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Ziprasidone

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-16%
Geodon (Wirkstoff: Ziprasidon) ist ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie und bipolaren Störungen. Es hilft, Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Stimmungsschwankungen zu lindern. Geodon wirkt auf bestimmte Botenstoffe im Gehirn und unterstützt ein ausgeglicheneres Denken und Fühlen. Die Einnahme sollte genau nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Geodon (Ziprasidon): Umfassende Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Internationaler Freiname (INN) Ziprasidon
Handelsnamen in Österreich Geodon®, Ziprasidon Accord®, Ziprasidon Mylan®
ATC-Code N05AE04
Verfügbare Darreichungsformen & Wirkstärken
  • Kapseln: 20 mg, 40 mg, 60 mg, 80 mg
  • Injektionslösung zur intramuskulären Anwendung: 20 mg/ml
Hersteller (Beispiele)
  • Pfizer Corporation Austria GmbH
  • Mylan Österreich GmbH
  • Accord Healthcare GmbH
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (Kategorie N, Suchtgiftregister nicht erforderlich)

Wirkmechanismus

Geodon (Ziprasidon) ist ein Atypisches Antipsychotikum. Es blockiert vor allem die Wirkung der Neurotransmitter Dopamin (D2-Rezeptoren) und Serotonin (5-HT2A-Rezeptoren), wodurch Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Denkstörungen gelindert werden. Zusätzlich beeinflusst Ziprasidon weitere Rezeptoren (u.a. 5-HT1A, 1D, 2C, Alpha-adrenerge Rezeptoren) und wirkt stimmungsstabilisierend, was es bei Manie und Depression nützlich macht.

Für Fachkreise

Ziprasidon wirkt als Antagonist an postsynaptischen D2- und 5-HT2A-Rezeptoren sowie als Agonist an 5-HT1A-Rezeptoren. Geringere Affinität zu M1-, H1-, und Alpha1-Rezeptoren erklärt das vergleichsweise günstige Nebenwirkungsprofil bezogen auf Sedation und Gewichtszunahme.

Pharmakokinetik

Resorption Orale Bioverfügbarkeit: ca. 60% (zweifach gesteigert, wenn mit Nahrung eingenommen)
Metabolisierung Leber (CYP3A4, Aldehyd-Oxidase)
Ausscheidung 80% Stuhl, 20% Urin
Plasmaproteinbindung 99%
Wirkdauer t1/2: ca. 7 Stunden (oral), rascher Wirkungseintritt i.m.

Anwendung im Alltag & Best Practices

  • Übliche Initialdosis für Erwachsene: 40 mg zweimal täglich zu den Mahlzeiten
  • Maximale Tagesdosis: 160 mg (4 x 40 mg Kapseln)
  • Dosis-Anpassungen nur ärztlich und schrittweise wegen Nebenwirkungen oder Wirkungskontrolle
  • Nicht plötzlich absetzen, um Absetzsymptome (Unruhe, Schlaflosigkeit, Rückfall) zu vermeiden
  • Kapseln unzerkaut mit ausreichend Wasser einnehmen

Die Behandlung sollte regelmäßig, möglichst zur gleichen Uhrzeit morgens und abends erfolgen. Bei Schwierigkeiten mit der Einnahme empfiehlt sich Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

Einnahme morgens oder abends?

  • Vormittags: Vorteil bei starker Tagesmüdigkeit, Vermeidung von Sedation tagsüber. Nachteil: erhöhtes Risiko für akute Nebenwirkungen (z.B. Schwindel) bei Arbeitsbeginn.
  • Abends: Vorteil bei Einschlafproblemen und Unruhe; verhindert Sedation am Tag. Nachteil: evtl. Wirkspiegel nachts vorrangig.
  • Empfehlung: Nach individueller Verträglichkeit. Konsistenz wichtiger als genaue Tageszeit!

Mit oder ohne Nahrung?

Einnahme mit Nahrung ist zwingend empfohlen! Die Resorption von Ziprasidon verdoppelt sich, wenn die Kapseln mit einer Hauptmahlzeit (mind. 500 kcal, typisch österreichische Kost: z. B. Jause, Gulasch, Schnitzel mit Beilage) eingenommen werden. Fastende oder leichte Mahlzeiten (Salat) können zu unzureichender Wirkung führen.

Wechselwirkungen

Interaktionspartner Risiko/Hinweis
Alkohol Steigerung der ZNS-dämpfenden Wirkung, Gefahr erniedrigter Reaktionsfähigkeit, Herzrhythmusstörungen
MAO-Hemmer, SSRI, andere Antipsychotika Erhöhtes Risiko für Serotonin-Syndrom, verlängerte QT-Zeit
Makrolid-Antibiotika (z. B. Clarithromycin), Antiarrhythmika Gefahr potentiell lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen
Grapefruitsaft Kann Cytochrom-P450 beeinflussen, Aufnahme/Abbau verlangsamt
Antihypertensiva Verstärkte Blutdrucksenkung möglich

Anwendungsgebiete (Indikationen)

Klinische Indikation Zugelassener Status
Schizophrenie Zugelassen (präferiert bei Erstepisode und chronischem Verlauf)
Manische Episoden bei bipolaren Störungen Zugelassen (akute Phase)
Langzeitprophylaxe bipolarer Störung Off-Label
Schizoaffektive Störungen Off-Label
Verhaltensstörungen, Aggression bei Demenz Off-Label (nur nach strengem Risiko-Nutzen-Abwägung)

Dosierung nach Indikation

Patientengruppe Dosierung (Initial) Maximaldosis Besonderheiten
Erwachsene (Schizophrenie, Akutphase) 2 × 40 mg/Tag 2 × 80 mg/Tag Dosisanpassung schrittweise, abhängig von Wirkung/Verträglichkeit
Bipolare Störung (Manie) 2 × 40 mg/Tag 2 × 80 mg/Tag Schnelle Titration möglich
Kinder/Jugendliche (12–18 J.) Off-Label, üblicher Start: 2 × 20 mg/Tag max. 120 mg/Tag NUR nach SpezialistInnenanw.
Ältere Menschen (>65 Jahre) 2 × 20 mg/Tag Individuell max. 100 mg/Tag Monitoring wegen Sturzneigung, Herzrisiko
Schwere Leberinsuffizienz Kontraindiziert - -

Risiken und Nebenwirkungen

  • Sehr häufige/ häufige Nebenwirkungen (>1/10 - >1/100):
    • Schläfrigkeit, Benommenheit
    • Unruhe, Schlaflosigkeit
    • Kopfschmerzen, Schwindel
    • Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen
    • Leichter Blutdruckabfall beim Aufstehen
    • Gewichtszunahme (meist moderat im Vergleich zu anderen Neuroleptika)
  • Gelegentliche/ seltene Nebenwirkungen:
    • Ekg-Veränderungen (QT-Verlängerung, Arrhythmien)
    • Muskuläre Steifigkeit, Bewegungsstörungen
    • Allergische Reaktionen, Hautausschlag
    • Erhöhte Leberwerte
    • Krämpfe, Störungen im Salzhaushalt
  • Warnhinweise:
    • Schwere Leber- oder Herz-Rhythmusstörungen: kontraindiziert!
    • Cave: gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente mit QT-Verlängerungspotenzial
    • Sofort Arzt aufsuchen bei: plötzlichem Bewusstseinsverlust, Atemnot, rasendem Herzschlag

Richtige Anwendung: Ratschläge vom österreichischen Apotheker/Arzt

  • Immer mit einer vollen, ausgewogenen Mahlzeit einnehmen: klassische österreichische Küche, z. B. Frühstücksbrot mit Butter und Käse, Hauptmahlzeiten wie Geflügel, Kartoffeln, Gemüse.
  • Tabletten nie zerkauen oder teilen (Wirkstofffreisetzung, Wirksamkeit könnte beeinträchtigt werden).
  • Regelmäßig und zu denselben Tageszeiten einnehmen: Auch am Wochenende!
  • Regelmäßig Vitalzeichen (Herzfrequenz, Blutdruck) kontrollieren lassen, besonders zu Beginn der Therapie.
  • Späte Einnahme vermeiden, falls Sie unter Einschlafstörungen leiden.
  • Alkohol meiden! Risiko von Nebenwirkungen steigt erheblich.
  • Bei geplanten Operationen oder Zahnarztbesuchen stets den behandelnden Arzt über die Medikation informieren.

