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Seroflo Inhaler (Fluticasone + Salmeterol )

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Seroflo Inhaler enthält die Wirkstoffe Fluticason und Salmeterol. Dieses Arzneimittel wird zur Behandlung von Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) angewendet. Es hilft, Atemnot und Husten zu lindern und Entzündungen in den Atemwegen zu reduzieren. Seroflo wirkt sowohl vorbeugend als auch lindernd. Bitte wenden Sie den Inhalator regelmäßig an und folgen Sie stets den Anweisungen Ihres Arztes.

Seroflo Inhalator (Fluticason + Salmeterol) – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Basisinformationen zum Produkt

Internationaler Freiname (INN) Fluticasonpropionat + Salmeterol
Österreichische Handelsnamen Seroflo Inhaler, Viani, Seretide
ATC-Code R03AK06
Verfügbare Darreichungsformen & Wirkstärken Dosieraerosol: 25 µg/50 µg, 25 µg/125 µg, 25 µg/250 µg Salmeterol/Fluticason pro Hub
Pulverinhalator: gleiche Wirkstärken
Hersteller GSK (GlaxoSmithKline), Sandoz (für Generika)
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig nach §2 AMGelbgV
Vertrieb/Gerichtszulassung Gemäß Arzneimittelgesetz (AMG), Zulassung durch BASG/AGES MEA

Wirkmechanismus

Laiengerecht erklärt: Seroflo Inhalator enthält zwei Wirkstoffe. Fluticason ist ein Kortikosteroid, das Entzündungen in den Atemwegen reduziert und so Schwellungen und Schleimbildung verringert. Salmeterol ist ein langwirksames Atemwegserweiterungsmittel, das die Muskulatur in den Bronchien entspannt und so die Atmung erleichtert. Zusammen wirken sie effektiv gegen Beschwerden wie Atemnot, Husten und Engegefühl in der Brust, wie sie bei Asthma und chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) auftreten.

Für medizinische Fachpersonen: Fluticasonpropionat wirkt als topisches Glukokortikoid antiinflammatorisch durch Hemmung der Zytokinproduktion, Stabilisierung von Mastzellen, Hemmung der Eosinophilenmigration und Reduktion von Schleimhautschwellung. Salmeterol ist ein selektiver, langwirksamer β2-Adrenozeptor-Agonist, der die Bronchialmuskulatur entspannt und die mukoziliäre Clearance unterstützt. Durch die Kombination wird eine additive Symptomkontrolle mit reduzierter Exazerbationsrate erreicht.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Schnelle pulmonale Aufnahme, geringe orale Bioverfügbarkeit (<1%).
  • Metabolisierung: Fluticason überwiegend über CYP3A4 in der Leber, Salmeterol via CYP3A4/5 metabolisiert.
  • Elimination: Hauptsächlich biliär, minimale renale Ausscheidung.
  • Wirkdauer: Salmeterol ca. 12 Stunden, Fluticason ca. 24 Stunden bei regelmäßiger Anwendung.

Anwendung im Alltag & Best Practices

  1. Typische Dosierung: Erwachsene: 1–2 Inhalationen (je nach Stärke) 2× täglich. Kinder (ab 4–12 J.): 1 Inhalation 2× täglich (niedrigere Stärke). Senioren: Anpassung meist nicht erforderlich.
  2. Richtige Anwendung: Vor Gebrauch schütteln. Beim Ausatmen Mundstück an Lippen setzen, langsam einatmen und dabei den Inhalator betätigen. Kurz den Atem anhalten (ca. 10 Sek.), dann langsam ausatmen.
  3. Der Inhalator stets trocken, kühl und außer Reichweite von Kindern lagern.
  4. Regelmäßigkeit: Es ist wichtig, die Anwendung jeden Tag zur gleichen Zeit vorzunehmen. So gewöhnt sich der Körper an den Rhythmus, was den Therapieerfolg deutlich verbessert.
  5. Nach Anwendung Mund mit Wasser ausspülen, um Pilzinfektionen im Mundraum vorzubeugen.

