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Imdur (Isosorbide)

€32.91

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Imdur enthält den Wirkstoff Isosorbid und wird zur Vorbeugung von Brustschmerzen (Angina pectoris) eingesetzt, die durch Durchblutungsstörungen des Herzens entstehen können. Das Arzneimittel erweitert die Blutgefäße und entlastet dadurch das Herz. Imdur wird in Tablettenform eingenommen und ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Bitte nehmen Sie Imdur genau nach Anweisung Ihres Arztes ein und kontaktieren Sie ihn bei Fragen oder Nebenwirkungen.

Imdur (Isosorbid) – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Basisinformationen zum Arzneimittel

Wirkstoff: Isosorbid-5-mononitrat (INN)
Handelsnamen in Österreich: Imdur®, Isoket®, Monoket®, Isosorbid-5-Mononitrat Generika
ATC-Code: C01DA14
Verfügbare Darreichungen: Retardtabletten (30 mg, 60 mg, 120 mg), herkömmliche Tabletten
Hersteller: Orion, Actavis, ratiopharm u. a.
Verschreibungsstatus: Rezeptpflichtig (Kassenleistung, sofern Indikation erfüllt)

Wirkmechanismus (für Patienten und Spezialisten)

Imdur enthält Isosorbid-5-mononitrat, einen Wirkstoff aus der Gruppe der organischen Nitrate. Er entspannt gezielt die Blutgefäße, insbesondere die Venen, durch Freisetzung von Stickstoffmonoxid (NO). Für Patienten vereinfacht: Die Gefäße werden „weiter“, das Herz muss weniger Kraft aufwenden, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Für medizinisches Fachpersonal: Der Wirkstoff aktiviert die Guanylatzyklase, erhöht intrazelluläres cGMP und führt zu einer Relaxation der glatten Gefäßmuskulatur. Dies senkt die Vorlast und verbessert die Perfusion des Herzmuskels, insbesondere bei koronarer Herzerkrankung.

Pharmakokinetik von Imdur

  • Resorption: Isosorbidmononitrat wird nach oraler Einnahme schnell und nahezu vollständig aufgenommen.
  • Metabolisierung: Kaum First-Pass-Effekt; wird in der Leber zu inaktiven Metaboliten umgewandelt.
  • Ausscheidung: Hauptsächlich renal (über die Niere); etwa 25 % unverändert.
  • Wirkeintritt: Tabletten: Bereits nach 20-40 Minuten. Retardpräparate: innerh. 30–60 Minuten.
  • Wirkdauer: 6–8 Stunden (Tabletten), bis zu 24 Stunden (Retardformen).

Anwendung im Alltag und bewährte Vorgehensweisen

  • Typische Dosis: Beginn meist mit 30–60 mg Retardtabletten 1 × täglich, ggf. Steigerung auf 120 mg nach ärztlicher Anweisung. Konventionelle Tabletten: 20–40 mg 2- bis 3-mal täglich.
  • Anwendung: Tabletten morgens, möglichst immer zur selben Zeit, unzerkaut mit Wasser einnehmen.
  • Umgang mit vergessener Einnahme: Nachholen, sofern 6 Stunden bis zur nächsten Dosis; sonst auslassen und regulär weitermachen.
  • Kombination mit Bewegung und gesunder Ernährung empfohlen.
  • Besonderheiten in Österreich: Häufig in Kombination mit Betablockern oder Kalziumantagonisten verschrieben.

Dosierung morgens vs. abends

  • Morgendliche Einnahme wird empfohlen, da sie einer sogenannten „Nitrattoleranz“ (Gewöhnungseffekt) vorbeugt.
  • Vorteile: Tagsüber maximale Wirksamkeit, optimale Gefäßentspannung bei Aktivität.
  • Nachteile abendlicher Einnahme: Toleranzentwicklung, eingeschränkte Wirkung am Folgetag.
  • Tipp: Einnahme nach dem Frühstück verbessert Verträglichkeit bei magenempfindlichen Patienten.

Einnahme zu den Mahlzeiten (deutsche/österreichische Essgewohnheiten)

  • Imdur kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Für Patienten mit Magenreizungen empfiehlt sich die Einnahme mit einem kleinen Glas Milch oder direkt nach dem Frühstück.
  • Österreichische Ernährungstipps: Auf schwer verdauliche, sehr fettreiche Speisen morgens verzichten, um mögliche Übelkeit nach Tabletteneinnahme zu reduzieren.

Interaktionswarnungen – Was ist zu beachten?

Interaktionspartner Gefahr/Risiko Empfehlung
Alkohol Verstärkte Blutdrucksenkung, Schwindel, Ohnmacht Meiden oder stark einschränken
PDE-5-Hemmer (z. B. Sildenafil, Viagra®) Lebensbedrohlicher Blutdruckabfall Nicht gemeinsam anwenden (mind. 24 h Abstand!)
Andere Blutdrucksenker Zusätzliche Blutdrucksenkung möglich Ärztliche Absprache, ggf. Dosisanpassung
Kalziumantagonisten/Betablocker Verstärkte Senkung des Blutdrucks Eine übliche Kombination; ärztliche Überwachung
Trizyklische Antidepressiva Verstärkte Kreislaufreaktionen Arztinformieren; Beobachtung
Grapefruitsaft Geringes Risiko, dennoch meiden Besser Wasser verwenden

Indikationen (Tabellarisch, offizielle und Off-Label)

Indikation Status Bemerkungen
Stabile Angina pectoris Offiziell Prävention von Anfällen, chronisch
Herzinsuffizienz (Kombinationstherapie) Offiziell Bei Therapieresistenz
Koronarsklerose/Ischämische Herzerkrankung Offiziell Symptomatische Behandlung
Pulmonal-hypertension Off-label Nur spezielle Fälle/universitäre Zentren
Raynaud-Syndrom Off-label Selten, individuell

Dosierung nach klinischer Indikation

Indikation Erwachsene Ältere Patienten Pädiatrie
Stabile Angina pectoris 60–120 mg Retardtablette 1x tgl. Wie Erwachsene, ggf. niedrigere Startdosis Nicht empfohlen
Herzinsuffizienz 20-40 mg/tab 2x tgl. oder 60–120 mg Retardform Wie Erwachsene, engmaschige Überwachung Nicht empfohlen
Prävention nach Herzinfarkt 20–40 mg/tab alle 8–12 Stunden Individuell, geringere Startdosis erwägen Nicht empfohlen

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig / Häufig: Kopfschmerzen, Schwindel, Hautrötung (Flush), Schwächegefühl.
  • Gelegentlich: Blutdruckabfall mit Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen.
  • Selten: Ohnmacht (Synkope), Herzrasen, allergische Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz).
  • Warnhinweise: Sofortige ärztliche Vorstellung bei starker Atemnot, Brustschmerz, Ohnmacht/Verlust des Bewusstseins!

Tipps zur richtigen Anwendung & Alltagshilfen (Empfehlung vor Ort)

  • Arzneimittel stets wie vom Arzt/der Ärztin verordnet einnehmen, nie eigenständig Dosis verändern.
  • Einnahme möglichst immer zur selben Tageszeit, vor allem morgens (um Toleranz zu vermeiden).
  • Tabletten nicht zerkauen, sondern unzerkaut mit Wasser schlucken.
  • Beim ersten Auftreten starker Kopfschmerzen Einnahmezeitpunkt etwas nach das Frühstück verlegen.
  • Vergessene Dosis nicht doppelt einnehmen!
  • Blutdruck regelmäßig kontrollieren.
  • Im Straßenverkehr & beim Bedienen von Maschinen in den ersten Tagen vorsichtig sein!
  • Besser kein Alkohol in Kombination mit Imdur.
  • Bei Reisen: genügende Tablettenmenge rechtzeitig besorgen, ggf. Einnahmezeit an Zeitzonen anpassen.

Alternative Therapieoptionen (Kassenleistung, Vor-/Nachteile)

  • Betablocker (z. B. Bisoprolol): Senken Herzfrequenz, bieten Schutz vor Rhythmusstörungen; Verträglichkeitsprobleme möglich.
  • Kalziumantagonisten (z. B. Amlodipin): Gut bei Spasmen; können Schwellungen hervorrufen.
  • Ivabradin (Procoralan®): Spezifisch für Herzfrequenz, keins für akutes Angina pectoris.
  • Ranexa® (Ranolazin): Reservepräparat, seltene Nebenwirkungen.
  • Organische Nitrate (Nitroglycerin-Sprays): Für akute Fälle, nicht für Dauertherapie.
  • Rehabilitation und Lebensstil-Änderung: Ernährung, Bewegung, Rauchstopp.

Fazit: Die Wahl der Therapie hängt von der individuellen Situation, Begleiterkrankungen und Verträglichkeit ab.

Rechtlicher Status & Erstattung in Österreich

  • Zulassung durch: Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), EMA.
  • Kassenfinanziert: Ja, im Erstattungskodex (EKO) unter Indikationsstellung (A/B Position).
  • Rezeptpflicht: Ja; Verordnung durch Ärztin/Arzt erforderlich.
  • PZN: Produktbezogene Pharmazentralnummer für jede Packung.

Neueste Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • ESC-Update 2023 (European Society of Cardiology): Organische Nitrate weiterhin Standard zur Symptomkontrolle bei KHK, bevorzugt als Zweitlinientherapie.
  • Empfohlen, Nitrate bei Betablocker- und Kalziumantagonisten-Unverträglichkeit einzusetzen.
  • Langzeitgebrauch: Toleranzprophylaxe durch nitratarme Intervalle (mind. 10–12 Stunden pro Tag)
  • Deutsche und österreichische Gesellschaft für Kardiologie (DGK/ÖKG, 2024): Kombinationsbehandlung gemäß individuellem Risikoprofil empfohlen.
  • Quelle: M. Böhm et al., ESC-Guidelines on chronic coronary syndromes, European Heart Journal 2023.

Verfügbarkeit, Packungsgrößen und Lieferzeiten (inkl. Preise/Versand in AT)

Packungsgröße Inhalt UVP (€) Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Innsbruck
Kleine Packung 30 Retardtabletten (60 mg) 19,80 24 Std. 24–48 Std. 48 Std.
Große Packung 100 Retardtabletten (60 mg) 52,90 24 Std. 24–48 Std. 48 Std.
Generika 100 Retardtabletten (60 mg) ab 34,00 24 Std. 24–48 Std. 48 Std.

FAQ – Häufige Patientenfragen zu Imdur

  1. Muss ich Imdur ein Leben lang einnehmen?
    Nicht immer. Die Behandlungsdauer richtet sich nach Ihrer Grunderkrankung. Bei gleichbleibender KHK meist Dauertherapie; Anpassung nur nach ärztlicher Rücksprache.
  2. Darf ich Imdur mit meinen anderen Herzmedikamenten zusammen nehmen?
    In den meisten Fällen ja. Wichtig ist, den Arzt/die Ärztin über alle Ihre Arzneimittel zu informieren. Besonders auf keine gleichzeitige Einnahme mit Potenzmitteln achten (PDE-5-Hemmer!).
  3. Was mache ich bei starken Kopfschmerzen nach Einnahme?
    Das ist zu Beginn häufig. Kopfschmerzen lassen meist nach einigen Tagen nach. Einnahmezeitpunkt ggf. nach hinten verschieben oder nach dem Essen einnehmen. Falls zu belastend: Arzt informieren.
  4. Kann ich mit Imdur Sport treiben?
    Ja, im Regelfall. Passen Sie die Intensität an Ihr Herzleiden an und besprechen Sie Ihr Sportprogramm mit Ihrem behandelnden Kardiologen. Anfangs auf Schwindel/Kreislauf achten.
  5. Was passiert, wenn ich eine Tablette vergesse?
    Kein Grund zur Sorge. Holen Sie die Einnahme nach, wenn weniger als 6 Stunden bis zur nächsten Dosis verbleiben. Ansonsten warten Sie bis zur nächsten regulären Einnahme.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

20mg, 30mg, 40mg, 60mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 240 pill, 360 pill