Evecare – Umfassende Produktinformation für Patientinnen in Österreich
Grundlegende Produktinformationen
| Internationaler Freiname (INN) | Es handelt sich um ein pflanzliches Kombinationspräparat, daher keine INN nach WHO-Konvention; handelsüblicher Name: Evecare. |
|---|---|
| Österreichische Handelsnamen | Evecare (Hersteller: Himalaya Global Holdings Ltd.) |
| ATC-Code | N/A (Pflanzliches Arzneimittel, frei verkäuflich – unterliegt nicht der ärztlichen Verschreibungspflicht in Österreich; laut BASG als Nahrungsergänzung oder traditionelles pflanzliches Arzneimittel registriert.) |
| Verfügbare Darreichungsformen und Stärken | Kapseln (60 pro Packung), Sirup (200 ml Flasche) |
| Hersteller | Himalaya Global Holdings Ltd., Vertrieb über österreichische Apotheken und Fachgroßhandel |
| Verschreibungsstatus | Frei verkäuflich (OTC); kein Rezept erforderlich; Apothekenpflichtig |
Wirkmechanismus
Für Patientinnen einfach erklärt:
Evecare ist ein pflanzliches Kombinationspräparat, das traditionell zur Linderung und Regulierung weiblicher Menstruationsbeschwerden eingesetzt wird. Die enthaltenen Extrakte (beispielsweise von Saraca indica und Symplocos racemosa) wirken regulierend auf das hormonelle Gleichgewicht, können Krämpfe lindern und den Zyklus unterstützen.
Für Fachpersonal:
Die synergistische Wirkung der in Evecare enthaltenen Phytoextrakte basiert auf adaptogenen, antioxidativen, antispastischen und hormonmodulierenden Effekten. Es zeigte sich in Studien ein Einfluss auf die hypothalamisch-hypophysäre Achse und eine potenzielle Reduktion prostaglandinvermittelter Schmerzen. Einige Studien belegen eine antiöstrogene und progesteronmodulatorische Tendenz der enthaltenen Pflanzenstoffe.
Pharmakokinetik
- Resorption: Die pflanzlichen Wirkstoffe werden nach oraler Einnahme über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Details zur Bioverfügbarkeit einzelner Inhaltsstoffe variieren.
- Metabolismus: Die Inhaltsstoffe werden überwiegend in der Leber metabolisiert, wobei sekundäre Pflanzenstoffe teilweise unverändert ausgeschieden werden.
- Elimination: Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal (über die Nieren) und zu kleinen Anteilen fecal.
- Wirkeintritt/-dauer: Erste positive Effekte zeigen sich meist nach 2–4 Wochen kontinuierlicher Anwendung; Langzeitnutzen wird vor allem bei über mindestens 3 Menstruationszyklen beobachtet.
Anwendung im Alltag & Best Practices (Österreichischer Kontext)
- Empfohlene Dosierung:
- Kapseln: 2-mal täglich 1–2 Kapseln, vorzugsweise morgens und abends mit Flüssigkeit einnehmen.
- Sirup: 2-mal täglich 5–10 ml, vorzugsweise morgens und abends.
- Die Einnahme sollte möglichst regelmäßig zur selben Zeit erfolgen, um eine optimale Wirkung zu erzielen.
- Je nach individuellem Beschwerdebild wird die Anwendung in Absprache mit Gynäkologin/Gynäkologen empfohlen.
- Für Patientinnen mit bekannten Allergien auf pflanzliche Inhaltsstoffe ist ärztliche Rücksprache ratsam.
Morgendliche vs. abendliche Einnahme
Vorteile der morgendlichen Einnahme: Hilft, den natürlichen Tagesrhythmus zu stabilisieren, besonders bei Frauen mit Zyklusstörungen. Für Patientinnen mit Magenbeschwerden ist die Einnahme nach dem Frühstück gut verträglich.
Vorteile der abendlichen Einnahme: Kann beruhigend wirken und nächtliche Krämpfe mildern. Besonders günstig bei PMS-Beschwerden, die abends verstärkt auftreten.
Unser Tipp: Die gleichmäßige Verteilung (morgens/abends) wird – auch laut österreichischen Pharmazierichtlinien – empfohlen, um einen stabilen Blutspiegel der Wirkstoffe zu gewährleisten.
Einnahme mit oder ohne Nahrung (Ernährungsgewohnheiten in Österreich)
- Empfehlenswert ist die Einnahme zu den Mahlzeiten (z.B. Frühstück/Abendessen), um die Verträglichkeit zu erhöhen und Magenreizungen zu vermeiden.
- Mit typisch österreichischen Mahlzeiten (z.B. Semmel, Müsli, leichte Kost) ist die Verträglichkeit üblicherweise sehr gut.
- Die Aufnahme mit fettreichen und schwer verdaulichen Speisen kann die Resorption einzelner Wirkstoffe erhöhen; bei empfindlichem Magen bitte Rücksprache mit Apotheke/Arzt.
Wechselwirkungen
| Kategorie | Interaktion – Hinweise |
|---|---|
| Medikamente |
|
| Lebensmittel | Keine relevanten Interaktionen mit üblichen Lebensmitteln. Alkohol sollte vermieden werden, da er Pflanzenextrakte in Leberstoffwechsel beeinflussen kann. |
| Alkohol | Nicht empfohlen während der Behandlung; Risiko für verstärkte Nebenwirkungen, metabolische Interaktionen möglich. |
Indikationen
| Indikation | Status in Österreich | Bemerkung |
|---|---|---|
| Regulierung des Menstruationszyklus | Offiziell zugelassen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel | Unterstützend bei Zyklusstörungen |
| Linderung prämenstrueller Beschwerden (PMS) | Offiziell (Traditionelle Anwendung) | Pflanzliche Unterstützung; Evidenz gemäß Erfahrungsmedizin |
| Leichte bis mittelschwere Dysmenorrhoe (Regelschmerzen) | Offiziell (Traditionelle Anwendung) | Schmerzlindernd, krampflösend |
| Unterstützung in der Rückbildungsphase nach gynäkologischen Eingriffen | Off-label | Anwendung nach individueller Absprache |
Dosierung nach klinischer Indikation
| Indikation | Erwachsene | Kinder/Jugendliche | Ältere Patientinnen |
|---|---|---|---|
| Zyklusregulierung | 2x1–2 Kapseln oder 2x5–10 ml Sirup | Ab 14 Jahren: 1x1 Kapsel oder 2x5 ml Sirup – nur nach ärztlicher Empfehlung | Wie Erwachsene; ggf. reduzierte Dosis bei Niereninsuffizienz |
| PMS-Symptomatik | 2x2 Kapseln beginnend 7 Tage vor bis 3 Tage nach Menstruationsbeginn | Wie oben, nach Rücksprache | Wie Erwachsene, besondere Vorsicht bei Multimorbidität |
| Regelschmerz | 2x2 Kapseln oder 2x10 ml Sirup für 5–7 Tage im Zyklus | Nicht empfohlen für Kinder unter 14 Jahren | Reduzierte Dosis je nach Verträglichkeit |
Sicherheitsprofil / Nebenwirkungen
- Sehr häufig (≥1/10): Keine bekannt
- Häufig (≥1/100 bis <1/10): Leichte Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, Kopfschmerzen
- Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100): Allergische Hautreaktionen (Juckreiz, Exanthem), Müdigkeit
- Selten (<1/1.000): Stärkere Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwellungen im Gesicht oder an den Lippen (sofort ärztlich abklären!)
| Warnhinweis | Bei Auftreten von starkem Juckreiz, Atemnot oder Kreislaufstörungen Medikament sofort absetzen und ärztliche Hilfe aufsuchen! |
|---|
Hinweise zur richtigen Anwendung (Apotheken-/Klinikrat Österreich)
- Einnahme immer zu festen Tageszeiten beibehalten.
- Dauertherapie nur bei guter Verträglichkeit und nach Rücksprache mit der behandelnden Frauenärztin/dem Frauenarzt.
- Bei ausbleibendem Therapieerfolg nach 3 Monaten oder starker Verschlechterung der Beschwerden ist die Behandlung ärztlich zu evaluieren.
- Kühl, trocken und außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
Alternative Behandlungsmöglichkeiten
- Chasteberry (Mönchspfeffer, z. B. Agnus castus – "Cyclodynon", "Agnucaston"); Kassenleistungen variieren abhängig von Indikation
- Hormonelle Kontrazeptiva (Pille) – wirkungsvoll, aber verschreibungspflichtig und teils nicht erstattungsfähig bei ausschließlich Zyklusstörungen
- Analgetika (z.B. Ibuprofen, Paracetamol) – rezeptfrei, kurzfristig bei Schmerzen, jedoch keine langfristige Regulation des Zyklus
- Wärmepflaster, Akupunktur, Lebensstilmodifikation (Diät, Sport); unterstützend, keine Arzneimitteleigenschaften
Vorteile von Evecare: Gute Verträglichkeit, natürlich, keine hormonellen Wirkstoffe, frei verkäuflich.
Nachteile: Nicht immer sofort wirksam, Wirkung wissenschaftlich weniger eindeutig als bei zugelassenen Hormonen/Pillen.
Rechtlicher Status, Zulassung & Erstattung in Österreich
- Evecare ist als traditionelles pflanzliches Arzneimittel apothekenpflichtig, jedoch nicht rezeptpflichtig.
- Registrierung bei der nationalen Arzneimittelbehörde BASG (Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen) als Nahrungsergänzung/traditionelles Arzneimittel, nicht als verschreibungspflichtiges Medikament.
- Keine Kostenübernahme durch die österreichische Gesundheitskasse (ÖGK/NFZ) – Direktzahlung durch Patientin notwendig.
- Keine Listung in der Spezialitätenliste der erstattungsfähigen Medikamente. Kein Suchtgift. Frei von Dopingsubstanzen.
Aktuelle Forschung & Leitlinien (2022–2025)
- Aktuelle Publikationen (z. B. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie, 2023; Bundesinstitut für Arzneimittel, 2024, Himalaya Health Research, 2022) bestätigen die traditionelle Anwendung von Phytotherapeutika bei leichten Menstruationsbeschwerden und PMS; randomisierte kontrollierte Studien existieren, jedoch wird auf limitierte Datenlage hingewiesen.
- Empfehlungen der österreichischen und deutschen Fachgesellschaften: Phytotherapeutika wie Evecare können als Erstlinientherapie bei leichten Zyklusstörungen erwogen werden, sofern keine schwerwiegenden Pathologien oder Kontraindikationen bestehen.
- Für schwere Formen der Dysmenorrhoe und anhaltende Zyklusstörungen sind weiterhin klassische Hormonpräparate evidenzbasiert empfohlen.
Verfügbarkeit und Lieferung in Österreich
| Packungsgröße | Kapseln (St.) | Sirup (ml) | Preis (indiziert, €) | Lieferzeit (Tage) |
|---|---|---|---|---|
| Standardpackung | 60 | 200 | ab 17,00 | Wien: 1–2, Graz: 2–3, Linz: 2–4, Innsbruck: 3–5, Salzburg: 2–4 |
Sondergrößen und größere Packungen können auf Anfrage oft kurzfristig über österreichische Apotheken (online/offline) bestellt werden.
FAQ – Häufig gestellte Fragen und Antworten
- Wie lange dauert es, bis Evecare wirkt?
Erste Verbesserungen können nach 2–4 Wochen auftreten. Für die volle Zyklusregulierung sollte eine Anwendung über mindestens 3 Monate angestrebt werden. - Kann Evecare zusammen mit der Antibabypille eingenommen werden?
In der Regel sind keine Interaktionen bekannt. Da jedoch einzelne Pflanzenstoffe den Hormonhaushalt beeinflussen könnten, ist ärztliche Rücksprache ratsam. - Können Teenager oder Frauen nach der Menopause Evecare einnehmen?
Für Jugendliche ab 14 Jahren nach fachärztlicher Empfehlung möglich; für Frauen nach der Menopause ist der Nutzen nicht belegt. - Ist Evecare vegan und gentechnikfrei?
Kapseln und Sirup sind laut Hersteller rein pflanzlich sowie frei von Gentechnik und Tierbestandteilen. - Darf ich Evecare während der Schwangerschaft oder Stillzeit verwenden?
Eine Anwendung wird in dieser Zeit nicht empfohlen, da keine ausreichend sicheren Daten für diese Anwenderinnen vorliegen.
Für weitergehende Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Apothekerin oder Ihren Gynäkologen – gerne beraten wir Sie diskret und individuell.