Dosierung morgens vs. abends

  • Vorteil am Morgen: Vorbeugend gegen tagsüber höhere Allergenkonzentration, Konzentration bei Kindern/Arbeitstätigen optimal.
  • Vorteil am Abend: Nachtbeschwerden (nächtliche Asthmaanfälle) werden verringert.
  • Tipp: Ideal: Anwendung morgens und abends. Hauptsache, immer zur selben Zeit – das erhöht die Wirksamkeit.

Einnahme zu den Mahlzeiten oder nüchtern

  • Unabhängig von Mahlzeiten: Die Wirkung wird durch Essen, Trinken oder österreichische Ernährungsweisen nicht beeinflusst.
  • Empfehlung: Nach der Inhalation trinken Sie am besten ein Glas Wasser, aber vermeiden Sie unmittelbar danach Milchprodukte, die einen Film im Mund bilden können.

Wechselwirkungen: Warnhinweise

Interagiert mit Empfohlene Maßnahmen
Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ketoconazol, Ritonavir) Risiko systemischer Kortikoid-Nebenwirkungen steigt – Rücksprache mit Arzt!
Andere β2-Sympathomimetika Herzrhythmusstörungen möglich – Kombination vermeiden!
Bestimmte Antidepressiva (Trizyklika, MAO-Hemmer) Blutdruck- und Herzfrequenzsteigerung möglich – ärztliche Kontrolle.
Alkohol Keine direkte Interaktion, aber die Reaktionsfähigkeit kann eingeschränkt sein.
Grapefruitsaft Möglich, dass die Blutspiegel von Fluticason steigen – lieber meiden.

Indikationen

Offizielle Indikationen (Österreich, laut Beipackzettel und BASG-Zulassung) Off-Label/Weitere Anwendungen
  • Asthma bronchiale (ab 4 Jahren)
  • Symptomatische Behandlung und Prävention von COPD bei Erwachsenen
  • Schwere allergische Bronchitis (Einzelfallentscheidung, keine Kassenleistung)
  • Rasche Entzündungskontrolle (Kurzzeitgebrauch)

Dosierung nach Indikation

Indikation Erwachsene Kinder (4–12 J.) Ältere Menschen
Asthma bronchiale (leicht/mittel) 1 Hub 2× täglich (50/100 µg o. 50/250 µg) 1 Hub 2× täglich (50/100 µg) Wie Erwachsene, Kontrolle auf Nebenwirkungen
COPD 2× täglich (je nach Schweregrad, meist 50/250 µg) Off-Label, nicht empfohlen Wie Erwachsene, Kontrolle auf Nebenwirkungen

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

  • Häufig (≥1/10): Heiserkeit, Pilzinfektionen im Mund (Mundsoor), Kopfschmerzen, leichte Zittrigkeit.
  • Gelegentlich (≥1/100, <1/10): Herzklopfen, Muskelkrämpfe, erhöhte Pulsfrequenz, Husten direkt nach Inhalation.
  • Selten (<1/1000): Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Schwellung im Gesicht), Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Warnhinweise: Bei Atemnot direkt nach Anwendung sofort medizinische Hilfe anfordern! Nicht zur Behandlung akuter Anfälle geeignet.
  • Langzeitanwendung: Kinder: Wachstumskontrolle empfohlen. Erwachsene: Kontrolle des Augeninnendrucks/BZ bei Langzeitgebrauch.

Anwenderhinweise und praktische Tipps für Österreich

  1. Vor jedem ersten Gebrauch Inhalator wie in der Packungsbeilage beschrieben vorbereiten.
  2. Mundstück regelmäßig mit trockenem Tuch reinigen (niemals nass!).
  3. Bei Zweifel zur Handhabung: In der Apotheke oder im Hausarztzentrum in Ihrer Nähe nachfragen. Viele österreichische Apotheken bieten Inhalator-Checks an.
  4. Verwenden Sie bei starker Pollenbelastung oder langen Tagen mit erhöhter Feinstaubkonzentration (z. B. in Großstädten wie Wien, Linz oder Graz) den Inhalator besonders regelmäßig.
  5. Sichern Sie sich einen Ersatzinhalator für Reisezeiten oder Urlaube.

Therapiealternativen (in Österreich erstattungsfähig im Rahmen des Erstattungskodex/EKO)

  • Symbicort Turbuhaler (Budesonid+Formoterol): Rascher Wirkungseintritt, auch als Bedarfstherapie geeignet.
  • Breo Ellipta (Fluticasonfuroat+Vilanterol): 1× tägliche Gabe möglich.
  • Foster (Beclometason+Formoterol): Klassische Kombi, flexible Dosierung.
  • Monotherapie mit ICS oder LABA: Bei milden Verlaufsformen (eingeschränkt effizient).

Vorteile von Seroflo: Gute Wirksamkeit, breite Studienlage, erleichtert Therapieadhärenz.
Nachteile: Nur zur Vorbeugung/Erhaltung, nicht für akute Anfälle; Risiken systemischer Kortikoidwirkung bei Überdosierung.

Rechtliche, Zulassungs- und Erstattungsinformationen für Österreich

  • Zulassung: Durch Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG), kontrolliert von AGES.
  • Verschreibungsstatus: „Rezeptpflichtig“ gemäß Arzneimittelgesetz (AMG), Abgabe nur nach ärztlicher Verordnung.
  • Erstattung: Kassenleistung bei nachgewiesener Indikation. Aufnahme im Erstattungskodex (EKO) der Österreichischen Sozialversicherungsträger (SV, GKK, BVAEB, SVS).
  • Apothekenpflicht (Kategorie II): Keine Selbstmedikation, Beratung durch Apotheker empfohlen.

Aktuelle Forschung und medizinische Leitlinien (2022–2025)

  • GOLD- und GINA-Leitlinien 2023 empfehlen die Kombination ICS+LABA als Standard bei mittel- bis schwerem Asthma/COPD und unzureichender Kontrolle unter Monotherapie.
  • Neueste Studien zeigen, dass die Symptomkontrolle und Lebensqualität signifikant verbessert wird (z. B. GINA-Report 2024, GOLD 2023 Update, Österreichische Gesellschaft für Pneumologie).
  • Rahmenempfehlung: Regelmäßige ärztliche Kontrolle und Evaluierung der Therapie, um Über- und Unterbehandlung sowie Nebenwirkungen zu vermeiden.
  • Quellen: GOLD 2023 Report; GINA Pocket Guide 2024; Österreichische Gesellschaft für Pneumologie (2023).

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Lieferzeiten (Österreich)

Packungsgröße Indikativer Preis (EUR)* Verfügbarkeit Lieferzeit in Städten (Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck)
1 × 120 Hübe (25/125 µg) ca. 58–65 € Regelmäßig vorrätig Wien: 1–2 Tage, andere Städte: 2–4 Tage
1 × 60 Hübe (25/250 µg) ca. 34–40 € Häufig verfügbar Wien: 1 Tag, Land: 2–5 Tage
Mehrfachpackungen je nach Inhalt geringfügig günstiger/Staffelpreis Auf Bestellung 3–5 Tage

*Stand März 2024, Preise variieren je nach Größe, Region und Versicherung.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen und Antworten

  1. Kann Seroflo während der Schwangerschaft angewendet werden?
    Die Anwendung sollte nur nach strenger ärztlicher Abwägung und unter Aufsicht erfolgen. Bisherige Studien zeigen keine nennenswerten Risiken, aber der Nutzen muss größer als das potenzielle Risiko sein.
  2. Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?
    Holen Sie die vergessene Dosis baldmöglichst nach, sofern es nicht schon fast Zeit für die nächste ist. Auf keinen Fall die doppelte Menge inhalieren.
  3. Ist Seroflo auch für Kinder geeignet?
    Ja, ab 4 Jahren – jedoch wird für Kinder oft die niedrigste Stärke verwendet. Kontrolluntersuchungen sind beim Kinderarzt notwendig.
  4. Muss ich andere Notfallsprays weiterverwenden?
    Ja, Seroflo dient der Erhaltungstherapie. Notfallsprays (z. B. Salbutamol) müssen weiterhin für akute Beschwerden griffbereit bleiben.
  5. Kann ich mit Seroflo überall reisen?
    Ja, der Inhalator hält verschiedenen Klimabedingungen stand. Beachten Sie dennoch, stets einen Ersatz und eine Kopie des Rezepts für Grenzübertritte dabeizuhaben.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25/125mcg, 25/250mcg

Paket: No selection

1 inhaler, 3 inhaler, 6 inhaler