Alternative Medikamente (Kassen-Arzneimittel, Kurzbewertung)

Alternativer Wirkstoff Vor-/Nachteile (im Vergleich zu Ziprasidon)
Olanzapin Sehr wirksam, aber stärkere Gewichtszunahme und metabolische Nebenwirkungen
Risperidon Multifunktional einsetzbar, höheres Risiko motorischer Nebenwirkungen
Aripiprazol Günstiges Nebenwirkungsprofil, möglicherweise weniger effektiv bei starker Manie
Quetiapin Stark sedierend, breites Einsatzspektrum, Gewichtszunahme

Rechtlicher Status & Erstattung (Österreich)

  • Zulassung: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES)
  • Kassenleistung (ÖGK, BVAEB, SVS): Ja, für Schizophrenie und bipolare Störung, nach chefärztlicher Bewilligung
  • Rezeptpflicht: Streng rezept- und apothekenpflichtig
  • Erhältlichkeit: Offizin- und Krankenhausapotheken

Neueste Forschung & Leitlinien (2022–2025)

  • Zunahme der Verwendung v.a. bei Patienten mit kardiometabolischer Risikokonstellation (geringe Gewichtszunahme).
  • Leitlinien (AWMF, DGPPN 2023): Empfehlen Ziprasidon als wirksames Mittel der 2. Generation für Erstmanifestationen und Rezidive der Schizophrenie sowie akute bipolare Manie.
  • Meta-Analysen (z. B. Wagner et al., 2024, European Psychiatry): Kardiovaskuläre Ereignisse selten, keine Zunahme von Diabetes- oder Fettstoffwechselstörungen.
  • Daten zur langfristigen Verträglichkeit und Wirksamkeit stützen bevorzugten Einsatz bei Patienten mit metabolischem Risiko.

Verfügbarkeit & Lieferzeiten

Paketgröße Kapseln/Injektionsfläschchen Indikativer VK-Preis Lieferzeit (Wien) Lieferzeit (Graz, Linz, Salzburg)
Kapseln 20 mg 56 €89,70 1–2 Werktage 2–3 Werktage
Kapseln 40 mg 56 €101,10 1–2 Werktage 2–3 Werktage
i.m.-Injektionslösung 6 Ampullen €137,90 1 Werktag 2 Werktage

Häufige Fragen (FAQ)

  • Wie lange muss ich Geodon einnehmen?
    Die Therapiedauer variiert individuell. Bei Schizophrenie meist mehrere Monate bis Jahre, häufig auch als Langzeittherapie. Niemals eigenmächtig absetzen!
  • Was tun bei vergessener Einnahme?
    Holen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich nach, außer, es ist fast Zeit für die nächste Gabe. Niemals die Doppeldosis einnehmen. Bei Unsicherheit Apotheker oder Arzt kontaktieren.
  • Darf ich während der Behandlung Autofahren?
    Zu Beginn und bei Dosisänderung: Vorsicht! Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sind möglich. Erst nach individueller Rücksprache mit behandelndem Arzt wieder aktiv am Verkehr teilnehmen.
  • Kann ich Geodon absetzen, wenn es mir besser geht?
    Nicht ohne ärztliche Rücksprache! Andernfalls besteht akute Rückfallgefahr und schwere Symptome können erneut auftreten.
  • Welche Kontrollen sind während der Behandlung notwendig?
    Regelmäßige Überprüfung von EKG (Herzrhythmus), Blutbild, Leberwerten und Gewicht wird empfohlen. Arzt und Apotheker beraten individuell zum Kontrollplan.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

20mg, 40mg, 80mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill