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Maxolon (Metoclopramide)

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-17%
Maxolon enthält den Wirkstoff Metoclopramid und wird zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt, beispielsweise nach Operationen, bei Migräne oder infolge von Chemotherapie. Es unterstützt die natürliche Magenbewegung und erleichtert so die Verdauung. Die Einnahme erfolgt nach ärztlicher Anordnung. Bitte informieren Sie Ihren Arzt über andere Medikamente und gesundheitliche Beschwerden, da Wechselwirkungen möglich sind. Maxolon ist in Tablettenform und als Lösung erhältlich.

Maxolon (Metoclopramid) – Umfassende Produktinformation für Patienten in Österreich

Basisinformationen

Wirkstoff (INN) Metoclopramid
Handelsnamen in Österreich Maxolon®, Paspertin®
ATC-Code A03FA01
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Tabletten (10 mg), Lösung zum Einnehmen (5 mg/5 ml), Injektionslösung (10 mg/2 ml)
Hersteller Sanofi-Aventis GmbH, Teva GmbH u. a.
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (ärztliche Verschreibung erforderlich)

Wirkungsmechanismus

Für Laien verständlich: Maxolon (Metoclopramid) wirkt, indem es die Magenbewegung fördert und die Übelkeit unterdrückt. Es sorgt dafür, dass Speisen schneller durch den Magen in den Darm gelangen und lindert so Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen.

Für Fachkreise: Metoclopramid ist ein Dopamin D2-Rezeptorantagonist sowie ein 5-HT3-Serotoninrezeptorantagonist. Es wirkt hauptsächlich als Prokinetikum im oberen Gastrointestinaltrakt und hemmt die zentrale dopaminerge Transmission im Brechzentrum. Diese duale Wirkung macht es effektiv bei der Behandlung von Übelkeit, Erbrechen und Gastroparese.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Metoclopramid wird nach oraler Gabe rasch und vollständig resorbiert.
    Bioverfügbarkeit: ca. 80 %.
  • Metabolisierung: Vorwiegend hepatisch über CYP2D6 (inaktive Metabolite).
  • Elimination: Hauptsächlich renal, ca. 50 % als Metaboliten, 20 % unverändert.
  • Halbwertszeit: ca. 5–6 Stunden beim Erwachsenen.
  • Wirkdauer: 6–8 Stunden pro Einzeldosis.

Anwendung im Alltag & empfohlene Anwendung

  • Typische Dosierung: Erwachsene meist 10 mg bis zu 3-mal täglich; Kinder und Jugendliche – bitte genaue ärztliche Anweisung befolgen.
  • Anwendung: 30 Minuten vor den Mahlzeiten einnehmen, um die Wirkung auf die Magenentleerung optimal zu nutzen.
  • Dauer der Behandlung: Möglichst kurz, in der Regel maximal 5 Tage; längere Anwendung nur nach ärztlicher Rücksprache.
  • Hinweis für Österreich: Besonders auf Verträglichkeit bei typisch österreichischer Kost (z. B. schwer verdauliche Speisen, Fettgehalt) achten.

Morgendliche vs. abendliche Einnahme

  • Morgens: Gut geeignet zur Prävention morgendlicher Übelkeit, z. B. bei Migräne oder Chemotherapie.
  • Abends: Hilfreich bei spätabendlicher Übelkeit oder bei Gastroparese.
  • Regelmäßigkeit: Möglichst zu festen Zeiten einnehmen; auf gleichbleibende Tagesabstände achten.

Einnahme mit oder ohne Nahrung

  • Maxolon wirkt am besten, wenn es 30 Minuten vor einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit eingenommen wird.
  • Bei Einnahme zu einer üppigen österreichischen Mahlzeit kann die Wirkung individuell stärker spürbar sein.
  • Nüchterne Einnahme erhöht die Aufnahmegeschwindigkeit im Körper.

