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Fluticasone

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Fluticason ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Entzündungen und Allergien eingesetzt wird, zum Beispiel bei Asthma oder Heuschnupfen. Es wirkt, indem es die Schwellung der Schleimhäute reduziert und hilft so, Beschwerden wie verstopfte Nase oder Atemnot zu lindern. Fluticason gibt es als Nasenspray oder Inhalation. Die Anwendung erfolgt nach ärztlicher Anweisung. Bitte halten Sie sich an die empfohlene Dosierung.

Fluticason – Arzneimittelinformation für Patienten in Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Fluticason
ATC-Code R03BA05 (respiratorisch), D07AC17 (dermal), R01AD08 (nasal)
Handelsnamen in Österreich Flixotide®, Flutide®, Nasofan®, Otri-Allergie®, Avamys®, Stérimar Allergy®, weitere
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken
  • Inhalationsaerosol (50, 125, 250 µg/Dosis)
  • Nasenspray (50 µg/Sprühstoß)
  • Cream, Salben (0,05%, 0,005%)
  • Tabletten sind nicht erhältlich
Hersteller GlaxoSmithKline, Teva, Zentiva, Sandoz, Hexal, Generika-Anbieter
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (ausgenommen niedrig dosiertes Nasenspray)

Wirkmechanismus (einfach erklärt & für Spezialisten)

Für Patienten: Fluticason ist ein sogenanntes Kortikosteroid. Es wirkt, indem es Entzündungen im Körper hemmt. Zum Beispiel bei Asthma, Heuschnupfen oder Hautausschlägen lindert Fluticason Schwellungen, Rötungen und Juckreiz.

Für Spezialisten: Fluticason bindet an den Glukokortikoid-Rezeptor und hemmt die Expression proinflammatorischer Zytokine (zum Beispiel IL-4, IL-5, TNF-α). Zusätzlich wird die Adhäsion und Migration von Entzündungszellen verringert. Dadurch werden allergische und entzündliche Prozesse gehemmt.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach Inhalation oder nasaler Anwendung werden ca. 10–30% systemisch aufgenommen, der Rest verbleibt lokal.
  • Metabolisierung: Schnelle Umwandlung über CYP3A4 in der Leber zu inaktiven Metaboliten.
  • Ausscheidung: Über den Stuhl (Hauptweg) sowie geringfügig renal.
  • Wirkdauer: Lokal bis zu 24 Stunden, systemisch wenige Stunden.

Anwendung im Alltag & Best-Practice-Tipps

  • Typische Dosierung:
    • Asthma bronchiale: Erwachsene meist 2× täglich 100–500 µg als Inhalation
    • Heuschnupfen: 1× täglich Nasenspray, 2 Sprühstöße pro Nasenloch
    • Hauterkrankungen: 1–2× täglich dünn auftragen, max. 2 Wochen
  • Regelmäßige Anwendung ist entscheidend für die Wirksamkeit.
  • Bei Inhalation die Technik genau beachten (Apotheker oder Arzt zeigen lassen).
  • Nebenwirkungen und Anwendungsprobleme frühzeitig dem Arzt melden.
  • Bei Kindern auf Dosierung, richtige Anwendung und Wachstumskontrollen achten.

Dosierung – Morgens vs. Abends

Viele Patienten fragen, wann Fluticason am besten angewendet werden soll. Die Einnahme morgens und abends (insbesondere bei Asthma) stabilisiert über den Tag die Wirkung. Morgens ist das Immunsystem am aktivsten, abends kann die Wirkung über die Nacht Symptome lindern. Hauptsache ist: möglichst zur gleichen Zeit, regelmäßig. Eine Umstellung ist mit dem Arzt individuell zu planen.

Tipp: Anwendung immer nach dem Zähneputzen (Inhalation), um die Gefahr von Mundsoor zu verringern.

Einnahme mit oder ohne Nahrung

Fluticason muss nicht zu den Mahlzeiten eingenommen werden, da es überwiegend lokal (über Lunge oder Nase) wirkt. Mageninhalt und österreichische Essgewohnheiten beeinflussen die Wirkung nicht. Nur wenn Fluticason cremig angewendet wird, sollten die behandelten Hautstellen vor dem Auftragen gereinigt sein.

Wechselwirkungen (Interaktionen)

Interaktionspartner Mögliche Wirkung Empfehlung
Ritonavir, Cobicistat (HIV-Therapie) Deutliche Erhöhung des Fluticason-Spiegels, Risiko für Nebenwirkungen steigt Kombination vermeiden oder engmaschig überwachen
Ketoconazol, Itraconazol (Pilzmittel) Hemmen CYP3A4, Fluticason-Spiegel steigt Dosis ggf. anpassen
Andere Kortikosteroide Zusätzliche Nebenwirkungen möglich Nicht ohne Rücksprache kombinieren
Grapefruit(-saft) Könnte theoretisch CYP3A4 hemmen, klinisch gering Keine besonderen Maßnahmen nötig
Alkohol Keine relevante Wechselwirkung, aber Alkohol kann Immunabwehr beeinträchtigen Mäßigung empfohlen

Indikationen

Indikation Offizielle Zulassung (Österreich) Off-Label-Anwendung
Asthma bronchiale Ja Nein
COPD Ja (in Kombination) Monotherapie Off-Label
Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) Ja Nein
Ekzeme, Dermatitis Ja Nein
Eosinophile Ösophagitis Nein Ja (als Spatelpräparat/“off-label”)

Dosierung nach Indikation

Indikation Erwachsene Kinder (6–11 J.) Ältere Patienten
Inhalation bei Asthma 100–500 µg 2×/Tag 50–100 µg 2×/Tag wie Erwachsene, ggf. niedrig beginnen
Rhinitis (Nasenspray) 2 Sprühstöße/Nasenloch 1×/Tag 1 Sprühstoß/Nasenloch 1×/Tag wie Erwachsene
Ekzem (Creme) Dünn 1–2×/Tag auftragen Dünn 1×/Tag auftragen, max. 1 Woche Dosis ggf. reduzieren

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

  • Häufig (1–10%): Heiserkeit, Mundsoor (Pilzinfektion im Mund), Nasenbluten, trockene Schleimhäute, Husten
  • Gelegentlich (0,1–1%): Hautreizungen, Rachenentzündung, Kopfschmerzen, Stimmveränderung (bei Inhalation)
  • Selten (<0,1%): Allergische Reaktionen, Augenerkrankungen (Glaukom, Katarakt), Wachstumsverzögerung bei Kindern (langfristig, selten)
  • Warnhinweise: Bei Zeichen einer Infektion, Fieber, ungewöhnlichen Blutungen – bitte Arzt informieren. Bei längerer oder großflächiger Anwendung (Haut): Cushing-ähnliches Syndrom möglich.

Richtige Anwendung – Praktische Hinweise für Österreich

  • Nach jeder Inhalation Mund mit Wasser ausspülen und ausspucken – senkt Soor-Risiko.
  • Mundstücke/Geräte regelmäßig reinigen, wie vom Hersteller empfohlen.
  • Bei Nasenspray: Reinigung der Nase vor der Anwendung; Sprühöffnung regelmäßig säubern.
  • Bei Cremes/Saiblen: Nur auf die betroffenen Hautstellen, sparsam und zeitlich begrenzt.
  • Kontrolltermine beim Arzt wahrnehmen, besonders bei Kindern (Wachstumskontrolle).
  • Keine Dosiserhöhung oder Absetzen ohne Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten (erstattungsfähig/NFZ)

  • Beclometason (z. B. Sanasthmax®, RatioAllerg®): Ähnlicher Wirkmechanismus, vergleichbare Wirksamkeit.
  • Mometason (Nasonex®, Elomet®): Moderne Alternative für Rhinitis oder Hauterkrankungen, meist gut verträglich.
  • Budesonid (Pulmicort®, Rhinocort®): Zur Inhalation und nasalen Anwendung, gute Datenlage bei Kindern.
  • Montelukast (Singulair®): Alternative bei Allergie, kein Kortikosteroid.

Vergleich: Fluticason zeichnet sich durch geringe systemische Aufnahme und seltene Nebenwirkungen aus; Mometason ist noch etwas stärker wirksam. Budesonid kann als Suspension auch bei Kindern gut eingesetzt werden.

Gesetzliche, Registrierung- und Erstattungsbedingungen in Österreich

  • Zulassung: Über die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Registrierung nach EMA- und EU-Richtlinien.
  • Erstattung: Fluticason-haltige Präparate sind im Erstattungskodex des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger gelistet, Kostenübernahme erfolgt bei ärztlicher Verschreibung im Regelfall.
  • Verschreibungspflicht: Hochdosierte/nicht-nasale Präparate sind rezeptpflichtig, niedriger dosierte Nasensprays ggf. rezeptfrei.
  • Abgabebeschränkungen: Keine speziellen Beschränkungen, Schwangerschaft und Kinder dürften jedoch nur auf ärztliche Anweisung behandelt werden.

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Die aktuelle deutsche und österreichische Asthmaleitlinie (S3, Stand 2023, Deutsche Gesellschaft für Pneumologie, ÖGP) empfiehlt Fluticason weiterhin als Standard-Therapie bei Asthma bronchiale.
  • Neue Übersichtsarbeiten (z. B. Kaiser et al., European Respiratory Journal, 2024) bestätigen die Vorteile von Fluticason hinsichtlich Verträglichkeit und Wirksamkeit, insbesondere beim Einsatz in fixen Kombinationspräparaten.
  • Bei allergischer Rhinitis zeigen Meta-Analysen 2023 eine gegenüber Placebo signifikante Symptomreduktion und vergleichbare Wirkung zu Mometason und Budesonid.
  • Die Personalized-Medicine-Initiative empfiehlt, die niedrigst effektive Dosis zu verwenden, um Nebenwirkungen zu reduzieren (Leitlinie AGES, 2024).

Verfügbarkeit & Lieferung

Packungsgröße Unverbindlicher Apothekenpreis* Lieferzeit nach Wien Lieferzeit nach Graz Lieferzeit nach Linz Lieferzeit nach Innsbruck/Klagenfurt
Flixotide 50 µg, 60 Hübe ca. 28,90 € 1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage 2 Werktage
Flixotide 250 µg, 120 Hübe ca. 55,90 € 1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage 2 Werktage
Nasofan Nasenspray 50 µg, 10 ml ca. 18,50 € 1 Werktag 1–2 Werktage 1–2 Werktage 2 Werktage

*Unverbindliche Preisempfehlungen, tatsächliche Preise variieren je nach Apotheke und Rezept.

FAQ – Häufige Fragen von Patienten und Antworten

1. Kann ich Fluticason dauerhaft anwenden?
Ja, aber nur unter ärztlicher Kontrolle. Beim Inhalations- oder Nasenspray-Einsatz erfolgt die Anwendung oft über Monate oder Jahre. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, besonders bei Kindern.

2. Ist Fluticason ein Antibiotikum?
Nein, Fluticason ist ein Kortikosteroid (Kortisonähnlich) und kein Antibiotikum. Es bekämpft Entzündungen, nicht Bakterien.

3. Was kann ich gegen Nebenwirkungen wie Mundsoor tun?
Nach der Inhalation immer gründlich den Mund mit Wasser ausspülen und ausspucken. Bei anhaltenden Beschwerden die Anwendungstechnik mit dem Apotheker oder Arzt überprüfen lassen.

4. Gibt es Wechselwirkungen mit meiner Nahrung?
Normale österreichische Ernährung beeinflusst Fluticason nicht – spezielle Diätmaßnahmen sind nicht erforderlich. Alkohol und Grapefruit haben keine klinisch relevanten Effekte, sollten aber in Maßen genossen werden.

5. Was tun, wenn ich eine Dosis vergesse?
Nehmen Sie die vergessene Dosis möglichst bald nach. Ist es fast Zeit für die nächste reguläre Dosis, holen Sie diese nicht nach und setzen Sie wie gewohnt fort. Niemals eine doppelte Dosis einnehmen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

50mcg

Paket: No selection

1 sprayer, 3 sprayer, 6 sprayer, 9 sprayer