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Alfacip (Alfacalcidol)

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-25%
Alfacip enthält den Wirkstoff Alfacalcidol, eine spezielle Form von Vitamin D. Dieses Medikament wird angewendet, um einen Mangel an Vitamin D auszugleichen oder vorzubeugen, insbesondere bei Erkrankungen der Nieren oder Knochen wie Osteoporose. Alfacip unterstützt den gesunden Aufbau von Knochen und die Aufnahme von Kalzium. Die genaue Dosierung wird individuell vom Arzt bestimmt. Bitte nehmen Sie Alfacip immer wie verordnet ein.

Alfacip (Alfacalcidol): Umfassender Patientenratgeber für Österreich

Basisinformationen zum Produkt

Wirkstoff (INN) Alfacalcidol
Markennamen in Österreich Alfacip, One-Alpha, Dediol, Alpha D3
ATC-Code A11CC03
Verfügbare Darreichungsformen Kapseln (0,25 µg, 0,5 µg, 1 µg), Tropfenlösung, Injektionslösung
Hersteller Sun Pharma, LEO Pharma, Teva, diverse Generika-Hersteller
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (ärztliche Verordnung erforderlich)

Wirkmechanismus

Alfacalcidol ist eine aktive Vorstufe von Vitamin D3. Im Körper wird es in der Leber rasch zu Calcitriol (1,25-Dihydroxyvitamin D3) umgewandelt. Dieses Hormon trägt wesentlich zur Regulierung des Kalzium- und Phosphathaushalts bei. Es fördert die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm, deren Einbau in die Knochen und deren Rückresorption aus der Niere. Für medizinische Fachkreise: Im Unterschied zu Cholecalciferol benötigt Alfacalcidol keine Nierenhydroxylierung zur vollständigen Aktivierung und eignet sich daher besonders bei Niereninsuffizienz.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach oraler Gabe wird Alfacalcidol rasch aus dem Darm resorbiert (Bioverfügbarkeit ca. 80–100%).
  • Metabolisierung: Hauptsächlich in der Leber durch 25-Hydroxylase zu 1,25-Dihydroxyvitamin D3 (Calcitriol).
  • Elimination: Hauptsächlich über die Galle, geringer Anteil renal (über die Niere).
  • Wirkdauer: Die biologische Halbwertszeit beträgt etwa 3–5 Stunden; die Wirkung kann jedoch bis zu 48 Stunden anhalten.

Anwendung im Alltag und Best Practices (Österreichischer Kontext)

  • Übliche Dosierung: Erwachsene: meist Startdosis 1 µg pro Tag; Dosisanpassung je nach Krankheitsbild und Blutwerten (Serumkalzium, Phosphat, Parathormon).
  • Kinderdosierung wird individuell berechnet, insbesondere bei Wachstums- oder Stoffwechselstörungen.
  • Kapseln sollten mit ausreichend Wasser eingenommen werden; Tropfen werden abgezählt eingenommen.
  • Die Behandlung sollte stets unter Kontrolle des Arztes erfolgen, regelmäßige Blutuntersuchungen sind notwendig.
  • Die Einhaltung einer kalziumarmen Diät ist in manchen Fällen ratsam; Ernährungsberatung durch den österreichischen Gesundheitsdienst ist sinnvoll.

Dosierung morgens oder abends?

  • Morgendliche Einnahme: Häufig empfohlen, da die Kalziumaufnahme und Vitamin-D-Wirkung biologisch tagesgesteuert sind. Möglicherweise geringeres Risiko für Hyperkalzämie.
  • Abendliche Einnahme: Ebenfalls möglich, sollte aber regelmäßig zur gleichen Zeit erfolgen.
  • Tipp: Entscheidend ist die konsequente und tägliche Einnahme zur gleichen Uhrzeit, um stabile Blutspiegel zu gewährleisten.

Einnahme zu den Mahlzeiten oder nüchtern?

  • Die Aufnahme von Alfacalcidol wird durch Nahrung leicht verbessert, da Vitamin-D-haltige Arzneimittel fettlöslich sind.
  • Eine Einnahme zu oder nach einer Mahlzeit, die einen kleinen Anteil Fett enthält, ist empfehlenswert. Dies entspricht auch der typischen österreichischen Ernährung.
  • Gleichzeitige Einnahme von großen Mengen kalziumreicher Nahrungsmittel (z. B. Milchprodukte) sollte ggf. vermieden werden – bitte an die individuelle ärztliche Empfehlung halten.

Wechselwirkungen (Interaktionen)

Substanz/Nahrungsmittel Interaktionspotenzial Empfehlung
Thiazid-Diuretika Erhöhtes Risiko für Hyperkalzämie Regelmäßige Kalziumkontrolle
Digitalis-Glykoside Verstärkte Arrhythmie-Gefahr bei Hyperkalzämie Vorsicht, engmaschige Überwachung
Antikonvulsiva (z. B. Phenytoin) Verminderte Wirkung durch Beschleunigung des Vitamin-D-Abbaus Evtl. höhere Dosis erforderlich
Aluminium- oder magnesiumhaltige Antazida Verstärktes Risiko für Hypermagnesiämie (bei Niereninsuffizienz) Alternativen erwägen
Alkohol Kann die Leberfunktion beeinträchtigen – beeinflusst Vitamin-D-Stoffwechsel Alkoholkonsum minimieren
Grapefruitsaft Kann den Leberstoffwechsel beeinflussen Besser meiden

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Indikation Zugelassen (offiziell zugelassen) Off-Label-Einsatz
Renale Osteodystrophie (Knochenkrankheit bei chronischer Niereninsuffizienz) Ja -
Rachitis und Osteomalazie (Vitamin-D-Mangelzustände) Ja -
Hypoparathyreoidismus (Unterfunktion der Nebenschilddrüse) Ja -
Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und älteren Menschen Nein Ja (nach individueller, ärztlicher Abwägung)

Dosierung je nach klinischer Indikation

Patientengruppe / Indikation Empfohlene Startdosis Maximaldosis
Erwachsene (renale Osteodystrophie, Osteomalazie) 1 µg/Tag 3 µg/Tag (individuelle Anpassung nach Blutwerten)
Kinder & Jugendliche 0,05–0,1 µg/kg/Tag Je nach Gewicht und Verlauf bis 2 µg/Tag
Ältere Patienten (>65 J.) 0,5–1 µg/Tag 2 µg/Tag (besonders sorgfältige Überwachung)
Patienten mit Leberinsuffizienz Keine Anpassung meist notwendig, aber engmaschige Kontrollen empfohlen -

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

  • Sehr häufig: Erhöhte Kalziumwerte im Blut oder Urin (Hyperkalzämie, Hyperkalziurie), manchmal Durst, Übelkeit, Appetitlosigkeit.
  • Häufig: Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Verstopfung), Kopfschmerzen, Müdigkeit.
  • Gelegentlich: Hautausschlag, Juckreiz.
  • Selten: Nierensteine (Nephrolithiasis), schwere Nierenfunktionsstörungen.
  • Warnhinweise: Vorsicht bei bestehender Niereninsuffizienz sowie bei Patienten mit einer Neigung zu Nierensteinen.
  • Regelmäßige Kontrolle der Blutkalzium- und Phosphatspiegel ist unbedingt erforderlich.

Ratschläge zur Anwendung - Tipps vom Apotheker für Österreich

  • Tabletten/Kapseln immer mit Wasser einnehmen, nicht mit Milch oder Grapefruitsaft.
  • Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern sowie lichtgeschützt lagern.
  • Blutwerte regelmäßig beim Hausarzt oder Nephrologen kontrollieren lassen.
  • Bei ersten Anzeichen einer Überdosierung (anhaltender Durst, Übelkeit, Schwäche) bitte sofort an Arzt oder Apotheke wenden.
  • Während Alfacalcidol-Therapie jegliche Vitamin-D- und Kalzium-Präparate mit dem behandelnden Arzt absprechen.
  • Eigenverantwortlicher Medikamentenabbruch ist zu vermeiden!

Alternative Therapien (erstattungsfähig gemäß österreichischem Erstattungskodex/NFZ)

Alternative Vorteile Nachteile
Cholecalciferol (Vitamin D3) Natürlich, günstiger, für leichte Vitamin-D-Mängel ausreichend, breite Erfahrung Wirkung abhängig von Nierenfunktion
Calcitriol (1,25-Dihydroxyvitamin D3) Direkt aktive Form, keine Umwandlung nötig Höheres Risiko für Überdosierung und Nebenwirkungen, enge Dosisfindung erforderlich
Ergocalciferol (Vitamin D2) Alternativ bei speziellen Intoleranzen Geringere Bioaktivität als D3
Parathormon-Analoga (nur bei schwerer Nebenschilddrüseninsuffizienz) Zielgerichtete Therapie bei Hypoparathyreoidismus Sehr teuer, nur bei Spezialindikation

Rechtslage, Registrierung & Erstattung in Österreich

  • Alfacalcidol ist als rezeptpflichtiges Arzneimittel von der Österreichischen Arzneimittelbehörde (BASG/AGES MEA) zugelassen.
  • Für bestimmte Indikationen ist das Präparat erstattungsfähig gemäß Erstattungskodex (EKO) des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger.
  • In die jeweilige Datenbank aufgenommen (z. B. Austria Codex, EKO).
  • Verfügbarkeit in öffentlichen und Krankenhausapotheken, aber auch in spezialisierten Versandapotheken.

Neueste Studien & Leitlinien (Stand 2022–2025)

  • Großstudien wie die PRIMO-Studie bestätigen Wirksamkeit bei renaler Osteodystrophie (Lancet 2023; S2-5).
  • Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (Leitlinie 2023), Österreichische Gesellschaft für Endokrinologie und Stoffwechselmedizin: Alfacalcidol als Standard bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz wird weiterhin bestätigt.
  • Weiterentwicklung innovativer Vitamin-D-Analoga ist Gegenstand laufender Forschung; bisher dominiert Alfacalcidol weiterhin die therapeutischen Empfehlungen.
  • Quellen: https://www.nephrologie.de/leitlinien, GÖG Österreich.

Verfügbarkeit, Verkaufseinheiten und Lieferung

Paketgröße Typische Preise (Stand 2024, inkl. MwSt.) Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Salzburg
30 Kapseln (je 1 µg) zwischen 17–24 € 1 Tag 1–2 Tage 1–2 Tage
100 Kapseln (0,25 µg) ca. 29–36 € 1 Tag 1–2 Tage 1–2 Tage
1 Tropfenflasche (10 ml, 2 µg/ml) 13–18 € 1 Tag 2 Tage 2 Tage
5 Ampullen à 1 µg/ml (Injektion) 45–60 € 2 Tage 2–3 Tage 2–3 Tage

Häufig gestellte Patientenfragen (FAQ)

  • Wie schnell bemerke ich eine Wirkung?
    Die Wirkung zeigt sich meist nach wenigen Tagen, kann aber je nach Ausgangswerten einige Wochen bis zur Stabilisierung der Blutparameter dauern.
  • Darf ich Alfacalcidol zusammen mit anderen Vitamin-D-Präparaten einnehmen?
    Generell ist dies zu vermeiden, außer nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, da sonst Überdosierungsgefahr (Hyperkalzämie) besteht.
  • Kann ich während der Therapie uneingeschränkt Milchprodukte oder kalziumreiche Speisen essen?
    Die Kalziumaufnahme sollte individuell angepasst werden. Sprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt oder Ernährungsberater ab.
  • Muss ich meine Blutwerte regelmäßig kontrollieren lassen?
    Ja, regelmäßige Kontrollen von Kalzium, Phosphat und Parathormon sind vorgeschrieben, um Komplikationen zu vermeiden.
  • Wie bewahre ich Alfacalcidol richtig auf?
    Bewahren Sie Arzneimittel lichtgeschützt, trocken und bei maximal 25°C sowie außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

0.25mcg, 0.5mcg

Paket: No selection

30 cap, 60 cap, 90 cap, 120 cap, 180 cap