Wechselwirkungen

Substanz/Mittel Wechselwirkungsart
Alkohol Verstärkte Sedierung, erhöhte Nebenwirkungsgefahr
Antipsychotika, z. B. Haloperidol Erhöhte Extrapyramidalsymptomatik
Levodopa, Dopaminagonisten Abgeschwächte Wirksamkeit von Levodopa
Anticholinergika Abschwächung der Metoclopramid-Wirkung
MAO-Hemmer Gesteigertes Risiko für unerwünschte Wirkungen
CNS-depressive Arzneimittel (z. B. Benzodiazepine) Verstärkte Müdigkeit und Sedierung
Opioide Abschwächung der Motilitätssteigernden Wirkung

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Indikation Status
Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit & Erbrechen (z. B. postoperativ, bei Chemotherapie & Strahlentherapie, Migräne) Offiziell zugelassen
Gastroparese (verzögerte Magenentleerung, insbesondere bei Diabetes) Off-Label
Erleichterung radiologischer Untersuchungen („Magenentleerung“ vor Untersuchungen) Offiziell zugelassen
Hilfe bei Refluxbeschwerden Off-Label

Dosierung nach klinischer Indikation

Patientengruppe Indikation Standarddosierung Maximale Tagesdosis
Erwachsene Erbrechen/Übelkeit 10 mg bis zu 3x/Tag 30 mg
Jugendliche
(über 15 J., >60 kg)
Erbrechen/Übelkeit 10 mg bis zu 3x/Tag 30 mg
Kinder
(1–14 Jahre oder <60 kg)
Erbrechen/Übelkeit 0,1–0,15 mg/kg bis zu 3x/Tag 0,5 mg/kg
Ältere Patienten Erbrechen/Übelkeit Initial niedriger dosieren (z. B. 5 mg 2–3x/Tag) 30 mg, ggf. weniger je nach Verträglichkeit
Nieren- oder Leberfunktionsstörung Reduktion auf 50 % der normalen Dosierung empfohlen

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig (≥1/10): Müdigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit
  • Häufig (≥1/100 bis <1/10): Durchfall, Unruhe, Kopfschmerzen, Schwindel
  • Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100): Depressionen, Hypotonie, Hautreaktionen
  • Selten (<1/1.000): Extrapyramidale Störungen (z. B. Muskelzuckungen), Krampfanfälle, Herzrhythmusstörungen
  • Warnhinweise: Bei Auftreten ungewöhnlicher Bewegungen, Bewusstseinsstörungen oder allergischer Reaktionen sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!
Symptom/Nebenwirkung Empfohlenes Vorgehen
Müdigkeit, Schläfrigkeit Dosisreduktion, Arzt informieren
Kopfschmerzen, Benommenheit Bei starker Ausprägung Arzt verständigen
Unwillkürliche Bewegungen, Muskelzuckungen Sofortige ärztliche Abklärung notwendig
Allergische Reaktionen (Atemnot, Hautausschlag) Behandlung sofort abbrechen, Notruf wählen

Richtlinien für eine korrekte Anwendung

  • Präparate-Kombinationen und andere Arzneimittel stets mit Ihrem Apotheker oder Arzt besprechen (insbesondere bei Dauermedikation!)
  • Alkohol während der Behandlung vermeiden.
  • Führen Sie ein Einnahmetagebuch bei längerer Anwendung oder starker Begleitmedikation (z. B. bei Chemotherapie).
  • Nicht länger als 5 Tage ohne ärztliche Rücksprache anwenden, um das Risiko von Spätfolgen (z. B. Bewegungsstörungen) zu vermindern.
  • Im Alltag: Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen vermeiden, solange Sie auf das Medikament reagieren (vor allem in den ersten Tagen).
  • Kinder und Jugendliche: Dosierung exakt nach ärztlicher Anweisung, regelmäßige Kontrollen beim Kinderarzt empfohlen.

Alternative Therapieoptionen (NFZ-Erstattung in Österreich)

  • Domperidon – ebenfalls ein Prokinetikum, mit vergleichbarer Wirkung; geringeres Risiko für zentrale Nebenwirkungen, aber Vorsicht bei Herzrhythmusstörungen.
  • Ondansetron – vor allem in der Onkologie und postoperativ zugelassen; sehr effektiv, aber teurer; bei Kindern gut untersucht.
  • Dimenhydrinat – bevorzugt bei Reiseübelkeit, weniger bei schwerer Erbrechenproblematik.
  • Pflanzliche Präparate: Ingwer-Präparate können bei leichter Übelkeit helfen (vor allem in der Schwangerschaft), sind aber nicht so wirksam bei schweren Formen.

Alle genannten Alternativen sind in Österreich teils erstattungsfähig, Rezept erforderlich.

Rechtlicher Status, Zulassung und Erstattung in Österreich

  • Zulassungsbehörde: Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), EMA
  • Registriert als: Rezeptpflichtiges Arzneimittel, Apothekenpflichtig
  • Erstattung: Präparate wie Maxolon und Paspertin sind von der österreichischen Sozialversicherung grundsätzlich erstattungsfähig (nur bei zugelassenen Indikationen, laut dem Erstattungskodex der Sozialversicherungsträger/ÖGK).
  • Nicht verschreibungspflichtig erhältlich: Nein – immer ärztliches Rezept erforderlich
  • Packungsgrößen und Abgabemenge: Die maximale Verordnung für Erwachsene beträgt i.d.R. 50 Tabletten pro Packung.

Aktuelle Forschung & klinische Leitlinien (2022–2025)

  • Die aktuellen S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS, 2023) empfehlen Metoclopramid weiterhin als Mittel erster Wahl bei akuter Übelkeit/Erbrechen, jedoch mit klaren Warnhinweisen hinsichtlich der Anwendungsdauer und Einhaltung der Dosierungsgrenzen.
  • Neue Studien aus 2022–2024 zeigen, dass die Kombination mit Ondansetron bei schwerer Chemotherapie-induzierter Übelkeit bessere Ergebnisse erzielt, allerdings steigen die Kosten deutlich.
  • Forschungen zu genetischen Unterschieden in der Metabolisierung (z. B. CYP2D6-Polymorphismus) gewinnen an Bedeutung in der individuellen Verträglichkeitsvorhersage.
  • Die EMA und AGES weisen weiterhin auf das Restrisiko für neurologische Nebenwirkungen bei Daueranwendung oder Überdosierung hin.

Weitere Details zur aktuellen Studienlage finden Sie unter EMA oder auf den Websites der österreichischen wissenschaftlichen Gesellschaften.

Verfügbarkeit und Lieferinformation

Packungsgröße Indikativer Preis* Lieferzeit in Wien Lieferzeit in Graz Lieferzeit in Innsbruck
30 Tabletten (10 mg) ca. 9–13 € 24–48 h 48 h 48–72 h
100 ml Lösung (5 mg/5 ml) ca. 12–16 € 24–48 h 48 h 48–72 h
10x2 ml Injektionslösung (10 mg/2 ml) ca. 17–22 € 24–48 h 48 h 48–72 h

* Preise und Verfügbarkeit sind unverbindlich und können regional sowie je nach Apotheke variieren.

FAQ (Häufige Patientenfragen)

  1. Wie schnell wirkt Maxolon?
    In der Regel setzt die Wirkung innerhalb von 30–60 Minuten nach Einnahme ein. Bei Injektionen sogar noch schneller.
  2. Kann ich Maxolon während der Schwangerschaft oder Stillzeit einnehmen?
    Maxolon darf in der Schwangerschaft nur in Ausnahmefällen und nach strenger Risiko-Nutzen-Abwägung angewendet werden. Stillende sollten vor der Einnahme Rücksprache mit ihrem Gynäkologen halten, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.
  3. Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nehmen Sie die vergessene Dosis möglichst bald nach. Ist es jedoch fast Zeit für die nächste reguläre Dosis, lassen Sie die vergessene Dosis einfach aus und nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein.
  4. Wie bewahre ich Maxolon richtig auf?
    Lagern Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung, nicht über 25 °C und außerhalb der Reichweite von Kindern.
  5. Kann ich Maxolon mit anderen Medikamenten einnehmen?
    Nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker! Metoclopramid hat zahlreiche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre betreuende österreichische Apotheke oder Ihren behandelnden Arzt.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

10mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 240 pill, 360 pill