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Uroxatral (Alfuzosin)

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Uroxatral (Alfuzosin) wird zur Behandlung von Beschwerden beim Wasserlassen eingesetzt, die durch eine vergrößerte Prostata (benigne Prostatahyperplasie) verursacht werden. Es hilft, indem es die Muskeln in Blase und Prostata entspannt, sodass das Wasserlassen erleichtert wird. Die Tablette wird einmal täglich eingenommen. Bitte beachten Sie die ärztlichen Anweisungen und informieren Sie sich bei Fragen oder Nebenwirkungen bei Ihrem Arzt oder Apotheker.

Uroxatral (Alfuzosin) – Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Name des Wirkstoffs (INN) Alfuzosin
Markennamen in Österreich Uroxatral, Alfuzosin HEXAL, Alfuzosin-ratiopharm
ATC-Code G04CA01
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Retardtabletten, 10 mg; Tabletten, 2,5 mg und 5 mg
Hersteller Sanofi-Aventis, HEXAL AG, ratiopharm GmbH
Verschreibungsstatus in Österreich Rezeptpflichtig (ärztliche Verschreibung erforderlich)

Wirkmechanismus – Wie wirkt Alfuzosin?

Alfuzosin gehört zur Gruppe der Alpha-1-Adrenozeptorblocker. Sein Hauptwirkort sind die glatten Muskelzellen der Prostata und Harnblase. Durch die Blockade dieser Rezeptoren erschlaffen die Muskeln, sodass der Harn besser durch die Harnröhre fließen kann. Für medizinisches Fachpersonal: Alfuzosin hemmt selektiv postsynaptische α1-Adrenozeptoren im unteren Harntrakt, minimiert die Obstruktion und verbessert die Miktionsdynamik ohne direkte Wirkung auf den Blutdruck (bei normotensiven Patienten).

Pharmakokinetik von Alfuzosin

  • Resorption: Nach oraler Gabe: Bioverfügbarkeit ca. 49 %. Maximale Plasmakonzentration nach ca. 8 Stunden (Retardtablette).
  • Metabolisierung: Hauptsächlich in der Leber über das Cytochrom-P450-System (CYP3A4) in unwirksame Metaboliten.
  • Ausscheidung: Überwiegend über die Galle; etwa 11 % renal (Urin)
  • Eliminationshalbwertszeit: ca. 10 Stunden
  • Wirkdauer: 24 Stunden bei Retardtabletten

Anwendung im Alltag und gute Praxis (Österreich-Kontext)

  • Alfuzosin wird meist zur Behandlung von Beschwerden durch eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) verschrieben.
  • Typische Dosierung: 1 Retardtablette (10 mg) einmal täglich, vorzugsweise nach einer Mahlzeit, um Nebenwirkungen vorzubeugen.
  • Nicht zerkauen oder teilen. Ganz mit Flüssigkeit schlucken.
  • Alfuzosin ist kein Heilmittel für Prostatakrebs. Regelmäßige Prostatakontrolle bleibt wichtig.
  • Arzneimittel gehören regelmäßig, zur gleichen Tageszeit und nach ärztlicher Vorgabe eingenommen.
  • Medikation immer von einer Fachärztin/einem Facharzt für Urologie oder einer Hausärztin/einem Hausarzt in Österreich verschreiben lassen.

Dosierung morgens oder abends?

  • Abendliche Einnahme: Kann bei manchen Patienten für bessere Symptomkontrolle nachts sorgen und mögliche Kreislaufnebenwirkungen morgens mindern.
  • Morgendliche Einnahme: Kann Vorteile haben, da der Kreislauf aktiver ist und orthostatische Nebenwirkungen seltener auftreten.
  • Tipp: Halten Sie die tägliche Einnahmezeit konsequent ein. Wechseln Sie die Einnahmezeit nicht eigenmächtig.

Einnahme zu den Mahlzeiten oder nüchtern?

  • Alfuzosin Retardtabletten sollten nach dem Essen eingenommen werden, da Nahrung die Aufnahme verbessert und Nebenwirkungen (z. B. Blutdruckabfall) verringert.
  • Österreichische Kost (typisch fettreichere oder deftigere Gerichte) hat keinen nachteiligen Einfluss, solange Tabletten immer nach einer Hauptmahlzeit genommen werden.
  • Nicht auf nüchternen Magen einnehmen!

Wechselwirkungen & Warnhinweise

Substanz/Kategorie Hinweis zur Wechselwirkung
Andere Alpha-Blocker (z. B. Doxazosin, Tamsulosin) Verstärkter Blutdruckabfall, nicht kombinieren!
CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir u. a.) Erhöhte Alfuzosin-Konzentration, erhöhtes Nebenwirkungsrisiko
Blutdrucksenker Blutdruckabfall möglich, Arzt informieren
Alkohol Verstärkt Blutdrucksenkung, Gefahr von Schwindel und Stürzen
Grapefruitsaft Kann den Abbau von Alfuzosin hemmen, meiden!

Indikationen – Wann wird Alfuzosin angewendet?

Indikation Status
Symptomatische Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) zugelassen (offiziell)
Auszuschließende Blasenentleerungsstörungen durch Harnröhrenverengung oder Tumor nicht empfohlen (Ausschlussindikation)
Blasenentleerungsstörungen anderer Ursache (off-label, selten) nach ärztlicher Abwägung

Dosierung nach klinischer Indikation

Patientengruppe Empfohlene Dosis Hinweise
Erwachsene 10 mg Retardtablette 1× täglich Nach einer Mahlzeit einnehmen
Ältere Patienten (≥65 Jahre) 10 mg Retardtablette 1× täglich Startdosis identisch, engmaschigere Blutdruckkontrolle empfohlen
Kinder & Jugendliche Nicht empfohlen Keine ausreichenden Erfahrungen, Anwendung kontraindiziert
Eingeschränkte Nierenfunktion Mit Vorsicht verwenden Dosisanpassung ggf. notwendig – ärztlicher Rat erforderlich

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Typische Nebenwirkungen
Sehr häufig Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen
Häufig Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Nasenverstopfung
Gelegentlich Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Wassereinlagerungen in Beinen
Selten Allergische Reaktionen, Juckreiz, Hautausschlag
Sehr selten Leberfunktionsstörungen, Synkope

Warnhinweise: Bei Herzproblemen, gleichzeitiger Einnahme weiterer Bluthochdruckmittel oder schwerer Leberfunktionsstörung: Einnahme nur in Absprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt!

Richtlinien für die richtige Anwendung – Tipps für Österreich

  • Regelmäßige Einnahme zur gleichen Zeit: Vermeidet Schwankungen im Blutspiegel.
  • Nicht eigenständig absetzen; sprechen Sie vor Änderungen IMMER mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
  • Bei anhaltenden Beschwerden ärztliche Kontrolle der Prostatafunktion einplanen.
  • Bei Schwindel, Ohnmacht oder allergischen Symptomen Arzt/Notruf kontaktieren.
  • Sollten Sie eine Einnahme vergessen haben, holen Sie diese am selben Tag nach. Überspringen Sie die vergessene Dosis, falls es beinahe Zeit für die nächste Tablette ist. Niemals Doppel-Dosis einnehmen!

Alternativen zur Behandlung der BPH (kostenübernommen durch die österreichische Krankenkasse)

  • Tamsulosin: Ähnlicher Alpha-Blocker, insbesondere bei Blasenbeschwerden. Vorteil: weniger Risiko der Blutdrucksenkung. Nachteil: atypisches Ejakulationssyndrom möglich.
  • Doxazosin und Terazosin: Ebenfalls Alpha-Blocker, größere Wirkung auf Blutdruck.
  • 5-alpha-Reduktase-Hemmer (Finasterid, Dutasterid): Besonders bei stark vergrößerter Prostata. Nachteil: Wirkung setzt langsamer ein, teilweise sexuelle Nebenwirkungen.
  • Pflanzliche Präparate (z. B. Sägepalmenextrakt): Umstrittene Wirksamkeit, ggf. mildere Symptome.
  • Chirurgische Maßnahmen (TURP, Laserablation): Bei starker Symptomlast oder Komplikationen.

Alle genannten Alternativen sind bei entsprechender Indikation und ärztlicher Verordnung in Österreich erstattungsfähig durch die Sozialversicherung (ÖGK, BVAEB, SVS).

Rechtliches, Zulassungs- & Erstattungsstatus in Österreich

  • Uroxatral und Alfuzosin sind verschreibungspflichtig (Apothekenpflicht; Rezept erforderlich).
  • Zugelassen durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES – Österreichische Zulassungsstelle).
  • Erstattung erfolgt über die österreichische Sozialversicherung bei BPH-Diagnose.
  • Im österreichischen Erstattungskodex (EKO-Gesamtliste) geführt.
  • Nur die verschreibungsgemäße Anwendung ist abgesichert (keine Off-Label-Erstattung).

Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • 2022, “S2e-Leitlinie: Behandlung des benignen Prostatasyndroms” (DGU, Österreichische Gesellschaft für Urologie): Alfuzosin weiterhin als Erstlinientherapie bei mittelschweren bis schweren BPH-Beschwerden empfohlen.
  • D.E. Rohrmann et al., Aktuelle Urologie 2023: Bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit im Langzeitgebrauch, keine signifikanten neuen Sicherheitsrisiken.
  • European Association of Urology (EAU) Guidelines 2024: Bevorzugt Alpha-Blocker, darunter Alfuzosin, für mittel- bis schwergradige LUTS („lower urinary tract symptoms“).

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Preise (Stand 2024)

Packungsgröße Einheiten (Tabletten) Apothekenpreis (ca.)
Klein 30 ca. 28 €
Mittel 60 ca. 51 €
Groß 100 ca. 82 €

Lieferzeiten Beliebte Städte (Express- und Standardversand, ca.)

Stadt Standardlieferung Express
Wien 1–2 Werktage <24 Stunden
Graz, Linz, Salzburg 1–3 Werktage 1 Werktag
Innsbruck, Klagenfurt 2–4 Werktage 1–2 Werktage

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen zu Alfuzosin (Uroxatral)

  • 1. Wie lange dauert es, bis Alfuzosin wirkt?
    Die Symptome verbessern sich oft schon in den ersten Tagen, die maximale Wirkung tritt meist nach 1–2 Wochen ein.
  • 2. Kann ich Alfuzosin mit meinen anderen Herzmedikamenten kombinieren?
    Bitte klären Sie dies unbedingt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, da es Wechselwirkungen mit einigen Blutdruck- und Herzmedikamenten geben kann.
  • 3. Ist Alkohol während der Behandlung erlaubt?
    Alkohol verstärkt mögliche Kreislauf-Nebenwirkungen (z. B. Schwindel, Blutdruckabfall) und sollte während der Behandlung vermieden oder stark eingeschränkt werden.
  • 4. Was mache ich, wenn ich die Einnahme einmal vergesse?
    Die vergessene Dosis am selben Tag nachholen, aber keine doppelte Dosis einnehmen! Bei Unsicherheiten wenden Sie sich bitte an Ihre Apotheke oder Arztpraxis.
  • 5. Ist die Behandlung mit Alfuzosin auf Dauer sicher?
    Langzeitstudien und Leitlinien bestätigen die Sicherheit bei kontinuierlicher ärztlicher Kontrolle. Regelmäßige Prostatavorsorge bleibt dennoch wichtig.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung durch medizinisches Fachpersonal. Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen an Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

10mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill