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Prelone (Prednisolone)

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Prelone enthält den Wirkstoff Prednisolon und gehört zur Gruppe der Kortikosteroide. Es wird zur Behandlung von Entzündungen, Allergien und bestimmten Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Prelone hilft, Schwellungen, Rötungen und allergische Reaktionen zu lindern. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt. Nehmen Sie das Medikament immer wie verordnet ein und wenden Sie sich bei Fragen oder Nebenwirkungen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Prelone (Prednisolon) – Ihr umfassender Leitfaden für Patient:innen in Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Prednisolon
Marken in Österreich Prelone®, Decortin®, Prednisolon ratiopharm®, Inflanefran® und generische Präparate
ATC-Code H02AB06
Erhältliche Darreichungsformen & Stärken Tabletten (1 mg, 5 mg, 10 mg, 20 mg, 50 mg), Saft (Suspension, meist 5 mg/5 ml), Injektionslösungen, Tropfen
Hersteller (Beispiele) Teva Pharma, Merck, Zentiva, Sandoz, ratiopharm
Verschreibungsstatus in Österreich Rezeptpflichtig gemäß AMG & Rezeptpflichtverordnung

Wirkmechanismus

Für Patient:innen einfach erklärt: Prednisolon gehört zur Gruppe der Glukokortikoide, oft als „Kortison“ bezeichnet. Es wirkt entzündungshemmend und unterdrückt überschießende Reaktionen des Immunsystems. Dadurch kann es bei verschiedensten Erkrankungen helfen, indem es Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und Juckreiz lindert.

Für medizinisches Fachpersonal: Prednisolon bindet an intrazelluläre Glukokortikoid-Rezeptoren und beeinflusst so die Transkription spezifischer Gene. Es hemmt die Synthese von Zytokinen, reduziert die Expression proinflammatorischer Enzyme (z. B. COX-2) und unterdrückt die Migration sowie Aktivität von Immunzellen wie Lymphozyten und Makrophagen.

Pharmakokinetik – Aufnahme, Verstoffwechselung, Ausscheidung

  • Aufnahme: Schnelle Resorption nach oraler Einnahme; Bioverfügbarkeit etwa 70–90 %.
  • Metabolisierung: Vorwiegend in der Leber (CYP3A4) zu inaktiven Metaboliten.
  • Ausscheidung: Überwiegend renal (Nieren) als Metabolite.
  • Wirkdauer: 12 bis 36 Stunden (mittellang wirkendes Glukokortikoid).
  • HWZ: 2,5–4 Stunden; antiinflammatorische Wirkung hält darüber hinaus an.

Anwendung im Alltag und bewährte Praxistipps

In Österreich wird Prednisolon häufig zur Behandlung akuter und chronischer Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Allergien oder bestimmten Krebsarten eingesetzt. Die Dosierung richtet sich nach Erkrankung, Schweregrad und individueller Situation. Typisch ist ein schrittweises Ausschleichen nach Erreichen der gewünschten Wirkung („Tapering“), um Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen zu vermeiden. Präzise Dosierungsangaben erhalten Sie von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.

  • Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen (Wasser, ggf. Tee)
  • Saft gut schütteln und mit beiliegendem Messbecher exakt dosieren
  • Bevorzugt morgens vor oder während des Frühstücks einnehmen (siehe unten)
  • Regelmäßige Einnahmezeiten einhalten!
  • Ausschleichen immer nach ärztlicher Anweisung, niemals abrupt selbst absetzen!

Morgendliche vs. abendliche Einnahme

Einnahmezeit Vorteile Nachteile Praktische Tipps
Morgens
  • Minimiert Risiko für Schlafstörungen
  • Orientiert sich an körpereigener Kortisolausschüttung
  • Bessere Verträglichkeit auf Magen-Darm-Trakt
  • Kann Magenbeschwerden verursachen, wenn nüchtern eingenommen
  • Nach Möglichkeit zum Frühstück einnehmen
Abends
  • Im Ausnahmefall sinnvoll bei bestimmten rheumatologischen Indikationen
  • Erhöht Schlafstörungen, Unruhe
  • Kann Blutzuckerspiegel ansteigen lassen
  • Nur nach expliziter ärztlicher Anweisung abends einnehmen

Einnahme mit/ohne Essen & Ernährungstipps für Österreich

Prednisolon kann den Magen reizen, daher empfehlen österreichische Leitlinien die Einnahme während oder nach einer Mahlzeit. Dies vermindert das Risiko von Übelkeit, Sodbrennen oder Magenschmerzen.

  • Morgens zu einem typischen österreichischen Frühstück (z. B. Semmel, Brot, Haferbrei, Milchprodukte)
  • Bei Magenproblemen säurearme und ballaststoffreiche Kost bevorzugen
  • Auf stark gewürzte, sehr fetthaltige Speisen während der Cortisonbehandlung verzichten
  • Ausreichend Calcium (Milch, Käse, Joghurt) und Vitamin D (nach Rücksprache), um Osteoporose zu vermeiden

Interaktionswarnungen

Interaktionspartner Empfehlung/Hinweis
Alkohol Kann Prednisolon-bedingte Magenschleimhautschäden und Blutungsrisiko erhöhen – meiden!
NSAR (z. B. Ibuprofen, Diclofenac) Risiko für Magenblutungen steigt – Rücksprache mit dem Arzt nötig
Blutgerinnungshemmer (z. B. Warfarin) Kontrollen der Gerinnungswerte notwendig; Wirkung kann sich verändern
Antidiabetika Prednisolon kann den Blutzucker ansteigen lassen – regelmäßige Messung erforderlich
Impfstoffe (Lebendimpfstoffe) Gefahr für Impfversagen und Infektionen – Impfung meist nicht empfohlen
Antibiotika/Antimykotika (z. B. Rifampicin, Ketoconazol) Können Abbau von Prednisolon verstärken oder hemmen – ärztliche Kontrolle nötig

Indikationen – Offizielle und Off-label-Anwendungen

Indikation Offiziell zugelassen Off-label/Nebenindikationen
Rheumatoide Arthritis
Asthma bronchiale
Allergien (schwerer Verlauf)
Autoimmunerkrankungen (Lupus, Vaskulitis)
Nephritisches Syndrom
Akuter Schub Multipler Sklerose ✔ (nach Leitlinien zugelassen, aber Off-label)
Chemotherapie-bedingte Übelkeit

Dosierung nach Indikation – Erwachsene, Kinder, ältere Menschen

Indikation Erwachsene (typisch) Kinder Senior:innen
Akute rheumatische Erkrankung 5–60 mg/Tag, ggf. höher, ausschleichend 0,5–2 mg/kg/Tag (nach Anweisung) Individuell, meist niedrigere Dosis, engmaschige Kontrolle
Asthmaanfall 40–80 mg/Tag für wenige Tage 1–2 mg/kg/Tag, max. 60 mg/Tag Wie Erwachsene, ggf. Reduktion aufgrund Empfindlichkeit
Allergische Erkrankungen 10–40 mg/Tag, kurzzeitig Nach ärztlicher Vorgabe, möglichst kurz Sorgfältige Abwägung, Nebenwirkungen beachten
Multiple Sklerose (Schubtherapie) 500–1000 mg/Tag i.v. 3–5 Tage (Off-label) Nur in Ausnahmefällen, stationär Selten angewendet

Wichtiger Hinweis: Die exakte Dosierung richtet sich immer nach ärztlicher Anweisung und individueller Krankheitslage!

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen hängen von Dosis und Behandlungsdauer ab. Eine kurzfristige, niedrig dosierte Therapie ist meist sehr gut verträglich. Bei langer oder hoher Dosierung können relevante Risiken entstehen.

Häufigkeit Beispiele Nebenwirkungen Besondere Warnhinweise
Sehr häufig & häufig
  • Mundtrockenheit, Heißhunger
  • Gewichtszunahme, Wasseransammlungen (Ödeme)
  • Bluthochdruck, erhöhte Infektanfälligkeit
  • Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen
  • Erhöhter Blutzucker (Diabetesrisiko)
  • Blutdruck- und Blutzuckerkontrolle notwendig
  • Vermehrte Vorsicht bei Infekten
Selten / selten bis sehr selten
  • Katarakt, erhöhter Augeninnendruck
  • Osteoporose, Knochenbrüche
  • Muskelschwäche
  • Psychische Störungen (Depression, Psychose)
  • Nebenniereinsuffizienz bei abruptem Absetzen
  • Regelmäßige augen- und knochendiagnostische Kontrollen ratsam

Leitfaden für den verantwortungsvollen Gebrauch (Apotheken- & Klinik-Tipps)

  • Pille/n oder Suspensionen immer mit Wasser einnehmen – nicht zerbeißen (Tabletten).
  • Packungsbeilage aufmerksam lesen; bei Fragen Arzt oder Apotheker konsultieren.
  • Regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt – insbesondere bei länger dauernden Therapien.
  • Vor Operationen oder schweren Infekten stets dem medizinischen Personal die Prednisolon-Therapie mitteilen.
  • Achtung bei geplanten Impfungen – Lebendimpfstoffe meiden!
  • Vitamin D und Calcium ergänzen, Bewegung fördern, um starker Osteoporose entgegenzuwirken.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten (erstattungsfähig laut österreichischer SV-Träger)

  • Dexamethason: Längere Wirkdauer, bei bestimmten Entzündungen eine Alternative, teilweise günstiger für Kurzzeitgebrauch.
  • Methylprednisolon: Vergleichbares Wirkspektrum, insbesondere bei intravenösen Hochdosistherapien.
  • Budesonid: Weniger systemische Nebenwirkungen, bevorzugt bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.
  • Behandlung mit nicht-steroidalen Immunsuppressiva (z. B. Methotrexat, Azathioprin): Bei Langzeitbedarf als steroid-sparende Option.

Vor- und Nachteile: Prednisolon bietet schnellen Wirkungseintritt und flexible Dosierungsoptionen, birgt aber bei Langzeitgebrauch vergleichsweise mehr Nebenwirkungen als manche Alternativen. Die Auswahl trifft der Arzt/die Ärztin entsprechend Erkrankung und individuellen Risiken.

Rechtlicher Status, Zulassung, Erstattung in Österreich

  • Zulassung durch: Österreichische Arzneimittelbehörde (BASG/AGES), EU-zentral oder national je nach Präparat
  • Rezeptpflichtig: Ja, Abgabe ausschließlich gegen ärztliche Verordnung
  • Erstattung: Laut österreichischem SV-System (ÖGK, BVAEB, SVS) bei medizinischer Notwendigkeit erstattungsfähig

Prednisolon-Präparate sind als „Suchtgiftfreie Rezeptarzneimittel“ eingestuft. Sie dürfen nur nach klarer medizinischer Indikation und unter ärztlicher Kontrolle abgegeben werden.

Neueste Forschung & Empfehlungen (2022–2025)

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Lieferzeiten in Österreich

Packungsgröße Typischer Apothekenpreis (2024, EUR) Lieferzeit Wien Lieferzeit Graz Lieferzeit Salzburg/Linz
20 Tabletten à 5 mg ca. 9,50 € Sofort oder 1 Tag 1–2 Werktage 1–2 Werktage
50 Tabletten à 20 mg ca. 28,00 € Sofort oder 1 Tag 1–2 Werktage 1–2 Werktage
100 ml Saft (5 mg/5 ml) ca. 23,00 € 1 Tag 2 Werktage 2 Werktage

Preise und Lieferzeiten können je nach Präparat, Wohnort und Bestellzeitpunkt variieren. Ihr Apotheker informiert Sie tagesaktuell!

FAQ – Häufigste Patientenfragen zu Prelone (Prednisolon)

  1. Kann ich mit Prednisolon Alkohol trinken?
    Nein, soweit möglich sollte Alkohol während der Behandlung vermieden werden, da das Risiko für Magen-Darm-Nebenwirkungen und Infektionen steigt.
  2. Muss ich Prednisolon ausschleichen?
    Ja, insbesondere nach einer längeren Einnahme (ab ca. 7–10 Tagen) niemals abrupt absetzen, um Nebennierenprobleme zu vermeiden. Ärztliche Rücksprache ist unerlässlich!
  3. Was mache ich bei einer vergessenen Dosis?
    Nehmen Sie die vergessene Dosis möglichst bald nach. Liegt der nächste Einnahmezeitpunkt nahe, lassen Sie die vergessene Dosis aus und setzen Sie regulär fort. Kein Doppeldosis einnehmen.
  4. Kann Prednisolon meine Impfungen beeinflussen?
    Ja, insbesondere Lebendimpfstoffe können während einer systemischen Prednisolon-Therapie nicht angewendet werden. Besprechen Sie geplante Impfungen vorab mit dem Arzt.
  5. Wie lange dauert es, bis Prednisolon wirkt?
    Die Wirkung setzt meist innerhalb weniger Stunden nach Einnahme ein. Abhängig von der Erkrankung kann eine spürbare Besserung nach 1–3 Tagen auftreten.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

5mg, 10mg, 20mg, 40mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 270 pill, 360 pill