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Rheumatrex (Methotraxate )

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-17%
Rheumatrex enthält den Wirkstoff Methotrexat und wird zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, Psoriasis und bestimmten Krebsarten eingesetzt. Es hilft, Entzündungen zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind wichtig, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unsicherheiten immer an Ihren Arzt oder Apotheker.

Rheumatrex® (Methotrexat) – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformation

Wirkstoff Methotrexat (INN)
Österreichische Handelsnamen Rheumatrex®, Lantarel® fs, Methotrexat Ebewe®, Metex®
ATC-Code L01BA01
Darbietungsformen und Stärken
  • Tabletten: 2,5 mg, 5 mg, 10 mg, 15 mg
  • Injektionslösung (Fertigspritze/Vial): 7,5 mg/ml, 15 mg/ml, 20 mg/ml, 25 mg/ml
Hersteller Pfizer Pharma GmbH, Medac GmbH, Sandoz GmbH, Ebewe Pharma Ges.m.b.H.
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (verschreibungspflichtig nach § 10 AMG)

Wirkmechanismus (Wirkung im Körper)

Für Patient:innen erklärt: Methotrexat verlangsamt das Wachstum von Zellen, speziell solchen, die sich rasch teilen, wie Immunzellen im Entzündungsprozess und Krebszellen. So werden überaktive Abwehrreaktionen, wie sie bei rheumatischen Erkrankungen auftreten, abgeschwächt.
Für Mediziner:innen: Methotrexat ist ein Folsäureantagonist, der durch Hemmung der Dihydrofolatreduktase die Synthese von Thymidin, Purinen und Aminosäuren inhibiert. Dadurch werden DNA- und RNA-Synthese unterdrückt, was antientzündliche, immunmodulatorische und antiproliferative Effekte bewirkt.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach oraler Gabe beträgt die Bioverfügbarkeit ca. 70%; diese sinkt bei höheren oralen Dosen.
  • Metabolisierung: Teilweise hepatisch zu inaktiven und aktiven Metaboliten.
  • Elimination: Überwiegend renal (Niere); ca. 80–90 % innerhalb von 24 Stunden.
  • Halbwertszeit: 3–10 Stunden (abhängig von Dosierung und Nierenfunktion).
  • Dauer der Wirkung: Wirkung setzt nach 3–6 Wochen ein.

Anwendung im Alltag & Praktische Tipps

Methotrexat wird meist einmal wöchentlich eingenommen oder gespritzt. Ihre behandelnde Ärztin/Ihr behandelnder Arzt legt die Dosierung fest – häufig beginnen Erwachsene mit 7,5 mg–20 mg/Woche. Die Einnahme sollte immer am gleichen Wochentag erfolgen. Tabletten mit Wasser unzerkaut schlucken. Spritzen werden meist subkutan (unter die Haut) verabreicht; eine Einschulung durch medizinisches Fachpersonal ist erforderlich. Der Beipackzettel enthält genaue Anweisungen.

Wichtiger Hinweis: Niemals die Einnahmehäufigkeit ohne Rücksprache ändern. Methotrexat ist kein Schmerzmittel, sondern wirkt regulierend auf das Immunsystem und benötigt oft einige Wochen für den Wirkungseintritt.

Dosierung am Morgen vs. Abend

  • Morgens: Vorteil: weniger Interaktion mit der Abendmahlzeit, besseres Monitoring potenzieller Nebenwirkungen tagsüber. Nachteil: Möglicherweise mehr Müdigkeit am Tag.
  • Abends: Vorteil: Müdigkeit oder Übelkeit werden im Schlaf erlebt, oft bevorzugt von Berufstätigen.
    Tipp: Immer den gleichen Wochentag und Tageszeitpunkt wählen. Mit der behandelnden Person absprechen, was im eigenen Alltag am besten passt.

Einnahme mit oder ohne Nahrung – Bedeutung im österreichischen Ernährungskontext

  • Methotrexat kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Reichhaltige, fettreiche Speisen, wie sie manchmal Teil der traditionellen österreichischen Kost sind, beeinflussen die Aufnahme kaum signifikant.
  • Bei gastrointestinalen Nebenwirkungen empfiehlt sich eine Einnahme nach einer leichten Mahlzeit.
  • Folat/Methotrexat: Eine Folat-Supplementation (z. B. 5–10 mg Folsäure am Tag nach Methotrexat) ist üblich, um Nebenwirkungen zu reduzieren.

Wechselwirkungen (Interaktionen mit Nahrungsmitteln, Alkohol, Medikamenten)

Wechselwirkender Stoff Mögliche Auswirkung Empfehlung
Alkohol Verstärkte Lebertoxizität Alkoholkonsum möglichst vermeiden
NSAR (z.B. Ibuprofen, Diclofenac) Verstärkung der Methotrexat-Toxizität Nur nach Rücksprache erlaubt
Antibiotika (z.B. Cotrimoxazol, Penicilline) Erhöhtes Risiko für Knochenmarksschäden Medikamente sorgfältig absprechen
Leflunomid, Azathioprin Erhöhtes Infektions- und Nebenwirkungsrisiko Kombination vermeiden oder engmaschig überwachen
Folsäure/folatreiche Speisen Schwächung und Nebenwirkungsreduktion Folsäurezufuhr nach ärztlicher Empfehlung

Indikationen

Klinische Indikation Offiziell zugelassen (on-label) Off-Label
Rheumatoide Arthritis
Psoriasis (Plaque-Psoriasis, Psoriasis-Arthritis)
Juvenile idiopathische Arthritis
Morbus Crohn (schwere Fälle)
Systemischer Lupus erythematodes
Onkologische Indikationen (z. B. Leukämien, Lymphome, Mamma-Ca.)

Dosierungen nach Indikation

Erkrankung Erwachsene Kinder/Jugendliche Ältere Patient:innen
Rheumatoide Arthritis Start: 7,5–15 mg/Woche, max. 25–30 mg/Woche 10–15 mg/m² Körperoberfläche/Woche Start niedrig, vorsichtig steigern, engmaschige Kontrolle
Psoriasis 7,5–25 mg/Woche Keine pauschale Empfehlung Start niedrig, regelmäßig Überwachung
Krebserkrankungen Hochdosis-Protokolle je nach Indikation Speziell individuell angepasst Nur in spezialisierten Zentren; engmaschig kontrolliert

Sicherheitsprofil und Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispiele Empfehlung
Sehr häufig/ häufig Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, erhöhte Leberwerte, Haarausfall, Mundschleimhautentzündung Folsäure-Supplementierung, ärztliche Kontrolle
Gelegentlich Fieber, Infektionen, Hautausschläge Arzt/ Ärztin informieren
Selten Lungenentzündung, Nierenfunktionsstörungen, schwere Leberschäden Therapie unterbrechen, Notfallkontakt
Warnhinweise Teratogenität (in Schwangerschaft verboten!), Impfung mit Lebendvakzinen vermeiden Kinderwunsch: Absetzen und beraten lassen

Empfehlungen zur richtigen Anwendung

  • Regelmäßige Blutbild- und Leberwertkontrollen (mindestens alle 4–8 Wochen)
  • Nie außerhalb der ärztlichen Empfehlung Dosierung oder Einnahmehäufigkeit verändern
  • Bei Infektzeichen (Fieber, Husten, Abgeschlagenheit) unbedingt ärztlich abklären
  • Bei Schwangerschaftsplanung frühzeitige Beratung; Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit strikt untersagt
  • Folsäure wie verordnet einnehmen, um Nebenwirkungen zu minimieren
  • Lebendimpfungen unter Methotrexat vermeiden (z.B. Gelbfieber, MMR); Totimpfstoffe meist möglich
  • Alkohol möglichst meiden
  • Bei Spritzen: Sich Einweisung in die subkutane Injektion zeigen lassen, Nadelsicherheit beachten

Alternative Therapieoptionen – Kurzübersicht mit Vor-/Nachteilen

  • Leflunomid (Arava®, Kassenleistung): ähnlich wirksam, vergleichbares Nebenwirkungsprofil, längere Halbwertszeit
  • Sulfasalazin (Salazopyrin®): gut verträglich, aber weniger wirksam bei schweren Fällen
  • Biologika (TNF-Blocker: Adalimumab, Etanercept, Infliximab etc.): sehr effektiv, teurer, mehr Überwachung notwendig, hohe Kassenbeteiligung
  • JAK-Inhibitoren (z.B. Tofacitinib, Baricitinib): oral, neuere Substanzen, potentielle Infektionsrisiken
  • Hydroxychloroquin: milde Wirkung, sehr gutes Verträglichkeitsprofil

Die Auswahl richtet sich nach individueller Krankheitsaktivität, Begleiterkrankungen, Verträglichkeit und Kostenerstattung durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK/NFZ).

Rechtliche Situation, Zulassungs- und Rückerstattungsstatus in Österreich

  • Methotrexat-haltige Präparate sind in Österreich durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES) zugelassen.
  • Verschreibung und Abgabe nur auf ärztliches Rezept möglich, Suchtgiftkennzeichnung entfällt.
  • Kassenleistung für alle zugelassenen Indikationen (ÖGK, BVAEB etc.); Antrag und Bewilligung je nach Indikation erforderlich (z.B. PSO-Arthritis, onkologische Indikationen).
  • Rückerstattung erfolgt nach den aktuellen Erstattungsrichtlinien des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Aktuelle Leitlinien und Studien (2022–2025)

  • Duve et al. (2023): Methotrexat bleibt Basismedikament in der Rheumatologie (EULAR, DGRh 2022), wegen breiter Wirksamkeit und Kosteneffizienz.
  • Neue Erkenntnisse: Frühe Einleitung verbessert Remissionsraten; strikt wöchentliche, niedrige Startdosen empfohlen (rheuma-online.at).
  • Noch zentraler: Konsequenten Folsäuregabe verbessert den Nebenwirkungsprofil signifikant (vgl. EULAR-Update 2024, DGRh-Praxisleitlinie 2023).

Verfügbarkeit und Lieferung

Packsungsgröße Indikativer Apothekenpreis (EUR, Stand 2024) Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Linz Lieferzeit Salzburg
20 Tabletten à 10 mg 49,80 € 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–2 Werktage
4 Fertigspritzen à 15 mg 57,40 € 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–2 Werktage
10 Fertigspritzen à 7,5 mg 115,90 € 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–2 Werktage 1–2 Werktage

Preis- und Verfügbarkeitsangaben vorbehaltlich Änderungen und Lagerbestand der jeweiligen Apotheke.

FAQ & Häufig gestellte Fragen zu Methotrexat (Rheumatrex®)

  1. Wie lange dauert es, bis Methotrexat wirkt?
    Die ersten Verbesserungen treten meist nach 4–6 Wochen ein. Die volle Wirkung wird häufig erst nach 2–3 Monaten erreicht.
  2. Muss ich Methotrexat lebenslang nehmen?
    Das hängt von Ihrer Erkrankung und deren Verlauf ab. Bei rheumatischen Erkrankungen wird regelmäßig geprüft, ob eine Dosisanpassung oder ein Absetzen möglich ist.
  3. Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
    Nehmen Sie die Dosis möglichst bald nach. Liegt die Einnahme jedoch schon einige Tage zurück, warten Sie bis zum nächsten geplanten Termin und nehmen Sie keinesfalls eine doppelte Dosis ein. Bei Unsicherheit Arzt/Ärztin oder Apotheke kontaktieren.
  4. Darf ich unter Methotrexat schwanger werden oder stillen?
    Nein. Methotrexat ist streng kontraindiziert in der Schwangerschaft und während der Stillzeit. Sprechen Sie vor einer Schwangerschaftsplanung oder bei bestehendem Kinderwunsch unbedingt mit Ihrer betreuenden Ärztin/Ihrem Arzt!
  5. Was ist unter regelmäßigen Kontrolluntersuchungen gemeint?
    Blutbild, Leber- und Nierenwerte sowie Entzündungsparameter müssen anfangs alle 2–4 Wochen, dann ca. alle 4–8 Wochen kontrolliert werden, um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

2.5mg, 10mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill