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Advair Diskus (Salmeterol+Fluticasone)

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-17%
Advair Diskus enthält zwei Wirkstoffe: Salmeterol und Fluticason. Es wird zur regelmäßigen Behandlung von Asthma und COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) angewendet. Salmeterol erweitert die Atemwege, während Fluticason Entzündungen in der Lunge reduziert. Dadurch kann das Atmen erleichtert und Asthmaanfällen vorgebeugt werden. Advair Diskus ist nur zur Inhalation bestimmt und sollte regelmäßig und wie vom Arzt verordnet angewendet werden.

Advair Diskus (Salmeterol + Fluticason) – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Internationaler Freiname (INN) Salmeterol + Fluticasonpropionat
Handelsnamen in Österreich Advair Diskus®, Seretide Diskus®
ATC-Code R03AK06
Verfügbare Dosierungen & Darreichungsformen Inhalationspulver im Diskus® Inhalator:
• 50 Mikrogramm Salmeterol / 100 Mikrogramm Fluticasonpropionat pro Dosis
• 50/250 Mikrogramm
• 50/500 Mikrogramm
Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) Austria
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (Rx); Apothekenpflichtig

Wirkmechanismus

Advair Diskus kombiniert zwei Wirkstoffe: Salmeterol, ein langwirksamer Beta2-Agonist (LABA), und Fluticasonpropionat, ein inhalatives Kortikosteroid (ICS).

  • Für Patienten einfach erklärt: Salmeterol erweitert die Atemwege, erleichtert das Atmen und beugt akuten Atemproblemen vor. Fluticason reduziert die Entzündung in den Bronchien und schützt so langfristig vor Asthmaanfällen beziehungsweise Verschlechterungen bei COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung).
  • Fachlich für Spezialisten: Salmeterol bindet hochselektiv an die Beta2-Adrenozeptoren der Bronchialmuskulatur, senkt den Muskeltonus durch cAMP-Steigerung und bewirkt eine langanhaltende Bronchodilatation. Fluticason hemmt die Synthese proinflammatorischer Zytokine und Lipidmediatoren in den Atemwegen und stabilisiert so die bronchiale Mukosa.

Pharmakokinetik

Parameter Salmeterol Fluticasonpropionat
Absorption Geringe systemische Bioverfügbarkeit bei Inhalation (<5%) Sehr geringe orale Bioverfügbarkeit (<1%), hoher First-Pass-Effekt
Metabolismus Leber, vor allem CYP3A4 Schnell in der Leber zu inaktiven Metaboliten
Elimination Fäzes (über Galle) Fäzes (über Galle)
Wirkdauer ~12 Stunden Bis zu 24 Stunden (bei regelmäßiger Anwendung)

Anwendung im Alltag & bewährte Praxis

Typische Dosierung (Erwachsene): Je nach Ausprägung der Erkrankung 2-mal täglich je 1 Inhalation (morgens und abends; Dosistärke gemäß ärztlicher Anordnung). Kinder erhalten in der Regel niedrigere Dosierungen.

Anwendung:

  • Öffnen Sie den Diskus® erst unmittelbar vor der Inhalation.
  • Atmen Sie kräftig und tief ein, halten Sie den Atem für ca. 10 Sekunden an, danach langsam ausatmen.
  • Nach der Anwendung Mund gründlich mit Wasser ausspülen und ausspucken (Vorbeugung gegen Pilzinfektionen im Mund).
  • Diskus® stets trocken und bei Raumtemperatur lagern.

Dosierung morgens oder abends – Empfehlungen und Tipps

Eine möglichst gleichmäßige Anwendung morgens und abends, jeweils etwa zur gleichen Zeit, ist empfehlenswert. Das unterstützt die Wirksamkeit und hilft, regelmäßige Inhalation zur Gewohnheit zu machen. Für Patienten mit häufig nächtlichen Symptomen kann eine abendliche Anwendung die Kontrolle nachts verbessern. Befolgen Sie stets die Dosierung Ihres behandelnden Arztes!

Einnahme mit oder ohne Nahrung – Einfluss von Mahlzeiten

Die inhalative Anwendung von Advair Diskus wird durch Nahrungsmittel nicht beeinflusst. Die Wirksamkeit bleibt gleich, ob vor oder nach einer Mahlzeit inhaliert wird. Es gibt keine restriktiven Vorgaben; österreichische Essgewohnheiten beeinträchtigen die Medikamentenwirkung nicht. Dennoch sollte die Inhalation idealerweise ein fester Bestandteil Ihrer Tagesroutine sein.

Interaktionen – Wichtige Warnhinweise

Interaktionspartner Empfohlene Maßnahme / Hinweis
Alkohol Ingewöhnlichen Mengen kein Risiko; hoher Konsum kann aber Immunsystem belasten
Grapefruitsaft Kann die Wirkung durch CYP3A4-Hemmung verstärken; Vorsicht bei häufigem Verzehr
Antimykotika (z.B. Itraconazol, Ketoconazol) Risiko für erhöhten Fluticason-Spiegel, daher Monitoring nötig
HIV-Proteasehemmer Können Corticoid-Nebenwirkungen verstärken
Betablocker (z.B. Metoprolol, Atenolol) Können die Wirkung von Salmeterol antagonisieren (abschächen)
Andere inhalative Medikamente Nur nach ärztlicher Empfehlung kombinieren!

Indikationen

Indikation Status
Asthma bronchiale (ab 4 Jahren) Zulassung
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) Zulassung
Off-Label: Allergisches Asthma bei Kindern <4 Jahre Off-Label, ärztliche Einzelfallentscheidung

Dosierung nach klinischer Indikation (Erwachsene, Kinder, Ältere)

Indikation Alter Empfohlene Anfangsdosis (2x täglich) Maximaldosis
Asthma Erwachsene/Jugendliche ab 12 J. 1 Inhalation 50/100–50/250 μg 1 Inhalation 50/500 μg
Asthma Kinder 4–11 J. 1 Inhalation 50/100 μg
COPD Erwachsene 1 Inhalation 50/250 μg 1 Inhalation 50/500 μg
Ältere Patienten ab ca. 65 J. keine Dosisanpassung erforderlich, aber ärztliche Kontrolle empfohlen

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Mögliche Nebenwirkungen Warnhinweise
Sehr häufig (>1/10) Heiserkeit, Pilzinfektion/Mundsoor Regelmäßiges Ausspülen des Mundes senkt das Risiko
Häufig (>1/100, <1/10) Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Husten, Herzrasen Meist vorübergehend
Selten (>1/10.000, <1/1.000) Allergische Reaktionen, paradoxer Bronchospasmus, Herzrhythmusstörungen Sofort ärztliche Hilfe!
Sehr selten (<1/10.000) Blutdruckanstieg, Wachstumsverzögerung bei Kindern Längerkontrolle beim Kinderarzt

Wichtiger Warnhinweis für Patienten mit schwerem Asthma oder COPD: Suchen Sie bei akuter Verschlechterung, anhaltender Atemnot oder ungewohnten Herzbeschwerden sofort ärztliche Hilfe auf!

Richtige Anwendung – Empfehlungen aus der Apotheke/Klinik

  • Vor der ersten Anwendung Einweisung durch pharmazeutisches oder ärztliches Fachpersonal.
  • Regelmäßige Reinigung des Mundstücks mit einem trockenen Tuch (nicht feucht oder nass!).
  • Diskus® nicht durchschütteln oder auseinandernehmen.
  • Nicht zur Akuttherapie eines Asthmaanfalls! Dazu stets ein kurzwirksames Notfallmedikament bereithalten.
  • Zur Erhöhung der Therapieadhärenz empfiehlt sich ein Inhalationstagebuch.
  • Wiederholte ärztliche Kontrolluntersuchungen (Lungenfunktion, Nebenwirkungen, Dosierung) werden gemäß österreichischen Leitlinien empfohlen.

Alternative Therapieoptionen (vergleichbare erstattete Präparate in Österreich)

  • Budesonid + Formoterol (z. B. Symbicort®): Flexiblere Dosierung, schnellere Wirkeintritt, auch als SMART-Therapie (Erwachsene)
  • Beclometason + Formoterol (z. B. Foster®): Geringer Reizfaktor, auch als Spray/DPIs
  • Fluticason + Vilanterol (z. B. Relvar®): Einmal tägliche Anwendung möglich
  • Mono-Kortikosteroide (Budesonid, Beclometason): Bei mildem Asthma manchmal ausreichend
  • Alle genannten Präparate sind in Österreich rezeptpflichtig und werden bei entsprechender Indikation meist von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet.

Vergleich: Advair Diskus kann im Vergleich zu Alternativen eine besonders gute Steuerbarkeit über die Dosierung bieten, ist jedoch auf die zweimal tägliche Anwendung festgelegt.

Rechtlicher Status, Zulassung & Kostenerstattung in Österreich

  • In Österreich zugelassen durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) als Verschreibungspflichtiges Arzneimittel.
  • Kassenvergütung durch alle österreichischen Sozialversicherungsträger (ÖGK, SVS, BVAEB), sofern medizinisch notwendig.
  • Nur auf ärztliches Rezept erhältlich; direkte Abgabe nur in Apotheken.
  • Keine Substitutionspflicht; Austausch durch Apotheken nur nach Rücksprache mit dem Arzt erlaubt.

Aktuelle wissenschaftliche Lage & Leitlinien (2022–2025)

  • Die Österreichische Gesellschaft für Pneumologie und die deutsche Nationale Versorgungsleitlinie Asthma/COPD empfehlen ICS/LABA-Kombinationen wie Advair/Seretide als zentralen Therapiepfeiler bei mäßigem bis schwerem Asthma bzw. COPD mit Exazerbationen (siehe DGP 2023, NVL Asthma 2023).
  • Kürzlich publizierte Studien (u. a. NEJM, ERJ 2023/2024) belegen eine verbesserte Lebensqualität und eine Reduktion der schweren Asthmaanfälle durch fixkombinierte Inhalatoren.
  • Beobachtungsdaten aus Österreich bestätigen den klinischen Nutzen und die gute Akzeptanz bei Kindern, Erwachsenen und älteren Patienten.

Empfehlung bleibt: Regelmäßige Kontrolle der Inhalationstechnik durch Apotheker/Ärzte verbessert den Therapieerfolg maßgeblich.

Verfügbarkeit & Lieferung

Paketgrößen Preis (unverbindlich, Stand Juni 2024) Lieferzeit gängige Städte (Werktage)
60 Einzeldosen 74–85 € (je nach Dosierung) Wien: 1–2, Graz: 2–3, Salzburg: 1–2, Linz: 2–3, Innsbruck: 2–3
120 Einzeldosen 138–154 € Wien: 1–2, Graz: 2–3, Salzburg: 1–2, Linz: 2–3, Innsbruck: 2–3

Advair Diskus ist österreichweit in öffentlichen und Onlineapotheken erhältlich. Die meisten Apotheken bieten auch eine Auslieferung nach Hause (z. B. über Apothekenlieferservice).

FAQ – Häufige Patientenfragen

  1. Kann ich Advair Diskus zur Akutbehandlung eines Asthmaanfalls verwenden?
    Nein, Advair Diskus ist ein Dauermedikament zur Vorbeugung. Für akute Anfälle benötigen Sie ein schnell wirksames Notfallspray (z. B. Salbutamol), das Sie stets griffbereit haben sollten.
  2. Darf ich Advair Diskus während einer Schwangerschaft oder Stillzeit anwenden?
    Im Regelfall ja, wenn Ihr Arzt dies empfiehlt. Bisherige Erfahrungen sprechen für eine Anwendung bei medizinischer Notwendigkeit. Informieren Sie dennoch den behandelnden Arzt und besprechen Sie jede Änderung Ihrer Medikation!
  3. Was muss ich tun, wenn ich eine Dosis vergesse?
    Holen Sie die vergessene Inhalation nicht nach. Fahren Sie mit der nächsten planmäßigen Dosis fort. Niemals die doppelte Menge inhalieren!
  4. Darf ich Sport treiben, wenn ich Advair Diskus benutze?
    Ja, regelmäßige körperliche Aktivität ist empfohlen und kann die Wirkung verbessern. Sprechen Sie bei belastungsabhängigen Beschwerden mit Ihrem Arzt.
  5. Wie erkenne ich, ob ich das Medikament richtig inhaliere?
    Lassen Sie sich die Inhalationstechnik beim ersten Mal in der Apotheke oder Praxis erklären und nehmen Sie regelmäßig Nachschulungen wahr. Unsachgemäße Inhalation ist eine häufige Ursache für mangelhafte Wirkung.

Weitere Auskünfte

Die Apotheke oder Ihr behandelnder Lungenfacharzt beraten Sie individuell zu Dosierung, Wechselwirkungen und optimaler Anwendung unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Lebenssituation.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100/50mcg, 250/50mcg, 500/50mcg

Paket: No selection

1 inhaler, 2 inhaler, 3 inhaler