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Stugeron (Cinnarizine)

€73.63

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Stugeron enthält den Wirkstoff Cinnarizin und wird zur Vorbeugung sowie Behandlung von Schwindel, Reisekrankheit und Gleichgewichtsstörungen eingesetzt. Es hilft, Übelkeit und Schwindelsymptome zu lindern, indem es die Durchblutung im Innenohr verbessert. Stugeron wird häufig gut vertragen. Bei Unsicherheiten oder bestehenden Vorerkrankungen sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Apothekerin bzw. Ihrem Apotheker.

Stugeron® (Cinnarizin) – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Cinnarizin
Markenname in Österreich Stugeron®
ATC-Code N07CA02
Verfügbare Darreichungsform und Stärken Tabletten zu 25 mg und 75 mg
Hersteller Johnson & Johnson / lokale Partnerapotheken
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (ärztliche Verordnung erforderlich)

Wirkmechanismus

Cinnarizin, der Wirkstoff in Stugeron®, gehört zur Gruppe der selektiven Kalziumkanal-Blocker und Antihistaminika. Für Patient:innen bedeutet dies, dass das Arzneimittel bestimmte Nervenzellen im Gehirn und Innenohr beruhigt, die für das Gleichgewicht zuständig sind. Dadurch kann Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen bei Reisekrankheit und anderen Gleichgewichtsstörungen gelindert werden.
Für Fachkreise: Cinnarizin blockiert selektiv L-Typ Calciumkanäle und H1-Histaminrezeptoren, beeinflusst die endotheliale Vasodilatation und mindert die Übererregbarkeit der Vestibulariskerne.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Cinnarizin wird nach oraler Einnahme rasch vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen (maximale Plasmakonzentration innerhalb von 2-4 Stunden).
  • Metabolismus: Ausgedehnte hepatische Metabolisierung in der Leber, vor allem durch CYP2D6.
  • Ausscheidung: Überwiegend renale Elimination (Urin), teils als inaktive Metaboliten über den Stuhl.
  • Wirkdauer: Effekte halten für etwa 4-6 Stunden an.

Anwendung im Alltag & Praktische Hinweise

  • Typische Dosierung: Erwachsene nehmen meist 1-2 Tabletten (25 mg) bis zu drei Mal täglich ein.
  • Verabreichung: Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit schlucken. Bei Reisekrankheit sollte die erste Dosis etwa 2 Stunden vor Reiseantritt eingenommen werden.
  • Kinder: Ab 5 Jahren darf Cinnarizin – nach ärztlicher Verordnung – reduziert dosiert verabreicht werden.
  • Speziell für Österreich: Aufgrund häufiger Freizeitaktivitäten in den Alpen (Wandern, Bergfahrten, Schiffsreisen am Bodensee) wird Stugeron® oft prophylaktisch zur Vorbeugung von Reiseübelkeit verwendet.

Einnahme morgens vs. abends

  • Morgens: Vorteilhaft bei Aktivitäten tagsüber (z. B. Ausflüge, Autofahrten). Kann aber zu Tagesmüdigkeit führen.
  • Abends: Kann helfen, Benommenheit am Tag zu minimieren, eignet sich insbesondere für Patienten mit Schwindel in Ruhe oder bei nächtlichen Beschwerden.
  • Tipp: Möglichst regelmäßig zur gleichen Uhrzeit einnehmen. Tabletten können, je nach Indikation, aufgeteilt werden; die Apothekenteams beraten gerne individuell.

Einnahme mit oder ohne Mahlzeit

Generell empfiehlt es sich, Stugeron® nach einer Mahlzeit einzunehmen, um Magenverträglichkeit zu erhöhen. Es gibt keine strengen österreichischen Ernährungsvorgaben, aber besonders bei empfindlichem Magen in Kombination mit Brot, Joghurt oder einer kleinen Mahlzeit einnehmen. Starke, fettige Speisen oder große Mahlzeiten verzögern die Resorption und können die Wirkung abschwächen. Auf hochprozentigen Alkohol sollte strikt verzichtet werden.

Wechselwirkungen

Substanz/Gruppe Interaktion Empfehlungen
Alkohol Verstärkt Schläfrigkeit/Müdigkeit Meiden oder stark einschränken
Beruhigungs- und Schlafmittel (Benzodiazepine, Z-Substanzen) Verstärkte sedierende Wirkung Nur unter strenger ärztlicher Kontrolle anwenden
Antidepressiva (v.a. trizyklische) Gegenseitige Verstärkung der Nebenwirkungen Regelmäßige Kontrolle empfohlen
Antihypertensiva (Blutdrucksenker) Verstärkte Blutdrucksenkung möglich Blutdruck regelmäßig kontrollieren
Grapefruit(-Saft) Mögliche Änderung des Metabolismus Vermeiden
ZNS-dämpfende Medikamente Erhöhte Gefahr von Benommenheit Vorsicht angebracht
Antikoagulanzien (blutverdünnend) Mögliches Wechselwirkungspotenzial Blutgerinnung überwachen

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Indikation Status (Österreich) Hinweis
Vorbeugung und Behandlung der Reisekrankheit (Kinetose) Zugelassen Standardindikation, auch für Schifffahrten & alpines Reisen
Therapie von vestibulären Schwindelsyndromen Zugelassen Morbus Menière, idiopathischer Schwindel
Gefäßbedingte Hirndurchblutungsstörungen (leichte Formen) Abgesetzt/Off-label Nicht Erstwahl, nur nach ärztlicher Rücksprache
Off-label: Übelkeit bei Migräne Off-label Nur auf ärztliche Empfehlung

Dosierung nach Indikation (Erwachsene, Kinder, Ältere)

Anwendergruppe Kinetose/Schwindel Hinweis
Erwachsene 25–50 mg alle 8 Stunden (max. 150 mg/Tag)
Kinder (5–12 J.) 12,5–25 mg alle 8 Stunden (max. 75 mg/Tag) Nur nach ärztlicher Rücksprache
Ältere Menschen Reduzierte Dosis empfohlen (z. B. 25 mg 2x/Tag) Auf Nebenwirkungen besonders achten

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

  • Sehr häufig (≥1/10): Müdigkeit, Schläfrigkeit, leichte Benommenheit
  • Häufig (1/100 bis <1/10): Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden (leichte Übelkeit, Verstopfung), Kopfschmerzen, Gewichtszunahme
  • Gelegentlich (1/1.000 bis <1/100): Allergische Reaktionen (Hautausschlag), Hautjucken
  • Selten (<1/1.000): Extrapyramidal-motorische Störungen (bei sehr langer/langer Anwendung), Leberfunktionsstörungen, Hypotonie
  • Achtung: Bei anhaltender starker Benommenheit, Bewegungsstörungen oder Gelbsucht bitte sofort ärztliche Hilfe aufsuchen.

Anwendungshinweise & Beratung durch Apotheke/Klinik

  • Nicht während Schwangerschaft/Stillzeit anwenden ohne Rücksprache mit dem Arzt/der Ärztin.
  • Nicht mit Alkohol kombinieren; Vorsicht bei Aktivitäten mit Unfallgefahr (z. B. Autofahren, Radeln in den Bergen, Maschinen bedienen).
  • Die Tabletten dürfen nicht zerdrückt oder aufgelöst eingenommen werden.
  • Prüfung auf andere eingenommene Medikamente und Allergien, Beratung in Ihrer Apotheke vor Ort.
  • Lagerung: Trocken und nicht über 25°C lagern.
  • Im Falle vergessener Einnahme nicht die doppelte Dosis einnehmen, einfach zum nächsten geplanten Zeitpunkt fortsetzen.

Alternative Behandlungsoptionen (erstattet durch ÖGK/NFZ)

  • Dimenhydrinat (z. B. Vomex®): Ebenfalls Antihistaminikum; rascher Wirkungseintritt, aber stärker sedierend. Erstattungsfähig (NFZ).
  • Scopolamin (z. B. Scopoderm® Pflaster): Verschreibungspflichtig, wirksam bei starker Kinetose, kann anticholinerge Nebenwirkungen verursachen.
  • Ingwer-Präparate: Für leichte Reisekrankheit (OTC), nebenwirkungsarm, Wirkung klinisch etwas schwächer.
  • Vestibuläre Rehabilitation: Nicht-medikamentöse Alterative z. B. Physiotherapie.

Rechtlicher Status & Kostenübernahme in Österreich

  • Regulierung: Überwachung durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES Medizimarktaufsicht).
  • Verschreibungspflicht: Ja, Rezept erforderlich.
  • Erstattung: Wird für eindeutige Indikationen (z. B. Schwindel, Kinetose) von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK/NFZ) übernommen.
  • OTC-Verkauf: Nicht zulässig (nur in Apotheken, mit Rezept).

Neuste Forschung & Klinische Leitlinien (2022–2025)

  • Laut der aktualisierten deutschen S2k-Leitlinie „Akuter Schwindel“ (DGN 2023) bleibt Cinnarizin eine bewährte Option zur Therapie gutartiger vestibulärer Syndrome.
  • Studien (Lotfi et al., 2022, Deutsches Ärzteblatt) zeigten weiterhin Überlegenheit gegenüber Placebo und vergleichbare Effektivität zu Dimenhydrinat bei geringerer Tagesmüdigkeit.
  • Österreichische Kompendien empfehlen Cinnarizin insbesondere für Patient:innen mit Schwindel im Rahmen von Innenohrerkrankungen.
  • Langzeitanwendung wird wegen potentiell extrapyramidaler Nebenwirkungen (v. a. bei älteren Menschen) aktuell kritisch gesehen.

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Lieferzeiten

Packungsgröße Tabletten/Packung Indikativer Preis (Stand 2024)
kleine Packung 30 ca. 14 EUR
große Packung 100 ca. 39 EUR

Lieferregion Standardlieferzeit
Wien 1 Werktag
Graz 1–2 Werktage
Innsbruck 2 Werktage
Linz 1–2 Werktage
Salzburg 1–2 Werktage
Kärnten, Vorarlberg 2–3 Werktage

FAQ – Häufige Fragen & Antworten

  1. Kann Stugeron® mit anderen Reisetabletten kombiniert werden?
    Eine Kombination unterschiedlicher Antihistaminika (z. B. Dimenhydrinat und Cinnarizin) ist nicht empfehlenswert. Im Zweifel Rücksprache mit Arzt/Apotheker.
  2. Darf ich nach Einnahme von Stugeron® Auto fahren oder Sport treiben?
    Nein, direkt nach Einnahme nicht zu empfehlen. Cinnarizin kann Müdigkeit verursachen und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen.
  3. Ist Stugeron® für Kinder geeignet?
    Ja, ab 5 Jahren und nur unter ärztlicher Kontrolle. Dosierung entsprechend niedriger. Kleine Kinder sollten keine Tabletten ohne Betreuung einnehmen.
  4. Muss ich die Tabletten immer zur gleichen Zeit einnehmen?
    Regelmäßige Einnahme zur gleichen Tageszeit fördert eine gleichmäßige Wirkung und Verträglichkeit.
  5. Worauf muss ich bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente achten?
    Wichtige Arzneimittelinteraktionen finden Sie oben. Im Zweifel immer Ihre/n Ärzt:in oder Apotheker:in informieren!

Fazit

Stugeron® (Cinnarizin) ist ein bewährtes, rezeptpflichtiges Arzneimittel zur Behandlung und Vorbeugung von Schwindel und Reiseübelkeit in Österreich. Mit klarer Dosierung, zuverlässiger Wirkung und guter Verträglichkeit ist es fester Bestandteil der Behandlung vestibulärer Erkrankungen, sofern ärztliche Verordnung vorliegt. Für eine individuelle Beratung besuchen Sie bitte Ihre örtliche Apotheke oder sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25mg

Paket: No selection

50 pill, 100 pill, 150 pill