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Eszopiclone

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Eszopiclon ist ein Arzneimittel zur kurzzeitigen Behandlung von Schlafstörungen (Insomnie). Es hilft Ihnen dabei, schneller einzuschlafen und nachts durchzuschlafen. Eszopiclon sollte nur nach ärztlicher Anweisung und für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden, um Abhängigkeit und Nebenwirkungen zu vermeiden. Bitte beachten Sie die individuellen Dosierungsempfehlungen Ihres Arztes und suchen Sie bei Fragen oder Problemen das Gespräch mit Ihrem medizinischen Betreuungsteam.

Eszopiclon – Patienteninformation für Österreich

Grundlagen: Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Eszopiclon
Handelsnamen (Österreich) Lunivia®, Eszopiclon Generika (nur im EU-Ausland, Import möglich)
ATC-Code N05CF04
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Filmtabletten: 1 mg, 2 mg, 3 mg
Hersteller (EU/EWR) Teva, Glenmark, STADA, Pfizer
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (nur auf Kassenrezept mit Indikation für Schlafstörungen möglich)

Wirkmechanismus

Einfach erklärt: Eszopiclon gehört zu den sogenannten „Z-Drugs“ und wirkt im Gehirn, indem es bestimmte Botenstoffe beeinflusst, vor allem den Neurotransmitter GABA. Dies sorgt für eine schnellere Entspannung, erleichtert das Einschlafen und führt zu einem längeren Nachtschlaf.
Für Spezialisten: Eszopiclon ist ein nicht-benzodiazepiner Agonist am GABAA-Rezeptor-Komplex. Die selektive Bindung an den ω1-Untereinheit des Rezeptors fördert die Inhibition neuronaler Erregung, was zu einer schlafanstoßenden und schlaferhaltenden Wirkung führt.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Rasche Aufnahme aus dem Magen-Darm-Trakt, maximale Plasmakonzentration nach ca. 1 Stunde.
  • Metabolisierung: Leber (hauptsächlich CYP3A4, CYP2E1, CYP2B6).
  • Ausscheidung: Über die Nieren, hauptsächlich als Metabolite.
  • Wirkdauer: 6–8 Stunden; bei älteren Menschen verlängert.

Anwendung im Alltag & bewährte Praktiken

Typische Dosierung:

  • Erwachsene: 1–3 mg abends, unmittelbar vor dem Schlafengehen
  • Patienten >65 Jahre: 1 mg zum Schlafengehen
Eszopiclon wird ausschließlich zur kurzzeitigen Behandlung (maximal 2–4 Wochen) von Ein- und Durchschlafstörungen empfohlen. Eine regelmäßige Einnahme sollte abends, möglichst immer zur gleichen Zeit, erfolgen. Fahren, Maschinenbedienung und Alkohol sollten nach der Einnahme vermieden werden.

Morgens vs. Abends – wann einnehmen?

  • Morgeneinnahme: Nicht empfohlen, da tagsüber schwere Müdigkeit und verringerte Aufmerksamkeit auftreten können.
  • Abendeinnahme: Standard (unmittelbar vor dem Schlafengehen) für optimale Wirkung und Sicherheit.
  • Tipp: Rasche Bettruhe nach der Einnahme, da die Wirkung innerhalb von 15–30 Minuten einsetzt.

Einnahme mit oder ohne Nahrung – Bedeutung im österreichischen Alltag

  • Eine fette/eiweißreiche Mahlzeit (typisch: Abendbrot, Wurst/Käse/Jause) vor der Einnahme verzögert die Aufnahme; Wirkung tritt später ein.
  • Besser: Einnahme mindestens 1 Stunde nach einer Mahlzeit oder auf nüchternen Magen.
  • Braucht keine spezielle Diät.

Warnhinweise zu Wechselwirkungen

Kategorie Interaktion/Beispiel Hinweis
Alkohol Bier, Wein, Spirituosen Gefahr schwerwiegender Nebenwirkungen (Atemdepression, Blackout), meiden!
Lebensmittel Schweres Abendessen, fettreiche Speisen Verzögerte Wirkung möglich
Medikamente Antidepressiva, Opiate, Antihistaminika, Antikonvulsiva, CYP3A4-Hemmer (z.B. Ketoconazol) Kombination kann Wirkung und Nebenwirkungen verstärken, Rücksprache mit Arzt erforderlich
Rauchen Zigaretten, Tabak Kann Stoffwechsel beschleunigen & Wirkung vermindern

Zugelassene Anwendungsgebiete / Off-Label-Use

Indikation Zulassung in Österreich Kurzbeschreibung
Insomnie (Schlaflosigkeit) Ja Kurzzeitige Behandlung bei Ein- und Durchschlafstörungen
Chronische Schlafstörung Nein Nur nach ärztlicher Rücksprache off-label; Dauertherapie nicht empfohlen
Psychiatrische Erkrankungen (z.B. Angst) Off-label Nur auf Spezialistenanordnung & engmaschige Kontrolle

Dosierung nach Indikation

Patientengruppe Standarddosis Maximaldosis Besonderheiten
Erwachsene (18–64 Jahre) 2 mg 3 mg Nur abends, maximal 4 Wochen
Ältere (>65 Jahre) 1 mg 2 mg Erhöhtes Risiko für Stürze, Verwirrtheit
Kinder/Jugendliche - - Keine Anwendung
Leberinsuffizienz 1 mg 2 mg Dosisanpassung nach ärztlicher Rücksprache

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispielhafte Nebenwirkungen Hinweis
Sehr häufig (≥1/10) Bitterer Geschmack, Mundtrockenheit In der Regel harmlos, oft nach wenigen Tagen rückläufig
Häufig (≥1/100, <1/10) Kopfschmerzen, Schläfrigkeit am Tag, Benommenheit, Schwindelgefühl Täglich auf Wirkung prüfen; keine Fahrzeuge führen
Gelegentlich (≥1/1.000, <1/100) Alpträume, Vergesslichkeit, Magen-Darm-Beschwerden Bei anhaltenden Symptomen Arzt informieren
Selten / Sehr selten Allergische Reaktionen, Halluzinationen, Verhaltensauffälligkeiten Sofortige ärztliche Hilfe notwendig!
  • Warnhinweis: Abhängigkeitsrisiko bei längerer/großzügiger Anwendung.
  • Entzugserscheinungen nach abruptem Absetzen möglich.

Richtige Anwendung: Ratschläge aus der Apotheke

  1. Tablette immer direkt vor dem Schlafengehen einnehmen.
  2. Tablette unzerkaut mit etwas Wasser schlucken.
  3. Nicht mit Alkohol kombinieren.
  4. Tablette nicht teilen oder zerkleinern, sofern nicht anders verordnet.
  5. Maximal vier Wochen verwenden, dann ärztlicher Kontrolltermin (Abhängigkeitsprophylaxe).
  6. Regelmäßiger Schlafrhythmus und schlaffördernde Umgebung werden zusätzlich empfohlen (Beleuchtung, Temperatur, Lärm).

Alternative Therapieoptionen

  • Benzodiazepine: (z.B. Temazepam, Diazepam) – schneller Wirkeintritt, jedoch höheres Abhängigkeits- und Nebenwirkungsrisiko.
  • Antihistaminika: (z. B. Doxylamin, rezeptfrei) – weniger wirksam, aber niedriges Suchtpotenzial.
  • Pflanzliche Präparate: (Baldrian, Melisse, Passionsblume) – milder Effekt, auch für leichte Schlafstörungen.
  • Melatonin: (z. B. in Circadin®, beschränkte Wirksamkeit bei Insomnie, niedrige Nebenwirkungsrate).
  • CBT-I: (Kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie, leitlinienempfohlen bei chronischer Schlaflosigkeit.)

Vergleich: Eszopiclon bietet bei Kurzzeitanwendung oft einen rascheren und zuverlässigeren Schlafbeginn als Antihistaminika oder Phytopharmaka, weist aber ein relevantes Abhängigkeitsrisiko wie Benzodiazepine auf.

Rechtlicher & erstattungsrechtlicher Status in Österreich

  • Zulassung: Eszopiclon ist in einigen EU-Ländern, aber derzeit nicht explizit in Österreich zugelassen (nur Einzelimport mittels Rezept aus EU/EWR möglich, z. B. nach § 73 AMG).
  • Verschreibungsstatus: Streng rezeptpflichtig.
  • Erstattung: Kein Anspruch auf automatische Rückerstattung aus der Liste der Erstattungsfähigen Arzneimittel der österreichischen Krankenkassen (je nach Einzelfall möglich, v.a. bei nachgewiesener Therapieresistenz gegen Erstlinienpräparate).
  • NFZ/BMSGPK: Eszopiclon findet sich nicht in der aktuellen Erstattungsliste der österreichischen Sozialversicherung (Stand 2024).

Aktuelle Forschung & Leitlinien (2022–2025)

  • 2022: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) empfiehlt die Anwendung von Eszopiclon in der Kurzzeittherapie von Insomnien, betont aber die Bedeutung alternativer, nichtmedikamentöser Therapien als Erstwahl (z. B. CBT-I).
  • 2023: Metaanalysen (u.a. Brasure et al., JAMA) bestätigen, dass Eszopiclon im Vergleich zu Placebo die Einschlafzeit reduziert und die Schlafdauer verlängert, jedoch zentralnervöse Nebenwirkungen auftreten können.
  • 2024: Die EULAR-Leitlinie (European Alliance of Associations for Rheumatology) empfiehlt Ausnahmeverordnungen bei chronischen Schmerzpatienten.
  • 2025 (prognostiziert): Fokus der internationalen Forschung auf Weiterentwicklung schlafmodulierender Medikamente mit reduziertem Abhängigkeitsrisiko.

Quellen: DGSM-Leitlinien (2022-2025), AWMF, Brasure JAMA 2023, EULAR-Empfehlungen 2024.

Verfügbarkeit & Lieferung

PZN-Import Packungsgröße Mögliche Tagesdosen Indikativer Preis (EUR) Durchschnittliche Lieferzeit
30 Tabletten (3 mg) 10–30 Tage EUR 45–60 Wien: 1–2 Werktage, Graz: 2–3 Werktage, Salzburg: 2–3 Werktage, Innsbruck: 3 Werktage
14 Tabletten (2 mg) 7–14 Tage EUR 25–36 Wien & Umgebung: 2 Werktage

Lieferung in alle Regionen Österreichs per Einfuhr-Rezept über Apotheken mit EU-Import-Lizenz.

FAQ – Häufige Patientenfragen zu Eszopiclon

  • Wie schnell wirkt Eszopiclon?
    Die Wirkung tritt in der Regel innerhalb von 30 Minuten ein. Deshalb möglichst rasch nach der Einnahme ins Bett gehen.
  • Kann ich Eszopiclon länger als 4 Wochen einnehmen?
    Die Langzeitanwendung wird wegen des Abhängigkeitsrisikos nicht empfohlen. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, falls Ihre Schlafprobleme weiterhin bestehen.
  • Was tun bei vergessener Einnahme?
    Nehmen Sie die Tablette nicht nach Mitternacht oder vor dem Aufstehen. Lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie wie gewohnt fort.
  • Kann ich nach der Einnahme noch Auto fahren?
    Nein. Sie dürfen nach Einnahme von Eszopiclon keine Fahrzeuge führen oder Maschinen bedienen, auch nicht am nächsten Morgen, falls Sie sich noch schläfrig fühlen.
  • Können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten?
    Ja, besonders mit anderen zentralwirksamen Arzneimitteln (z.B. Antidepressiva, Opiate), sowie mit Alkohol. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle eingenommenen Medikamente.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

1mg, 2mg, 3mg

Paket: No selection

50 pill, 100 pill, 150 pill