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Acyclovir cream 5%

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-17%
Acyclovir Creme 5 % wird zur Behandlung von Lippenherpes (Herpes labialis) verwendet. Sie hilft, das Wachstum des Virus zu hemmen und die Heilung von Bläschen und Wunden zu beschleunigen. Tragen Sie die Creme mehrmals täglich dünn auf die betroffenen Stellen auf. Acyclovir Creme eignet sich für Erwachsene und Kinder. Bitte beachten Sie die Anwendungshinweise in der Packungsbeilage und fragen Sie bei Unsicherheiten Ihren Arzt oder Apotheker.

Acyclovir Creme 5% – Umfassende Produktinformation für Patient:innen in Österreich

Grundlegende Produktinformation

  • Internationaler Freiname (INN): Aciclovir
  • Handelsnamen in Österreich: Zovirax®, Aciclo-Vision®, Virless®
  • ATC-Code: D06BB03
  • Verfügbare Darreichungsformen und Stärken: Creme (5%), ferner Salbe (3% für Augen), Tabletten, Suspension
  • Hersteller (Auswahl): GlaxoSmithKline, ratiopharm, Hexal, diverse Generikahersteller
  • Verschreibungsstatus: In Österreich rezeptpflichtig
  • Genehmigungsbehörde: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG)

Wirkmechanismus

Einfach erklärt: Aciclovir ist ein sogenanntes Virostatikum, das speziell gegen Herpesviren wirkt. Nach dem Auftragen auf die betroffene Haut dringt es in die Zellen ein, die vom Virus befallen sind, und blockiert die Vermehrung des Virus. Das verhindert, dass sich die Infektion ausbreitet, fördert die Heilung und lindert Beschwerden wie Jucken oder Brennen.

Für Fachkreise: Aciclovir ist ein synthetisches Guanosinanalogon, das durch virale Thymidinkinase in seine aktive Form, Aciclovirtriphosphat, umgewandelt wird. Diese hemmt die virale DNA-Polymerase selektiv und führt zu einem Kettenabbruch der Virus-DNA-Synthese.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach topischer Anwendung sehr geringe systemische Aufnahme; im Blut kaum nachweisbar.
  • Verstoffwechslung: Hauptsächlich auf lokaler Ebene; geringe Mengen in der Leber zu gering toxischen Metaboliten.
  • Ausscheidung: Über die Niere (Renal) bei systemischer Aufnahme, topisch praktisch ohne systemische Belastung.
  • Wirkdauer: Die antivirale Wirkung auf der Haut hält mehrere Stunden an, daher 5× tägliche Anwendung empfohlen.

Anwendung im Alltag und bewährte Praxis (deutscher Kontext)

Typische Dosierung und Anwendung:

  • Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren:
    • Eine dünne Schicht der Creme fünfmal täglich (etwa alle 4 Stunden; ausgenommen nachts) auf die betroffenen Stellen auftragen.
    • Typische Behandlungsdauer: 5 Tage. Bei Bedarf kann auf bis zu 10 Tage verlängert werden.
  • Kinder >2 Jahre: Wie bei Erwachsenen.
  • Ältere Patient:innen: Keine Dosisanpassung erforderlich.
Anwendungstipps: - Am besten sollte die Behandlung beim ersten Kribbeln oder Jucken beginnen, bevor Bläschen sichtbar werden.
- Die Hände vor und nach dem Auftragen gründlich waschen.
- Kontakt mit Augen und Schleimhäuten vermeiden.
- Nicht unter abdeckenden Pflastern verwenden.

Morgens vs. abends – Dosis und Anwendung

Für maximale Wirksamkeit sollte Acyclovir Creme regelmäßig über den Tag verteilt (etwa alle 4 Stunden) angewendet werden – unabhängig von morgens oder abends. Die morgendliche Anwendung bietet den Vorteil, dass die Creme tagsüber besser einzieht und bei den meisten Patient:innen die Ausbreitung gehemmt wird. Abends empfiehlt sich die letzte Anwendung kurz vor dem Schlafengehen.
Hinweis: Eine gleichmäßige Verteilung über den Tag, an Werktagen wie Wochenenden, erhöht die Wirksamkeit und verhindert einen Wiederaufflammen der Symptome.

Anwendung mit oder ohne Nahrung – Auswirkungen auf die Wirksamkeit

Da Acyclovir Creme nur äußerlich angewendet wird, spielt die Nahrungsaufnahme keine Rolle. Sie kann unabhängig von Mahlzeiten, Snacks oder Trinkgewohnheiten aufgetragen werden. Alkoholkonsum führt nicht zu Wechselwirkungen mit der Creme, sollte bei offener, entzündeter Haut jedoch vermieden werden. Österreichtypische Ernährung (z. B. Brotzeit, Jause, Mehlspeisen) hat keinen Einfluss auf Wirkung oder Nebenwirkungen der Creme.

Interaktionswarnungen

Interaktionspartner Mögliche Wechselwirkung Empfehlung
Andere topische Medikamente (z.B. Kortison, Antibiotika-Cremes) Können Wirkung beeinträchtigen oder verstärken; Risiko lokaler Reizungen Abstand zwischen den Anwendungen (min. 15 Minuten)
Alkohol Keine bekannte relevante Wechselwirkung Verzicht bei offenen Stellen empfohlen
Systemische Virostatika (Tabletten) Gegenseitige Verstärkung möglich, aber klinisch meist unbedeutend Keine Dosisanpassung nötig
Kosmetika/Makeup Können Creme-Effekt abschwächen/oft Reizungen Erst Creme, dann Kosmetik auftragen

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Indikation Zulassungsstatus Beschreibung
Herpes labialis („Fieberblasen“) Offiziell zugelassen Typische Bläschen/Rötungen an Lippen/Mund
Herpes genitalis (äußere Genitalien) Je nach Präparat off-label Behandlung bei Erst- oder Wiederauftreten
Herpes simplex an anderen Hautstellen Off-label Nach ärztlicher Rücksprache
Windpocken, Gürtelrose Nicht für Creme zugelassen Tabletten/Suspension erforderlich

Dosierung nach Indikation, Alter und Patientengruppe

Indikation/Patient:in Empfohlene Dosierung Behandlungsdauer
Herpes labialis (Erwachsene) 5× täglich auftragen 5 Tage, max. 10 Tage
Herpes labialis (Kinder ab 12 Jahren) 5× täglich auftragen 5–10 Tage
Kinder 2–11 Jahre In Rücksprache mit Arzt/Ärztin Individuell
Ältere Patient:innen (≥65 J.) wie Erwachsene wie Erwachsene

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Leichtes Brennen oder Stechen an der Applikationsstelle
  • Häufig: Trockene Haut, Schuppenbildung, Juckreiz
  • Gelegentlich: Rötung, vorübergehende Hautreizungen, Kontaktdermatitis (meist durch Hilfsstoffe)
  • Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, allergische Schwellungen
  • Sicherheitshinweis: Bei Anzeichen einer Überempfindlichkeit Creme sofort absetzen und ärztlichen Rat einholen.

Empfehlungen zur sicheren Anwendung in Österreich

  • Starten Sie die Behandlung so früh wie möglich, am besten bereits beim ersten Kribbeln.
  • Vermeiden Sie das Teilen von Handtüchern mit anderen Personen.
  • Verwenden Sie die Creme ausschließlich auf der Haut, nicht an den Augen oder Schleimhäuten.
  • Halten Sie die betroffenen Stellen sauber und trocken.
  • Lassen Sie sich bei Unsicherheiten oder ungewöhnlichen Symptomen in einer öffentlichen Apotheke oder bei Ihrer Hausärzt:in beraten.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten und Vergleich

  • Penciclovir Creme (z.B. Fenistil® Pencivir): Ebenfalls rezeptfrei erhältlich, wirkt ähnlich rasch, sehr gut bei Fieberblasen.
  • Docosanol Creme: Wirksamkeit bei Herpes labialis wissenschaftlich bestätigt; ebenfalls rezeptfrei, etwas teurer.
  • Zinkhaltige Cremes oder Pasten: Unterstützen das Austrocknen, haben aber keine antivirale Wirkung.
  • Systemische Medikation (z. B. Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir Tabletten): Nur bei schweren Verläufen/Immunschwäche und ärztlicher Anordnung.
  • Homöopathische Mittel und pflanzliche Präparate: Nicht wissenschaftlich belegt, können unterstützend zur Hautpflege angewendet werden.

Rechtlicher Status, Zulassung & Kostenerstattung in Österreich

  • Aciclovir Creme 5% ist in Österreich verschreibungspflichtig.
  • Zulassung durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
  • Erstattung nach der „Erstattungsfähigen Arzneimittelliste“ (EKO) sowie nach Entscheidung der Krankenkassen (ÖGK, BVAEB, SVS), bei medizinischer Notwendigkeit meist gedeckt.
  • Rezept kann von jeder Allgemeinmediziner:in oder Facharzt/Fachärztin ausgestellt werden.

Aktuelle Forschung & Klinische Leitlinien (2022–2025)

  • Klinische Studien bestätigen weiterhin die hohe Wirksamkeit von Aciclovir bei Herpes labialis; frühzeitiger Behandlungsbeginn ist entscheidend (vgl. Deutsche Dermatologische Gesellschaft, AWMF-Leitlinien, 2023).
  • Studien zum Resistenzenproblem im klinischen Alltag: Unverändert niedrige Rate (<1 %) bei Immunkompetenten.
  • Vergleichsstudien zeigen: Topische und orale Therapien sind bei schwerem Verlauf zu kombinieren (Lautenschläger et al.; J. Dtsch. Dermatol. Ges., 2024).
  • EMA (European Medicines Agency) und österreichische Fachinformationen bestätigen Anwendungssicherheit für Schwangere und Stillende unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses.

Verfügbarkeit, Packungsgrößen, Preis & Lieferung

Packungsgröße Unverbindlicher Apothekenpreis Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Linz Lieferzeit Salzburg Lieferzeit Innsbruck
2 g Tube ca. 6–8 € 24 h 24–48 h 24–48 h 48 h 48 h
5 g Tube ca. 10–12 € 24 h 24–48 h 24–48 h 48 h 48 h
  • Verfügbarkeit: In fast allen öffentlichen Apotheken Österreichs, auch für Rezept-Bestellungen.
  • Keine Rückgabe nach Öffnung/Anbruch gemäß Arzneimittelgesetz (AMG).

FAQ – Häufig gestellte Fragen

  1. Wie schnell wirkt Acyclovir Creme?
    Typischerweise lässt sich eine Linderung der Beschwerden bereits nach 1–2 Tagen feststellen. Die vollständige Abheilung kann je nach Schweregrad 5–10 Tage dauern.
  2. Darf ich die Creme in der Schwangerschaft verwenden?
    Die Anwendung ist nach Rücksprache mit Arzt/Ärztin in der Schwangerschaft möglich, wenn der erwartete Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt (s. aktuelle Studien und Fachinfo).
  3. Eignet sich Acyclovir Creme für Kinder?
    Ja, ab 2 Jahren ist die Anwendung zulässig. Bei jüngeren Kindern oder Unsicherheiten sollte eine ärztliche Beratung erfolgen.
  4. Brauche ich ein Rezept für die Creme?
    Ja, in Österreich ist Acyclovir Creme 5 % rezeptpflichtig. Das Rezept kann vom Hausarzt oder von Fachärzt:innen ausgestellt werden.
  5. Ist die Behandlung auch bei wiederholtem Herpes sinnvoll?
    Ja, besonders bei rechtzeitigem Therapiebeginn können Schübe schneller abklingen und Beschwerden abgeschwächt werden.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

5g, 10g

Paket: No selection

1 tube, 3 tube, 5 tube