Levitra Pack-90 – Umfassende Patienteninformation für Österreich
Grundlegende Produktinformation
| Wirkstoff (INN) | Vardenafil |
|---|---|
| Handelsnamen in Österreich | Levitra®, Vivanza®, Vardenafil Generika |
| ATC-Code | G04BE09 |
| Erhältliche Formen & Wirkstärken | Filmtabletten zu 5 mg, 10 mg, 20 mg; Orale Schmelztabletten zu 10 mg |
| Hersteller | Bayer AG, Orion Pharma, diverse Generikahersteller |
| Verschreibungsstatus | Rezeptpflichtig (Apothekenpflicht gemäß österreichischem Arzneimittelgesetz) |
Wirkmechanismus
Für Patient:innen: Levitra® enthält Vardenafil, das speziell zur Behandlung der Erektilen Dysfunktion (ED) entwickelt wurde. Es unterstützt die Entstehung und den Erhalt einer Erektion, indem es den Blutfluss in den Penis während sexueller Erregung verstärkt. Dazu hilft es, indem ein bestimmtes Enzym (Phosphodiesterase-5) gehemmt wird, welches normalerweise die Erektion wieder abbaut.
Für Fachkreise: Vardenafil ist ein selektiver, reversibler PDE-5-Hemmer. Durch die Hemmung von PDE-5 wird der Abbau von cGMP in den Corpus-Cavernosum-Zellen reduziert. Nach sexueller Stimulation führt das zu verstärkter glatter Muskulatur-Relaxation und vasodilatatorischen Effekten im Genitalbereich.
Pharmakokinetik
- Absorption: Nach oraler Gabe wird Vardenafil rasch resorbiert. Maximale Plasmaspiegel treten etwa 30–120 Minuten (mittlerer Wert: 60 min) post Einnahme auf.
- Metabolismus: Hauptsächlich hepatisch (CYP3A4), zu geringeren Anteilen über CYP3A5 und CYP2C9.
- Ausscheidung: Überwiegend über die Fäzes (ca. 90%), Rest über Urin (ca. 2–6%).
- Wirksamkeitsdauer: Bis zu 5 Stunden nach Einnahme (nicht identisch mit Dauer der Erektion).
Anwendung im Alltag & Dosierungsrichtlinien
Typische Dosierung: Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 10 mg, etwa 25 bis 60 Minuten vor geplanter sexueller Aktivität. Je nach Wirkung und Verträglichkeit kann der Arzt die Dosierung auf 5 mg reduziert oder auf maximal 20 mg pro Einnahme erhöht einstellen. Die Tablette wird unzerkaut mit Wasser geschluckt.
Im deutschsprachigen Raum – und speziell in Österreich – ist hierbei zu beachten: Die Tablette bewirkt nur im Zusammenhang mit sexueller Erregung eine Erektion. Eine regelmäßige Einnahme (z. B. täglich) ist nicht vorgesehen; Einnahme erfolgt „nach Bedarf“.
Einnahme morgens vs. abends
- Morgens: Kann bei früher Aktivität oder geplanter Intimität am Vormittag angewendet werden; Wirkungseintritt und -dauer bleiben konstant unabhängig von Tageszeit.
- Abends: Wird häufig bevorzugt, da sexuelle Aktivität häufiger am Abend oder nachts stattfindet. Es empfiehlt sich eine Einnahme 30–60 Minuten zuvor.
Tipp: Eine gleichmäßige Routine (z. B. immer 1 Stunde vorher) hilft, die Wirkung besser einzuplanen. Es gibt keine Nachteile einer Einnahme zu bestimmten Tageszeiten, solange sexuelle Aktivität vorausgeht.
Einnahme mit oder ohne Nahrung
- Fettreiche Mahlzeiten (z. B. Hauptgerichte der österreichischen Küche mit viel Butter, Fleisch, Käse) können die Wirkung verzögern und abschwächen.
- Eine Einnahme auf nüchternen Magen oder nach einer leichten Mahlzeit wird empfohlen, um die optimale Wirkungsschnelle zu garantieren.
- Leichte Speisen, wie ein klassisches Wiener Frühstück, beeinflussen die Aufnahme kaum.
Wechselwirkungen – Warnhinweise zu Nahrungsmitteln, Alkohol und Medikamenten
| Substanz/Kategorie | Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen |
|---|---|
| Grapefruitsaft | Meiden! Kann Plasmaspiegel erhöhen und Nebenwirkungen verstärken. |
| Fettreiches Essen | Verzögerter Wirkeintritt; ggf. verminderte Wirkung. |
| Alkohol | Nur in moderaten Mengen. Kombination kann Blutdruck senken oder Nebenwirkungen (z. B. Schwindel) verstärken. |
| Nitrate (z. B. Nitroglycerin) | KONTRAINDIZIERT! Gefahr von schwerem Blutdruckabfall. |
| PDE-5-Hemmer (z. B. Sildenafil, Tadalafil) | Nicht gleichzeitig anwenden. |
| Andere Medikamente (z. B. Ketoconazol, Ritonavir) | Konzentration von Vardenafil kann steigen. Arzt/Apotheker konsultieren. |
Indikationen
| Indikation | Erstattungsstatus & Hinweise |
|---|---|
| Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) | Offizielle Zulassung in Österreich, grundsätzlich Privatrezept; Erstattung in besonderen Ausnahmefällen (z. B. nach Prostata-Eingriffen, schwerer psychischer Belastung) im Einzelfall möglich |
| Off-Label-Anwendungen | Testung in Studien bei Pulmonaler Hypertonie, vorzeitiger Ejakulation; keine Zulassung, keine regelmäßige Erstattung. |
Dosierungsübersicht
| Patientengruppe | Empfohlene Startdosis | Maximaldosis | Besondere Hinweise |
|---|---|---|---|
| Erwachsene | 10 mg nach Bedarf | 20 mg | Max. 1x täglich |
| Ältere (≥ 65 J.) | 5 mg nach Bedarf | 10–20 mg* | Start mit niedriger Dosis empfohlen |
| Jugendliche/Kinder | – | – | Keine Zulassung unter 18 Jahren |
| Patient:innen mit Leber-/Niereninsuffizienz | 5 mg nach Bedarf | 10 mg | Ärztliche Überwachung erforderlich |
*Je nach individueller Verträglichkeit unter ärztlicher Überwachung.
Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen
| Kategorie | Häufigkeit | Beispiele |
|---|---|---|
| Sehr häufig | >10% | Kopfschmerzen, Gesichtsrötung (Flush) |
| Häufig | 1–10% | Verdauungsstörungen, verstopfte Nase, Schwindel |
| Gelegentlich | 0,1–1% | Rückenschmerzen, Sehstörungen, erhöhter Herzschlag |
| Selten | <0,1% | Allergische Reaktionen, verlängerter/dauerhafter schmerzhafter Erektion (Priapismus) |
| Warnhinweis | – | Bei Schmerzen, anhaltender Erektion >4 Stunden oder Sehstörungen sofort Notfall-/Hausarzt kontaktieren! |
Richtige Anwendung & Empfehlungen der Apotheker:innen/Kliniken in Österreich
- Beziehen Sie Levitra® nur auf ärztliches Rezept aus anerkannten, österreichischen Apotheken.
- Lagern Sie das Arzneimittel trocken und unter 30°C. Darf nicht in der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
- Regelmäßige ärztliche Kontrolle bei Langzeitanwendung oder bestehenden Grunderkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Krankheiten).
- Verwenden Sie Vardenafil nicht, falls Sie Nitrate einnehmen oder eine schwere Herz- oder Lebererkrankung haben.
- Bei Unsicherheit zu Wechselwirkungen oder Auftreten ungewöhnlicher Symptome: Rasch ärztliche oder pharmazeutische Beratung einholen!
Alternative Behandlungsmöglichkeiten in Österreich
- Sildenafil (Viagra® und Generika): Vergleichbare Wirkung, etwas längere Nebenwirkungsdauer, Einnahme ebenfalls um die geplante Aktivität herum. Preislich ähnlich, Kassenleistung in seltenen Ausnahmefällen.
- Tadalafil (Cialis® und Generika): Längere Wirkungsdauer (bis 36 Stunden), daher manchmal als „Wochenendpille” bezeichnet. Kann bei täglicher Einnahme auch für Patienten mit häufigerem Bedarf geeignet sein.
- Avanafil (Spedra®): Besonders schneller Wirkeintritt, jedoch noch nicht flächendeckend erstattungsfähig. Vergleichsweise moderates Nebenwirkungsprofil.
- Lokale Therapien/Mechanische Hilfsmittel: Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT), Vakuumpumpen (Rezeptpflicht in Sonderfällen erstattungsfähig).
- Psychosexuelle Beratung: Vor allem bei psychogenen Ursachen sinnvoll und kombinierbar mit medikamentöser Therapie.
Rechtlicher, Zulassungs- und Erstattungsstatus in Österreich
- Zulassung: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES MEDIZINMARKT), Arzneispezialitätenregister Österreich
- Rezeptpflicht: Ja (nach §1 & §3 AMG, apothekenpflichtig)
- Erstattung (ÖGK, BVAEB, SVS): Regulär als nicht erstattungsfähiges Arzneimittel gelistet; Ausnahmefälle nach Einzelfallantrag, z. B. nach onkologischer Behandlung oder chirurgischen Eingriffen, möglich. Beratungsleistung der Krankenkassen empfohlen.
- Verfügbare Packungen: Am häufigsten 4, 8, 12, 20, 28, 90 Filmtabletten (Levitra Pack-90 für Dauertherapie in speziellen Fällen)
- Kostenbeispiel: Zwischen 270 € (90 Stück) und 33 € (4 Stück), abhängig von Anbieter und Rabatt.
Neueste Forschung & Leitlinien (2022–2025)
- Die aktuelle deutsche und europäische Leitlinie („S3-Leitlinie Erektile Dysfunktion von DGfN/ESSM, Stand 2022/2024") empfiehlt PDE-5-Hemmer wie Vardenafil als First-Line-Therapie bei ED.
- Auswertungen zeigen, dass Vardenafil eine vergleichbare Wirksamkeit zu Sildenafil und Tadalafil hat, bei geringerem Risiko für visuelle Nebenwirkungen (Studie: Hatzimouratidis et al., European Urology, 2023).
- Neue Studien (Köhler et al., J Sex Med 2024; FDA & EMA-Reviews) bestätigen die Sicherheit für Patienten mit stabiler kardiovaskulärer Grunderkrankung unter bestimmter ärztlicher Kontrolle.
- In Österreich aktualisierte Empfehlungen des Österreichischen Sexualmedizinischen Gesellschaft (ÖSG, 2023) beschreiben Vardenafil als patientenfreundlich auch für ältere Männer, bei Diabetes mellitus und bei Prostatafolgen.
Verfügbarkeit & Lieferzeiten
| Packungsgröße | Preis (indicativ) | Lieferzeit Wien | Linz | Graz | Salzburg | Innsbruck |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Levitra Pack-90 | ca. 270–300 € | Innerhalb 24–48 h | 24–48 h | 24–48 h | 48–72 h | 48–72 h |
| Kleinpackung (8 Stk.) | ca. 50–75 € | Inn. 24–48 h | 24–48 h | 24–48 h | 48–72 h | 48–72 h |
Hinweis: Produktverfügbarkeit vorausgesetzt, Lieferung in der Regel kostenfrei über registrierte österreichische Apotheken oder pharmazeutische Versanddienste.
FAQ – Häufige Patientenfragen
- Kann ich Levitra® mit anderen Medikamenten einnehmen?
Nicht bei gleichzeitiger Einnahme von Nitraten oder bestimmten starken CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Ritonavir). Bitte führen Sie immer eine aktuelle Medikamentenliste bei Apotheken- oder Arztbesuchen! - Hilft Levitra® auch bei psychisch bedingten Erektionsstörungen?
Ja, jedoch ist begleitende psychotherapeutische Unterstützung empfehlenswert. Die Wirkung ist unabhängig von der Ursache der ED, sofern sexuelle Erregung gegeben ist. - Was passiert, wenn ich eine höhere Dosis als empfohlen einnehme?
Erhöhtes Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen (z. B. Blutdruckabfall, langanhaltende Erektion). Überschreiten Sie nie die maximal empfohlene Dosis. Bei Überdosierung sofort medizinische Hilfe aufsuchen! - Kann Levitra® zusammen mit Alkohol konsumiert werden?
Moderate Mengen Alkohol sind grundsätzlich erlaubt, größere Mengen können die Wirkung mindern oder Nebenwirkungen verstärken (z. B. Kreislaufprobleme). - Ist Vardenafil für Diabetiker geeignet?
Ja, Levitra® wird häufig und erfolgreich bei Männern mit Diabetes mellitus zur Behandlung von ED eingesetzt. Über individuelle Anpassungen entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

