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Celexa (Citalopram)

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Celexa (Citalopram) ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und Angststörungen. Es gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und hilft, das Gleichgewicht von Botenstoffen im Gehirn zu verbessern. Celexa wird meist einmal täglich eingenommen und unterstützt dabei, Stimmung und Wohlbefinden zu stabilisieren. Die Einnahme sollte nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Sprechen Sie bei Fragen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Celexa (Citalopram): Umfassende Produktbeschreibung für Patientinnen und Patienten in Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN)Citalopram
AT-Markenname(n)Celexa®, Cipramil®, generische Präparate
ATC-CodeN06AB04
Verfügbare Darreichungsformen und StärkenFilmtabletten zu 10 mg, 20 mg, 40 mg; Lösung zum Einnehmen
HerstellerMeist Lundbeck (Originalpräparat), verschiedene Generikaanbieter (z.B. Sandoz, ratiopharm)
VerschreibungsstatusRezeptpflichtig (Rp.) gemäß AMG/EU-Richtlinie

Wirkmechanismus

Für Patientinnen und Patienten: Citalopram gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI). Diese Medikamente erhöhen die Konzentration des „Glückshormons“ Serotonin im Gehirn, was zu einer Besserung von Stimmung und Antrieb führen kann, vor allem bei Depressionen und Angststörungen.
Für Fachpersonal: Celexa hemmt spezifisch und selektiv die Wiederaufnahme von Serotonin in den präsynaptischen Spalt, ohne signifikanten Einfluss auf Noradrenalin oder Dopamin. Dadurch erhöht sich die Verfügbarkeit von Serotonin an den postsynaptischen Rezeptoren.

Pharmakokinetik (Aufnahme, Verstoffwechselung, Ausscheidung, Wirkdauer)

  • Resorption: Nach oraler Einnahme wird Citalopram rasch und nahezu vollständig resorbiert (Bioverfügbarkeit ca. 80%).
  • Plasmaspitzenwerte: 2–4 Stunden nach Einnahme.
  • Metabolisierung: Hauptsächlich Leber (CYP2C19, CYP3A4), sekundär CYP2D6.
  • Elimination: Über Leber (Metaboliten) und Niere (etwa 12–23% unverändert).
  • Halbwertszeit: Ca. 35 Stunden, daher nur 1x täglich notwendig.

Anwendung im Alltag & Praktische Hinweise (deutscher/allgemein-österreichischer Kontext)

Typische Initialdosis für Erwachsene beträgt 20 mg 1x täglich morgens oder abends. Die Dosis kann je nach Ansprechen auf maximal 40 mg/Tag gesteigert werden. Ältere Menschen und Patienten mit Leberinsuffizienz beginnen meist mit 10 mg/Tag, Maximaldosis 20 mg/Tag. Unabhängig von der Tageszeit soll Celexa stets zur gleichen Uhrzeit, mit oder ohne Nahrung, eingenommen werden.

  • Filmtabletten ganz mit Wasser schlucken, nicht kauen oder zerbrechen.
  • Lösung mit Messpipette abmessen, ggf. in Wasser oder Saft geben.
  • Therapiebeginn: Zu Beginn kann es zu verstärkter Unruhe kommen – diese klingt meist nach 1–2 Wochen ab.
  • Durchhalten: Eine stimmungsverbessernde Wirkung zeigt sich meist erst nach 1 bis 2 Wochen, manchmal später.

Dosierung morgens versus abends – Vor- und Nachteile, Tipps zur Regelmäßigkeit

  • Morgens: Vorteilhaft bei Schlafstörungen, Aktivitätssteigerung tagsüber; für Berufstätige geeignet.
  • Abends: Kann bei starker Müdigkeit am Morgen vorteilhaft sein; erhöhtes Risiko von Schlaflosigkeit bei Einnahme zu spät am Abend.
  • Tipp: Am besten täglich zur gleichen Zeit einnehmen, am Anfang die Tageszeit beibehalten und nicht wechseln. Bei Nebenwirkungen wie Müdigkeit bzw. Schlaflosigkeit Rücksprache mit Arzt/Ärztin halten.

Einnahme mit oder ohne Nahrung – Einfluss von Mahlzeiten

Citalopram kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden – die Wirkung ist nicht stark von der Nahrungsaufnahme abhängig. Nach österreichischen Essgewohnheiten (dreimal täglich Brotmahlzeiten, warme Hauptmahlzeit) kann die Einnahme zu einer festen Tageszeit, z. B. morgens zum Frühstück oder abends zum Abendessen, die Regelmäßigkeit fördern. Bei empfindlichem Magen empfiehlt sich die Einnahme nach einem leichten Essen oder Joghurt.

Wechselwirkungen – Hinweise zu Nahrungsmitteln, Alkohol und anderen Medikamenten

Interaktionspartner Empfohlene Maßnahmen Hinweis für Patient:innen
Alkohol Vermeiden oder deutlich reduzieren Citalopram kann die Wirkung von Alkohol verstärken (z.B. Müdigkeit, Koordinationsprobleme)
MAO-Hemmer (z. B. Moclobemid, Selegilin) Strikte Kontraindikation Gefahr eines Serotonin-Syndroms – mindestens 14 Tage Abstand
Andere Antidepressiva (Trizyklika, Johanniskraut) Vorsicht, nur unter ärztlicher Kontrolle Erhöht Risiko für Nebenwirkungen/Wechselwirkungen
Antikoagulanzien/NSAR Blutungsrisiko steigt Regelmäßige Kontrolle von Blutungen, Arzt informieren
Hemmstoffe von CYP2C19/3A4 (z.B. Omeprazol, Fluconazol) Dosisanpassung möglich Mögliche Wirkverstärkung durch verzögerte Ausscheidung

Indikationen (zugelassene und Off-Label-Verwendung)

Indikation Zugelassen in Österreich Off-Label (ärztliche Entscheidung)
Depressive Episoden (mittelschwere/schwere Depression)
Panikerkrankung mit/ohne Agoraphobie
Zwangsstörungen*
Generalisierte Angststörung*
Soziale Angststörung*
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)*
* = Die Entscheidung für „off-label use“ liegt im ärztlichen Ermessen nach sorgfältiger Bewertung der Risiken und Nutzen.

Dosierung nach Indikation, Altersgruppen und Patientenstatus

Indikation / Patientengruppe Empfohlene Anfangsdosis Max. Tagesdosis
Erwachsene – Depression 20 mg/Tag 40 mg/Tag
Ältere Personen (≥65 J.) 10 mg/Tag 20 mg/Tag
Leberfunktionsstörung 10 mg/Tag 20 mg/Tag
Jugendliche (15–18 J.)* 10 mg/Tag 20 mg/Tag
Kinder <15 Jahre Keine ausreichenden Daten – keine routinemäßige Anwendung
* Die Anwendung erfolgt nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Facharzt.

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispiele für Nebenwirkungen
Sehr häufig (>10%) Übelkeit, Mundtrockenheit, vermehrtes Schwitzen, Schläfrigkeit bzw. Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen
Häufig (1–10%) Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme/-abnahme, Durchfall, Zittern, Unruhe, sexuelle Funktionsstörungen, Nervosität
Gelegentlich (0,1–1%) Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung), Krampfanfälle, Hautausschläge
Selten (<0,1%) Blutungsneigung (z.B. Nasenbluten), allergische Reaktionen, anhaltende Erektionsstörung
Sehr selten (<0,01%) Serotoninsyndrom: Unruhe, Fieber, Muskelzuckungen
  • Bei neuen oder ungewöhnlichen Symptomen unverzüglich ärztlichen Rat einholen.
  • Nie abrupt absetzen! Risiko von Absetzsymptomen (Schwindel, Missempfindungen, grippeähnliche Symptome).

Empfehlungen zur richtigen Anwendung in Österreich

  • Regelmäßigkeit ist entscheidend – vermeiden Sie Einnahmelücken durch Erinnerungshilfen (z.B. Dosette).
  • Therapie nicht frühzeitig beenden, auch wenn eine Besserung eintritt – Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.
  • Bei geplanten Wechselwirkungen (z.B. neue Medikamente vom Zahnarzt oder andere Ärzte) immer Präparate nennen.
  • Fahren und Bedienen von Maschinen: Zu Therapiebeginn oder bei Dosissteigerung ist Vorsicht geboten.
  • Im Rahmen der E-Medikation ist Celexa in Österreich gelistet und elektronisch über Apotheken verfügbar.

Alternativen (In Österreich erstattungsfähig/NFZ)

  • Andere SSRI: Sertralin, Escitalopram, Paroxetin, Fluoxetin – alle Kassenleistung
  • SNRIs: Venlafaxin, Duloxetin (bei bestimmten Indikationen erstattungsfähig)
  • Trizyklische Antidepressiva (z. B. Amitriptylin) – günstiger aber mit mehr Nebenwirkungen (Sedierung, Anticholinergika)
  • Mirtazapin, Agomelatin: Alternativen bei Schlafstörungen bzw. Unverträglichkeiten auf SSRI

Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren wie Begleiterkrankungen, Unverträglichkeiten, bisherigen Therapieversuchen und Ihren persönlichen Alltag ab. Die Auswahl sollte stets durch Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin erfolgen.

Rechtlicher Status, Zulassung und Erstattung in Österreich

  • Zulassung: Durch die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) sowie EMA; regelmäßig geprüft und überwacht.
  • Verschreibungspflichtig: Rezept durch niedergelassenen Haus- oder Facharzt/-ärztin erforderlich.
  • Erstattungsfähig: Die Basismedikation ist von allen Kassen (ÖGK, SVS, BVAEB) erstattungsfähig, u.a. als „chefarztfrei“ gelistet.
  • Elektronisches Rezept/E-Medikation: Citalopram/ Celexa kann über die E-Medikation in österreichischen Apotheken direkt eingelöst werden.

Aktuelle Forschung und Leitlinien (2022–2025)

  • Die aktualisierte S3-Leitlinie „Unipolare Depression“ der DGPPN/DGSP (2022) empfiehlt SSRI wie Citalopram weiterhin als Mittel der ersten Wahl aufgrund des günstigen Nutzen-Risiko-Verhältnisses – insbesondere bei älteren Patient:innen.
  • Studien der Universität Wien (2023) belegen Wirksamkeit auch in der Langzeitbehandlung; keine neuen Sicherheitsrisiken im Monitoring (Link).
  • Die European Medicines Agency (EMA) bestätigt in aktuellen Sicherheitsmitteilungen die bekannte QT-Verlängerungsproblematik: Citalopram nur bis 40 mg/Tag (Erwachsene), bei älteren <20 mg/Tag.

Verfügbarkeit & Versand – Präsentation, Preise und Zustellzeiten in Österreich

  • Übliche Packungsgrößen: 20, 28, 50, 100 Tabletten pro Packung.
  • Unverbindlicher Apothekenverkaufspreis (UVP): (Stand 2024)
    • 20 x 20 mg Tabletten: ca. 13–18 €
    • 50 x 20 mg Tabletten: ca. 25–36 €
    • Generika meist günstiger erhältlich.
  • Erhältlich in allen Vor-Ort- und Versandapotheken Österreichs, E-Medikation-Check empfohlen.
Stadt Vor-Ort-Abholung Standardversand Expressversand
Wien sofort (auf Lager) 1–2 Werktage bis 18 Uhr (Taggleich)*
Graz sofort (auf Lager) 1–2 Werktage bis 18 Uhr (Taggleich)*
Salzburg, Innsbruck, Linz sofort (auf Lager) 1–2 Werktage bis 18 Uhr (Taggleich)*
Klagenfurt, Bregenz, St. Pölten sofort (auf Lager) 2–3 Werktage am nächsten Werktag
* Je nach Apothekenservice (z.B. „Zentrale Medikamentensteuerung Wien“).

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Celexa (Citalopram)

  1. Wann merke ich eine Besserung der Symptome?
    In der Regel spüren Sie eine Stimmungsaufhellung nach 1 bis 2 Wochen der regelmäßigen Einnahme. Die volle Wirkung entfaltet sich meist nach 3 bis 4 Wochen.
  2. Muss ich Celexa lebenslang einnehmen?
    Nein. Die Therapiedauer wird individuell vom Arzt/der Ärztin festgelegt. Nach Abklingen der Symptome wird die Medikation meist langsam reduziert und abgesetzt.
  3. Kann ich Celexa mit anderen Medikamenten kombinieren?
    Informieren Sie immer Ihren Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Medikamente (inkl. freiverkäuflicher Präparate und pflanzlicher Mittel). Celexa kann mit bestimmten Wirkstoffen (z. B. MAO-Hemmern, bestimmten Schmerzmitteln) riskante Wechselwirkungen haben.
  4. Darf ich Auto fahren oder Maschinen bedienen?
    Zu Beginn der Behandlung oder bei Dosiserhöhung können Konzentrationsstörungen und Müdigkeit auftreten – fahren Sie dann kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen, bis Sie sicher wissen, wie Sie das Medikament vertragen.
  5. Kann Celexa abhängig machen?
    Nein, Citalopram ist nicht suchterzeugend. Ein plötzliches Absetzen kann jedoch zu Absetzsymptomen führen – daher langsam ausschleichen lassen, immer nach ärztlicher Rücksprache.

Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich an Ihre Apotheke oder Ihren behandelnden Arzt bzw. Ärztin. Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

10mg, 20mg

Paket: No selection

10 pill, 30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill