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Colofac (Mebeverin hydrochloride)

€34.64

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Colofac enthält den Wirkstoff Mebeverin hydrochlorid und wird zur Linderung von Beschwerden bei Reizdarmsyndrom eingesetzt. Es hilft, Bauchschmerzen, Blähungen und Krämpfe zu reduzieren, indem es die Muskulatur des Darms entspannt. Colofac ist gut verträglich und wirkt gezielt im Magen-Darm-Bereich. Bitte nehmen Sie das Medikament immer gemäß den Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers ein. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an unser Team.

Colofac (Mebeverin hydrochlorid) – Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff (INN) Mebeverin hydrochlorid
Handelsnamen in Österreich Colofac®, Mebeverin Generika
ATC-Code A03AA04
Verfügbare Darreichungsformen & Stärken Filmtabletten (135 mg), Retardkapseln (200 mg)
Hersteller AbbVie GmbH, diverse Generikahersteller
Rezeptpflicht Verschreibungspflichtig (Rezept erforderlich, nach österr. Arzneimittelgesetz)

Wirkungsmechanismus

Für Patient:innen: Mebeverin wirkt direkt auf die Muskulatur des Darms und hilft, krampfartige Schmerzen (Spasmen) zu lindern, wie sie etwa beim Reizdarmsyndrom auftreten. Es entspannt den Darm, ohne die natürliche Darmbewegung (Peristaltik) zu stören.

Für Fachkreise: Mebeverin ist ein muskulotropes Spasmolytikum ohne anticholinerge Wirkung und blockiert selektiv Natriumkanäle in der glatten Muskulatur des Gastrointestinaltrakts. Dadurch wird die Kontraktionsfähigkeit reguliert, eine Beeinträchtigung der normalen Motilität tritt nicht ein.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Rasche und vollständige Resorption im Dünndarm nach oraler Einnahme.
  • Metabolismus: Schneller First-Pass-Effekt in der Leber, Hauptmetabolit ist Veratrinsäure.
  • Ausscheidung: Metabolite werden hauptsächlich renal (über den Urin) ausgeschieden.
  • Wirkeintritt und Wirkdauer: Wirkung tritt in der Regel nach 1–2 Stunden ein; Retardkapseln wirken bis zu 12 Stunden.

Anwendung im Alltag & Best Practices

  • Typische Dosierung: Erwachsene nehmen meist 1 Tablette zu 135 mg 3-mal täglich vor den Mahlzeiten; Retardkapseln (200 mg) werden 2-mal täglich (morgens & abends) eingenommen.
  • Wie anwenden: Tabletten/Kapseln unzerkaut mit ausreichend Wasser schlucken. Tabletten dürfen nicht zerdrückt werden.
  • Therapiedauer: Anpassung individuell; meist über mehrere Wochen, in Rücksprache mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
  • Deutsche Ernährung & Lebensstil: Viele ballaststoffreiche Speisen – eine Anpassung ist meist nicht notwendig, da Colofac die Verdauungsfunktion gezielt unterstützt.

Einnahme morgens vs. abends

  • Morgens: Vorteilhaft, um rezeptive Symptome nach dem Frühstück zu verhindern. Praktisch bei Berufsalltag mit frühem Start.
  • Abends: Geeignet, wenn krampfartige Beschwerden nachts oder nach dem Abendessen auftreten.
  • Konsistenz: Wichtig ist die regelmäßige Einnahme – am besten feste Zeiten wählen, damit die Wirkung gleichmäßig bleibt.

Einnahme zu den Mahlzeiten oder auf nüchternen Magen

  • Empfohlene Einnahme 20–30 Minuten vor den Mahlzeiten, um typische Beschwerden nach dem Essen zu verhindern.
  • Bei Einnahme auf nüchternen Magen: Geringfügig schnellere Aufnahme, aber Magenverträglichkeit bleibt hoch.
  • Häufige Essgewohnheiten (Österreich): Ballastreiche Kost oder schwer verdauliche Speisen beeinflussen die Wirkung nicht direkt.

Wechselwirkungen & Warnhinweise

Substanz/Lebensmittel Wechselwirkung/Risiko
Alkohol Keine direkte Wechselwirkung, dennoch wird maßvoller Konsum empfohlen.
Lebensmittel Keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.
Andere Medikamente Bisher keine signifikanten Wechselwirkungen festgestellt. Dennoch Arzneimittelanamnese wichtig.
Anticholinergika Gleichzeitige Gabe i.d.R. unproblematisch, aber Rücksprache mit Arzt empfohlen.
Schwangerschaft/Stillzeit Nicht empfohlen ohne ärztliche Rücksprache. Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.

Indikationen & Anwendungsgebiete

Indikation Beschreibung Zulassung in Österreich
Reizdarmsyndrom (IBS) Krämpfe & Schmerzen bei funktionellen Darmbeschwerden Offiziell zugelassen
Spastische Zustände im Gastrointestinaltrakt Sekundäre Bauchschmerzen bei z.B. Divertikulose Offiziell zugelassen
Leichte Gallenwegserkrankungen, Koliken Linderung krampfartiger Beschwerden Off-label-Anwendung
Gynäkologische Krämpfe (z. B. Dysmenorrhoe) Schmerzbehandlung insb. bei Spastik Off-label-Anwendung

Dosierungsempfehlungen nach Indikation & Patientengruppe

Gruppe Standarddosierung Maximaldosis/Anmerkung
Erwachsene & Jugendliche ab 10 Jahren 135 mg Tablette 3x täglich oder 200 mg Retardkapsel 2x täglich Keine Überschreitung der Maximaldosis empfohlen
Kinder unter 10 Jahren Keine Anwendung empfohlen -
Ältere Menschen Wie Erwachsene Individuelle Anpassung bei verminderter Nieren-/Leberfunktion
Leber-/Nierenerkrankung Vorsicht, Therapie nur nach ärztlicher Rücksprache Individuelle Dosisanpassung möglich

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispielhafte Nebenwirkungen Kommentar/Warnhinweis
Sehr häufig / Häufig (>1%) Leichte Magen-Darm-Beschwerden (z. B. leichte Übelkeit, weicher Stuhl) Meist vorübergehend, selten behandlungsbedürftig
Gelegentlich Kopfschmerzen, leichte Hautausschläge Absetzen bei anhaltenden Beschwerden empfehlenswert
Selten Überempfindlichkeitsreaktionen, Schwellungen (Gesicht, Mund) Sofortige ärztliche Abklärung, Therapieabbruch erforderlich
Sehr selten Leberfunktionsstörungen Regelmäßige Kontrolle bei Risikopatienten empfohlen

Hinweise zur richtigen Anwendung (Pharmakologische Beratung Österreich)

  • Nehmen Sie Colofac immer regelmäßig zu gleichen Tageszeiten ein.
  • Ohne Absprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt keine Dosisänderungen oder Langzeitanwendung!
  • Bei Schwangeren oder Stillenden nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
  • Keine Abhängigkeit oder Gewöhnung zu befürchten.
  • Ernährungsumstellung (z. B. FODMAP-Diät) kann komplementär sinnvoll sein.
  • Bei neu auftretenden schweren Beschwerden (z. B. Fieber, Blut im Stuhl) sofort Arzt aufsuchen!

Alternative Therapieoptionen

  • Buscopan® (Butylscopolamin): Ebenfalls spasmolytisch, kann anticholinerge Nebenwirkungen verursachen; rezeptfrei, begrenzte Wirksamkeit im Kolon.
  • Otilonium-Bromid: In Österreich rezeptpflichtig; weniger Nebenwirkungen, jedoch nicht für alle Patienten geeignet.
  • Peppermint oil (Pfefferminzöl): Pflanzliches Präparat, mildes Spasmolytikum, OTC erhältlich, Wirkung allerdings geringer als bei Mebeverin.
  • Drotaverin: Nicht in Österreich zugelassen, aber in anderen EU-Staaten verfügbar.
  • Probiotika & Diätberatung: Sinnvolle Ergänzung, insbesondere bei funktionellen Störungen.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erstattet Colofac bei bestätigter Indikation im Rahmen des EKO.

Rechtliche Hinweise, Registrierung & Erstattung in Österreich

  • Zulassungsstelle: Österreichisches Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).
  • Verschreibungsstatus: Colofac ist verschreibungspflichtig und nur auf ärztliches Rezept in Apotheken erhältlich.
  • Erstattung: Bei bestätigter medizinischer Indikation Übernahme durch die ÖGK (EKO gelistet).
  • Registrierung: Zentraleuropäisches Zulassungsverfahren, Länderlizenz Österreich.

Aktuelle wissenschaftliche Studien & klinische Empfehlungen (2022–2025)

  • Österreichische Leitlinien (2024): Mebeverin wird weiterhin als Mittel der ersten Wahl bei Reizdarmsyndrom-Krampf empf., v.a. bei überwiegen Spasmen & Schmerzen.
  • Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (2023): Empfiehlt Mebeverin als gut verträgliche, effektive Therapiealternative mit hohem Sicherheitsprofil; keine signifikanten Unterschiede zu anderen Spasmolytika beobachtet.
  • Internationale Metaanalysen (2022–2024): Bestätigen Wirksamkeit bei erwachsenen IBS-Patienten gegenüber Placebo (siehe: "Efficacy of mebeverine in irritable bowel syndrome: an updated meta-analysis", J Gastrointestin Liver Dis 2023).

Verfügbarkeit & Lieferung

Packungsgröße Kapseln/Tabletten Preisspanne ca.* Voraussichtliche Lieferzeit (Apotheke bis…)
Klein 30 €18–22 Wien: 1 Tag, Graz: 1–2 Tage
Mittel 60 €32–38 Salzburg: 1–2 Tage, Linz: 1 Tag
Groß 90–100 €48–60 Innsbruck, Klagenfurt: 2 Tage

*Preisangaben abhängig von Hersteller und Apotheke.

FAQ – Häufig gestellte Patientenfragen zu Colofac (Mebeverin)

  1. Wie lange darf ich Colofac einnehmen?
    Die Einnahmedauer richtet sich nach Ihren Beschwerden und der ärztlichen Empfehlung. In der Regel erfolgt die Therapie über mehrere Wochen, eine Langzeitanwendung ist meist unproblematisch. Beenden Sie die Einnahme jedoch nicht abrupt, ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
  2. Darf ich Colofac mit meinen anderen Medikamenten kombinieren?
    Bisher sind keine wesentlichen Wechselwirkungen mit anderen häufig verordneten Arzneimitteln bekannt. Teilen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt dennoch immer alle Medikamente mit, die Sie regelmäßig oder gelegentlich anwenden.
  3. Hilft Colofac tatsächlich bei allen Reizdarmsymptomen?
    Colofac lindert vor allem krampfartige Schmerzen und spastische Beschwerden. Nicht alle Symptome wie Blähungen oder Durchfälle sprechen gleichermaßen gut an. Unterstützend kann eine angepasste Ernährung helfen.
  4. Kann ich während der Colofac-Therapie weiterhin Alkohol trinken?
    Es gibt keine dokumentierten Wechselwirkungen, maßvoller Konsum ist in der Regel unproblematisch. Bei individuell empfindlichem Magen sollten Sie Alkohol meiden.
  5. Ist Colofac für Kinder geeignet?
    Die Anwendung wird für Kinder unter 10 Jahren nicht empfohlen. Für Jugendliche ab 10 Jahren und Erwachsene findet Colofac regelmäßig Anwendung gemäß Dosierungstabellen.

Diese Information ersetzt kein ärztliches Beratungsgespräch. Bei Unsicherheiten oder Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke vor Ort.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

135mg

Paket: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill