Angebot!

Verapamil (Arpamyl)

€0.00

-17%
Verapamil (Arpamyl) ist ein Medikament, das zur Behandlung von Bluthochdruck, bestimmten Herzrhythmusstörungen und Angina pectoris (Brustschmerzen) eingesetzt wird. Es wirkt, indem es die Blutgefäße entspannt und die Herzfrequenz reguliert. Dadurch wird das Herz entlastet und die Durchblutung verbessert. Bitte nehmen Sie Verapamil genau nach ärztlicher Anweisung ein und besprechen Sie mögliche Nebenwirkungen mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Arpamyl – Umfassende Patienteninformation für Österreich

1. Basisinformationen

Wirkstoff (INN) Verapamilhydrochlorid
Handelsnamen (Österreich) Arpamyl®, Isoptin®, Verapamil Generika
ATC-Code C08DA01
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Tabletten (40 mg, 80 mg, 120 mg, 240 mg), Retard-Tabletten (120 mg, 240 mg), Injektionslösung (5 mg/2 ml)
Hersteller G.L. Pharma GmbH, Teva ratiopharm, Hexal
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (RX, §15a AMG)

2. Wirkmechanismus

Für PatientInnen简易: Arpamyl vermindert die Kraft und Häufigkeit der Herzaktionen, indem es den Einstrom von Kalzium in die Muskelzellen des Herzens und der Blutgefäße blockiert. Dadurch entspannt sich das Herz und die Gefäße weiten sich, was den Blutdruck und die Herzbelastung senkt.

Für Fachkreise: Verapamil ist ein nicht-dihydropyridiner Calciumkanalblocker (L-Typ), der vor allem im AV-Knoten die Refraktärzeit verlängert und die Überleitungsgeschwindigkeit reduziert. Es wirkt negativ chrono-, ino- und dromotrop, sowie vasodilatierend auf die periphere Gefäßmuskulatur.

3. Pharmakokinetik

  • Resorption: Gute orale Bioverfügbarkeit (~20–35 %, First-Pass-Effekt), maximale Plasmaspiegel nach 1–2 Stunden (Retard nach 4–6 Std.).
  • Metabolisierung: Hepatisch, CYP3A4 und CYP1A2, aktiver Metabolit Norverapamil.
  • Ausscheidung: Hauptsächlich renal (<5 % unverändert), teils biliär.
  • Wirkdauer: 3–8 Stunden (Tablette), bis 12 Stunden (Retardformulierung).

4. Anwendung im Alltag & Praktische Hinweise

  • Übliche Dosierung (für Erwachsene): Meist 80–120 mg 3-mal täglich, bei Retardtabletten 240 mg 1–2-mal täglich, individuell angepasst.
  • Anwendung: Tabletten mit ausreichend Wasser einnehmen, regelmäßig zur selben Tageszeit.
  • NICHT zerbeißen oder zerkauen (v.a. Retardtabletten!); Tablette ganz schlucken.
  • Im Fall vergessener Dosis: Nicht doppelt nehmen, nächste reguläre Einnahme abwarten.
  • Regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Puls empfehlenswert (z.B. bei Ihrer Apotheke oder Hausarztpraxis).

5. Einnahme morgens vs. abends

  • Am Morgen: Geeignet für Menschen mit höherem Blutdruck/Herzfrequenz am Tag. Gut bei individueller Verträglichkeit.
  • Am Abend: Vorteilhaft für Nachtruhe, da nächtliche Blutdruckkontrolle verbessert werden kann. Manche Nebenwirkungen wie Müdigkeit treten dann weniger auf.
  • Tipp: Täglich zur gleichen Uhrzeit einnehmen. Bei Unsicherheit ärztlichen Rat einholen.

6. Einnahme zu den Mahlzeiten oder nüchtern

Arpamyl kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Einnahme mit Nahrung (z. B. normales österreichisches Frühstück wie Brot, Müsli, Kaffee) kann bei Magenbeschwerden hilfreich sein. Grapefruitsaft vermeiden – er verstärkt die Wirkung von Arpamyl aufgrund von Wechselwirkungen.

7. Interaktionen und Warnhinweise

Interaktionspartner Risiko Empfehlung
Grapefruitsaft Erhöhte Blutspiegel von Verapamil Vermeiden
Alkohol Verstärkt Blutdrucksenkung, Schwindel Nur in Maßen, Vorsicht!
Betablocker (z. B. Metoprolol) Herzrhythmusstörungen, AV-Block Arzt-/Apothekenabstimmung erforderlich!
Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron) Verstärkte Nebenwirkungen Kontrolle erforderlich
Statine (z. B. Simvastatin) Erhöhte Statinspiegel Dosisanpassung möglich
Johanniskraut Abgeschwächte Wirkung Vermeiden

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Arzneimittel, die Sie einnehmen.

8. Anwendungsgebiete / Indikationen

Indikation Erstattet von ÖGK? Bemerkungen
Arterielle Hypertonie Ja Meist als Zusatztherapie
Stabile Angina pectoris Ja Zweitlinie nach Betablockern
Herzrhythmusstörungen (supraventrikuläre Tachykardien) Ja Sowohl im Notfall als auch zur Dauertherapie
Prinzemetal-Angina Ja Alternative zu Nitraten
Cluster-Kopfschmerz (off-label) Nein Nur bei SpezialistInnen!

9. Dosierung je nach Indikation

Indikation Erwachsene Kinder/Jugendliche1 Ältere Menschen
Hypertonie 80–120 mg 3x tgl., max. 480 mg/d 2–7 mg/kg KG/d in 3 Einzeldosen Start mit 40 mg 3x tgl., Dosisanpassung langsam
Angina pectoris 80–120 mg 3x tgl., Retard: 240 mg 1–2x tgl. 2–7 mg/kg KG/d Evtl. niedrigere Erstdosis
Herzrhythmusstörungen 80–120 mg 3x tgl. Nach individueller Berechnung Start mit niedriger Dosis
Cluster-Kopfschmerz1 240–480 mg/d, Off-label k.A. Nur nach Rücksprache

1Die Anwendung bei Kindern, Jugendlichen und Off-label-Indikationen erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und Spezialistenanweisung.

10. Sicherheit & Nebenwirkungen

Häufigkeit Typische Nebenwirkungen Was tun?
Sehr häufig / Häufig Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Ödeme, Verstopfung Meist harmlos, Arzt informieren wenn anhaltend
Gelegentlich Bradykardie, niedriger Blutdruck, Hautausschläge Arzt kontaktieren
Selten Herzrhythmusstörungen, AV-Block, Leberfunktionsstörung Sofort medizinische Hilfe suchen!
Sehr selten Allergische Reaktionen, Sehstörungen Notarzt rufen!
  • Besondere Vorsicht bei bekannter Herzschwäche, Leber-/Nierenerkrankung, älteren Patienten.
  • Anzeichen einer Überdosierung: Starke Schwäche, sehr langsamer Puls, Bewusstlosigkeit – sofort Notruf wählen!

11. Tipps für die sichere Anwendung

  • Nehmen Sie Arpamyl nie ohne ärztliche Rücksprache eigenmächtig ab- oder setzen Sie es ab!
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrnehmen (Blutdruck, Herzfrequenz, ggf. EKG, Leberwerte).
  • Notieren Sie regelmäßige Einnahmezeiten, z.B. mit einer App oder einem Tablettenspender.
  • Bei geplanten OPs oder neuen Medikamenten: Geben Sie immer an, dass Sie Arpamyl einnehmen.
  • Transportfähigkeit (z.B. bei Autofahrten) kann anfangs eingeschränkt sein.

12. Alternative Therapieoptionen

  • Andere Calciumkanalblocker: Amlodipin, Lercanidipin (in Österreich erstattungsfähig, weniger dromotrop negativ, insbesondere für Hypertonie besser geeignet).
  • Betablocker: Metoprolol, Bisoprolol (vor allem bei Herzinsuffizienz, günstig bei tachykarden Rhythmusstörungen).
  • ACE-Hemmer / Angiotensin-II-Antagonisten: Ramipril, Candesartan (v.a. bei Hypertonie – Standardtherapie, Nebenwirkungsprofil beachten!).
  • Diuretika: Hydrochlorothiazid (zur Blutdruckkontrolle, günstig bei Herzinsuffizienz).

Die Wahl der Therapie erfolgt individuell, oft kombiniert. Nutzen und Nebenwirkungen sollten immer mit dem Arzt/der Ärztin besprochen werden.

13. Rechtliche & Erstattungssituation in Österreich

  • Registriert und zugelassen durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG, Österreichische Arzneimittelbehörde).
  • Verschreibungspflicht gemäß Arzneimittelgesetz (AMG).
  • Erstattungsfähig durch die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) für Hauptindikationen.
  • Abgabe nur in Apotheken, Online- und Versandapotheken mit österreichischer Zulassung.

14. Aktuelle Studien & Leitlinien (2022–2025)

  • Die ESC-Leitlinien 2023 empfehlen Verapamil für die Behandlung bestimmter supraventrikulärer Tachykardien (z.B. bei AVNRT) und als Alternative zu Betablockern bei Angina pectoris (Quelle: European Society of Cardiology).
  • Aktuelle Untersuchungen (z. B. Schmidt et al., 2024, Deutsches Ärzteblatt) sehen Verapamil als wirksame Option zur Prophylaxe des Clusterkopfschmerzes, mit regelmäßigem EKG-Monitoring.
  • Die Deutsche Hochdruckliga und Österreichische Kardiologengesellschaft stufen verapamilhaltige Präparate weiterhin als sichere Alternativen bei Unverträglichkeit anderer Antihypertensiva ein.
    Quellen: ESC Guidelines 2023, DAZ 2024, ÖKG Newsletter 01/2024.

15. Verfügbarkeit, Verpackungsgrößen & Lieferzeiten (Beispielwerte 2024)

Packungsgröße Inhalt Indikativer Preis (Apotheke) Lieferzeit nach Wien Lieferzeit nach Graz/Linz/Salzburg
Klein 30 Tabletten, 80 mg ca. 16–18 € 1 Werktag 1–2 Werktage
Mittel 50 Tabletten, 120 mg ca. 24–26 € 1 Werktag 1–2 Werktage
Groß 100 Tabletten, 240 mg (Retard) ca. 43–49 € 1–2 Werktage 2 Werktage
  • Einige Präparate über Nacht bestellbar, auch bei Versandapotheken und Online-Diensten.
  • In Notfällen rezeptpflichtiges Präparat direkt in der nächsten Apotheke erhältlich.

16. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Kann ich Arpamyl bei Herzschwäche nehmen?
    In den meisten Fällen ist Verapamil kontraindiziert bei ausgeprägter Herzinsuffizienz! Bitte Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt halten.
  • Was tun, wenn ich eine Tablette vergessen habe?
    Nehmen Sie die nächste Dosis wie gewohnt ein. Niemals die doppelte Menge nehmen!
  • Darf ich Arpamyl während der Schwangerschaft einnehmen?
    Die Sicherheit in der Schwangerschaft ist nicht abschließend belegt. Die Einnahme erfolgt nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Ist Sport mit Arpamyl möglich?
    Ja, nach individueller Abstimmung. Achten Sie auf Symptome wie Schwindel oder starke Erschöpfung. Puls und Blutdruck sollten regelmäßig kontrolliert werden.
  • Können ältere Menschen Arpamyl einnehmen?
    Ja, oft sogar sinnvoll, aber meist mit niedriger Anfangsdosis und ärztlicher Überwachung. Nebenwirkungen müssen besonders beachtet werden.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen Ihr Arzt, Ihre Apothekerin oder die österreichische Patientenhotline gerne zur Verfügung. Gewährleistung, dass Ihr Arzneimittel richtig eingesetzt wird und bestmöglich wirkt, ist unser Ziel.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

40mg, 120mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 240 pill, 480 pill