlicher Blutdruckabfall möglich.
Alpha-Blocker Kann zu starkem Blutdruckabfall führen – zeitlich getrennt einnehmen.
CYP3A4-Inhibitoren Erhöhte Sildenafil-Konzentration; Dosisanpassung ggf. nötig (z.B. Ketoconazol, Clarithromycin).
Blutdrucksenker Kombination möglich, aber auf Nebenwirkungen achten.
Pulmonalhypotonika Erhöhtes Nebenwirkungsrisiko; ärztliche Überwachung nötig.

8. Indikationen (offiziell und Off-Label)

Indikation Status Kommentar
Erektile Dysfunktion (ED) bei Erwachsenen Offiziell zugelassen Standardindikation
Pulmonale arterielle Hypertonie (PAH) Offiziell zugelassen (als Revatio®) Normalerweise nicht unter Marke „Manforce“
Raynaud-Syndrom, andere vaskuläre Erkrankungen Off-Label Unter ärztlicher Kontrolle

9. Dosierung nach Indikation und Patientengruppe

Indikation Erwachsene Ältere Menschen Kinder/Jugendliche
Erektile Dysfunktion 50 mg (max. 100 mg), 1x/Tag vor Bedarf 25 mg, kann nach Verträglichkeit auf 50 mg erhöht werden Keine Zulassung unter 18 Jahren
PAH (Revatio®) 20 mg 3x/Tag 20 mg 3x/Tag, häufig reduzierte Startdosis Nur als Revatio®, alters- u. gewichtsadaptierte Dosierung

10. Sicherheit & Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Kopfschmerzen, Gesichtsrötung
  • Häufig: Verdauungsstörungen, verstopfte Nase, Sehstörungen (Blaustich), Schwindel
  • Gelegentlich: Hitzewallungen, Muskelschmerzen, Hautausschlag, Herzklopfen
  • Selten: Priapismus (schmerzhafte Dauererektion), schwere allergische Reaktionen, Sehverlust, Hörverlust
  • Warnhinweise: Bei bekannter Herzerkrankung, Nieren- oder Leberinsuffizienz, Blutdruckproblemen: Rücksprache mit Arzt/Ärztin; Nitrate strikt meiden!
  • Häufigkeit schwerer Nebenwirkungen: Gering <1 %, jedoch bei Auftreten umgehend ärztlichen Rat einholen.

11. Anwendungshinweise – Empfehlungen von Apotheken & Fachpersonal

  • Nehmen Sie Manforce nicht öfter als 1x in 24 Stunden ein.
  • Beginnen Sie mit 50 mg; Dosisanpassung (25–100 mg) erfolgt nach individuellem Bedarf und Verträglichkeit.
  • Vermeiden Sie große, fetthaltige Mahlzeiten und Alkohol unmittelbar vor der Einnahme.
  • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle anderen Arzneimittel, die Sie einnehmen.
  • Bei allergischen Reaktionen oder ungewöhnlichen Symptomen: Setzen Sie das Medikament ab und suchen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe.
  • Bei unklarer Erektionsstörung: Abklärung durch Urologe/Androloge nötig.
  • Nur Arzneimittel aus gesicherter Quelle (österreichische Apotheke) beziehen!

12. Alternative Therapieoptionen (Stand: 2024/2025)

  • Tadalafil (Cialis®, Generika): Längere Wirkdauer (bis 36 h), täglich dosierbar; teurer, geringeres Risiko von Nahrungsmittelinteraktionen.
  • Vardenafil (Levitra®, Generika): Ähnliche Wirkdauer wie Sildenafil, schnellerer Wirkungseintritt.
  • Avanafil (Spedra®): Sehr rascher Wirkungseintritt, teuer, weniger Datenlage.
  • Papaverin/Phentolamin-Injektionen: Für schwere ED, Anwendung durch Facharzt.
  • Penisprothesen, Vakuumpumpen: Mechanische Hilfsmittel, aufwendiger in der Handhabung.
  • Psychotherapie/Paartherapie: Bei psychosozialer Genese der ED sinnvoll.

Erstattungsfähigkeit durch österreichische Sozialversicherung (ehemals NFZ): Nur für bestimmte Indikationen (z.B. PAH, selten medizinisch begründeter ED) vorgesehen. Rezeptpflicht bleibt, Zuzahlungsbefreiung nur bei klarer medizinischer Notwendigkeit.
Vergleich – Vor- und Nachteile: Tadalafil eignet sich bei spontanem Verkehr (da lange Wirkzeit); Sildenafil ist günstiger, aber betroffen von Essensinteraktionen. Vardenafil ähnlich wie Sildenafil, Avanafil für rasche Wirkung.

13. Rechtlicher Status, Registrierung, Erstattung (AT)

  • Sicherheitsbewertung & Zulassung: Österreichische Arzneimittelagentur (BASG/AGES); EU-weiter Verkehr nach EMA-Genehmigung.
  • Apothekenpflicht: Nur mit ärztlicher Verschreibung abgebbar (kein OTC).
  • Erstattung: Keine generelle Kassenleistung bei ED, Ausnahme: bestimmte Fälle mit nachgewiesenem schweren Leiden (z.B. nach Prostatektomie).
  • Import/Beschaffung: Online-Importe in privater Hand nicht legal – Bezug ausschließlich über registrierte Apotheken.

14. Stand der Forschung & klinische Leitlinie (2022–2025)

Die S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie (2023) empfiehlt PDE-5-Hemmer wie Sildenafil weiterhin als erste Wahl bei erektiler Dysfunktion. Neue Studien (z.B. Potenz.Men-Studie 2024, Lancet Urol. 2023) bestätigen hohe Wirksamkeit und Sicherheit bei gefäßgesunden Patienten. Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Nitraten. Aktuelle Daten belegen reibungslose Stoffwechselverträglichkeit auch bei Hypertonie und Diabetes mellitus. Pharmakovigilanzdaten (BASG Pharmainfo 2023) bescheinigen weiterhin positives Nutzen-Risiko-Verhältnis.

15. Verfügbarkeit & Lieferung (Stand: Juni 2024)

Paketgröße Preis (ca./€) Beliebte Städte Lieferzeit (Arbeitstage)
4 Tabletten (50 mg) ab 38 € Wien, Graz, Linz 1–2
8 Tabletten (50 mg) ab 65 € Wien, Salzburg, Innsbruck 1–2
12 Tabletten (100 mg) ab 105 € Klagenfurt, St. Pölten 2–3

Die Preise können je nach Apotheke schwanken. Original und Generika sind österreichweit in öffentlichen Vor-Ort-Apotheken erhältlich. Bestellungen rezeptpflichtiger Arzneimittel online nur bei zugelassenen heimischen Apotheken möglich!

16. FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen

  1. Wie schnell wirkt Manforce?
    Meist innerhalb von 30–60 Minuten. Eine leichte Mahlzeit empfiehlt sich – schwere Mahlzeiten verzögern den Wirkungseintritt.
  2. Darf ich Manforce zusammen mit meinen Blutdruckmedikamenten einnehmen?
    In vielen Fällen ja, aber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist dringend empfohlen! Kombination mit Nitraten ist nicht erlaubt.
  3. Muss ich Manforce dauerhaft einnehmen?
    Nein. Manforce wird „bei Bedarf“ eingenommen – nicht als Dauermedikation.
  4. Kann ich Manforce in der Nacht nehmen?
    Ja, die Einnahmezeit richtet sich nach Ihrem Bedarf. Beachten Sie einen Abstand von etwa 1 Stunde vor dem geplanten Verkehr.
  5. Wie erkenne ich eine ernste Nebenwirkung?
    Bei starken Brustschmerzen, Seh- oder Hörverlust, schmerzhafter Dauererektion > 4 h, massiven Hautreaktionen sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Apotheke oder Ihren behandelnden Arzt. Vertrauen Sie auf das österreichische Gesundheitssystem und legen Sie Wert auf eine professionelle, datengeschützte Beratung!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100mg

Paket: No selection

12 pill, 20 pill, 32 pill, 56 pill, 90 pill