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Voltaren SR (Diclofenac)

€31.18

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Voltaren SR enthält den Wirkstoff Diclofenac und gehört zur Gruppe der entzündungshemmenden Schmerzmittel (NSAR). Es wird zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen, z. B. bei Gelenk-, Rücken- oder Rheumaschmerzen, angewendet. Voltaren SR ist magenschonend formuliert und wirkt über viele Stunden. Bitte nehmen Sie das Medikament genau nach Anweisung Ihres Arztes ein und beachten Sie die empfohlene Dosierung.

Voltaren (Diclofenac) – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Diclofenac
Markennamen Österreich Voltaren, Diclobene, Inflamac, Diclofenac Generika
ATC-Code M01AB05
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Tabletten (12,5 mg, 25 mg, 50 mg, 75 mg, 100 mg), Retardtabletten, Kapseln, Zäpfchen, Gel (1,16%, 2,32%), Spray, Pflaster, Injektionslösung
Hersteller GlaxoSmithKline, Sandoz, Zentiva, STADA, diverse Generika-Hersteller
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (ausgenommen niedrig dosierte Gele bis 2,32% – apothekenpflichtig)

Wirkmechanismus

Für Laien erklärt: Voltaren enthält den Wirkstoff Diclofenac, der zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) gehört. Es hemmt die Bildung bestimmter Botenstoffe (Prostaglandine), die Entzündungen, Schmerzen und Schwellungen auslösen.

Für Fachkreise: Diclofenac ist ein unspezifischer Hemmer der Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2), wodurch die Prostaglandinsynthese unterdrückt und somit sowohl analgetische als auch antiphlogistische Effekte erzielt werden.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Rasche und vollständige Aufnahme, Bioverfügbarkeit etwa 50%. Retardpräparate erlauben verlängerte Wirkung.
  • Metabolismus: Hauptsächlich hepatisch (CYP2C9, CYP3A4).
  • Elimination: Überwiegend renal, teilweise biliär. Eliminationshalbwertszeit ca. 1–2 Stunden (Retardpräparate länger).
  • Dauer der Wirkung: Je nach Form schnell bis zu 12–24 Stunden (Retardform).

Anwendung im Alltag & Beste Praxis

  • Typische Dosierung: Erwachsene starten oft mit 50–75 mg pro Tag, verteilt auf 2–3 Einzeldosen. Maximaldosis: 150 mg/Tag (tablettiert), individuell angepasst.
  • Gele: 2–4x täglich äußerlich auf die betroffene Stelle auftragen, dünn verteilen. Hände nach Anwendung waschen.
  • Zäpfchen: 1–2x täglich je nach Bedarf, besonders wenn orale Einnahme nicht möglich oder magenverträglicher.
  • Praktische Tipps für Österreich: Im Alltag darauf achten, Voltaren regelmäßig zur gleichen Tageszeit einzunehmen. Bei Einnahme über mehrere Tage: Rücksprache mit dem Arzt!

Dosierung morgens vs. abends

  • Morgens: Vorteilhaft bei morgendlicher Steifigkeit/Schmerzhaftigkeit (z.B. Arthrose, Rheuma), damit der Tag beweglicher beginnt.
  • Abends: Sinnvoll bei überwiegend nächtlichem Schmerz; Retard-Form passt gut zu abendlicher Gabe für eine durchgehende Wirkung.
  • Tipp: Immer zur gleichen Zeit einnehmen, um den Wirkspiegel konstant zu halten.

Einnahme mit oder ohne Mahlzeit

  • Mit Essen: Schützt den Magen – besonders wichtig bei empfindlichem Verdauungstrakt (typisch bei dunklem österreichischem Brot, reichhaltigen Speisen)
  • Ohne Essen: Wirkt schneller, dafür erhöhtes Risiko für Magenbeschwerden.
  • Empfehlung für Österreich: Einnahme nach einer kleinen Mahlzeit (z.B. Joghurt, Butterbrot) oder zumindest einem Glas Milch ist sinnvoll.

Interaktionswarnungen

Substanz/Gruppe Mögliche Wechselwirkung Empfehlung
Alkohol Erhöht Risiko für Magenblutungen Vermeiden oder stark einschränken
Blutverdünner (z.B. Marcoumar, Xarelto) Bleeding-Risiko steigt deutlich Nur nach Rücksprache mit Arzt
Andere NSAR (Ibuprofen etc.) Summation der Nebenwirkungen Gleichzeitige Anwendung vermeiden
ACE-Hemmer, Diuretika Nierenfunktionsstörungen möglich Regelmäßige Kontrolle beim Arzt
SSRIs/Antidepressiva Erhöhtes Risiko für Magenblutungen Ärztliche Überwachung ratsam
Kräuterpräparate (z.B. Ginkgo) Eventuell erhöhtes Blutungsrisiko Vorsicht, Arzt informieren

Indikationen

Indikation (zugelassen/empfohlen)
Rheumatoide Arthritis (RA)
Osteoarthrose (degenerative Gelenkerkrankungen)
Akute und chronische Rückenschmerzen
Schmerzen und Entzündungen bei Weichteilrheumatismus
Postoperative und posttraumatische Schmerzen/Schwellungen
Gichtanfall
Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhö)
Lokal: Verrenkungen, Prellungen, Zerrungen, Sportverletzungen
Off-label: Migräne (gelegentlich), Zahnschmerzen

Dosierung je nach klinischer Indikation

Indikation Erwachsene Kinder (ab 6 Jahren) Ältere Patienten
Akute Schmerzen 1x 50 mg, ggf. alle 8–12 Std. Max. 150 mg/Tag 1–2 mg/kg/Tag, aufgeteilt auf 2–3 Dosen Mit reduzierter Tagesdosis, sorgfältige Überwachung
Chronischer Schmerz (z.B. Arthrose) 75–100 mg/Tag, ggf. Retard Wie oben, niedrigstmögliche Dosis Wie Erwachsene, frühzeitig ärztlich kontrollieren
Menstruationsbeschwerden 50–100 mg/Tag, zeitlich begrenzt Keine Zulassung, kein Einsatz empfohlen Kurzzeitig wie Erwachsene
Lokal (Gele etc.) Mehrmals täglich dünn auftragen Nach ärztlicher Verordnung Wie Erwachsene, Vorsicht bei Hautreaktionen

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Unerwünschte Wirkung Hinweis
Sehr häufig (≥1/10) Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall Meist milde, Einnahme mit Essen empfohlen
Häufig (1–10%) Schwindel, Kopfschmerzen, Hautreaktionen, erhöhte Leberwerte Überwachung bei Langzeitanwendung
Gelegentlich (0,1–1%) Blutdruckanstieg, Herzklopfen, Blutbildveränderungen Bei Vorerkrankungen Rücksprache mit Arzt
Selten (<0,1%) Schwere allergische Reaktionen, Magen-/Darmblutungen, Leber-/Nierenfunktionsstörungen Sofort ärztliche Hilfe!
Spezielle Risiken Herz-Kreislauf-Ereignisse, Schlaganfall (insb. bei Langzeiteinnahme hoher Dosen) Niedrigstmögliche Dosis, kürzestmögliche Dauer

Hinweise zur richtigen Anwendung

  • Tabletten mit ausreichend Wasser unzerkaut einnehmen (mind. 1/2 Glas).
  • Vorzugsweise nach einer Mahlzeit oder mit Milch/Joghurt.
  • Gele nie auf verletzte oder gereizte Haut auftragen, Kontakt mit Augen vermeiden.
  • Nicht länger als nötig einnehmen. Bei Besserung Dosis reduzieren oder absetzen.
  • Regelmäßige Kontrolle der Leber- und Nierenwerte bei langfristiger Anwendung – typisch im österreichischen Gesundheitssystem.
  • Bei Symptomen wie schwarzen Stuhl, Blut im Urin/Stuhl, plötzlichen Schmerzen: sofortige ärztliche Rücksprache!
  • Bei Schwangerschaft nur nach Rücksprache, im letzten Trimenon streng kontraindiziert.
  • Nicht stillen während systemischer Anwendung.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten (Erstattung NFZ)

  • Ibuprofen: Ähnliche Wirkung, besser verträglich für den Magen, kürzere Wirkdauer.
  • Naproxen: Längere Wirkdauer, auch rezeptpflichtig, Risiko für Magen-Nebenwirkungen ähnlich.
  • Paracetamol: Sicher bei milden Schmerzen, kein antientzündlicher Effekt.
  • Coxibe (z.B. Celecoxib, Etoricoxib): Geringeres Magenrisiko, jedoch teurer und nicht für alle geeignet.
  • Physikalische Therapie: Wärme-/Kälteanwendungen, Bewegungstherapie, Physio – oft ergänzend erstattungsfähig.
  • Alle genannten Präparate sind in Österreich bei entsprechender Indikation über das Rezept von der Sozialversicherung (ÖGK, BVAEB, SVS) erstattungsfähig.

Rechtliche Registrierung & Erstattungsstatus in Österreich

  • Registriert und zugelassen durch BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen).
  • Verschreibungspflichtig für systemische Darreichungsformen (außer niedrig dosierte Gele).
  • Erstattungsfähig über alle österreichischen Sozialversicherungen, bei gegebener medizinischer Notwendigkeit und nach gültigem Erstattungskodex.
  • Im österreichischen Erstattungskatalog enthalten (EKO, Reimbursierung über e-card möglich).

Neueste Forschung und Klinische Empfehlungen (Stand 2022–2025)

  • Laut ÖGR-Leitlinien (Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie) sollen NSAR wie Diclofenac bei Bedarf niedrig dosiert und zeitlich begrenzt eingesetzt werden (oegr.at).
  • Internationale Studien (z.B. Ann Rheum Dis 2023;82:143-155) betonen erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Langzeitgebrauch – Empfehlung: Minimale effektive Dosis, regelmäßige ärztliche Kontrollen!
  • Diclofenac-haltige Gele gelten weiterhin als effektiv mit niedriger systemischer Nebenwirkungsrate (Cochrane Reviews 2022).

Verfügbarkeit & Lieferung in Österreich

Packungsgröße/Form Durchschnittspreis (EUR, rezeptfrei/mit Rezept) Lieferzeit (Wien) Lieferzeit (Graz) Lieferzeit (Innsbruck)
Voltaren 50 mg Tabletten, 20 Stk. ca. 8 € (mit Rezept 5 € Selbstbehalt) innerhalb 24 Std. 1–2 Werktage 1–3 Werktage
Voltaren Emulgel 1,16%, 100 g ca. 12 € (apothekenpflichtig) sofort verfügbar 1 Werktag 1–2 Werktage
Voltaren Retard 100 mg, 10 Stk. ca. 10 € (mit Rezept 5 € Selbstbehalt) 24 Std. 1–2 Werktage 1–3 Werktage
Diclobene Zäpfchen 50 mg, 10 Stk. ca. 8 € (mit Rezept 5 € Selbstbehalt) 24 Std. 1–2 Werktage 1–3 Werktage

Preise und Lieferzeiten können je nach Apotheke und Region variieren. Bei akuten Beschwerden ärztliches Rezept dringend empfohlen.

FAQ – Häufige Patientenfragen zu Voltaren (Diclofenac)

  • Wie lange darf ich Voltaren Tabletten einnehmen?
    Ohne ärztliche Anweisung nicht länger als 3–5 Tage. Bei längerer Anwendung unbedingt regelmäßige ärztliche Kontrolle.
  • Kann ich Voltaren und Ibuprofen gleichzeitig einnehmen?
    Nein! Die gleichzeitige Einnahme erhöht das Risiko für Nebenwirkungen deutlich, vor allem für den Magen.
  • Darf ich während einer Schwangerschaft Voltaren benutzen?
    Voltaren ist im letzten Drittel der Schwangerschaft streng verboten, vorher nur nach sorgfältiger ärztlicher Rücksprache!
  • Muss ich mein Auto während der Einnahme stehenlassen?
    Gewöhnlich nicht, aber bei Schwindel oder Benommenheit bitte kein Fahrzeug lenken.
  • Wirkt das Gel genauso wie die Tabletten?
    Das Gel wirkt nur lokal – ideal bei Muskelschmerzen oder Sportverletzungen, aber nicht bei rheumatischen Erkrankungen mit Schmerzen an mehreren Stellen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

100mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill