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Fluticasone + Salmeterol (Fluticasone + Salmeterol )

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Fluticason + Salmeterol ist ein Kombinationsmedikament zur Behandlung von Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD). Es hilft, die Atemwege zu erweitern, Entzündungen zu reduzieren und Symptome wie Atemnot zu lindern. Das Medikament wird meist als Inhalationsspray angewendet. Es ist wichtig, Fluticason + Salmeterol regelmäßig gemäß ärztlicher Anweisung einzunehmen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen.

Fluticason + Salmeterol – Umfassende Patienteninformation für Österreich

Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff(e) (INN) Fluticasonpropionat & Salmeterolxinafoat
Handelsnamen (AT) Seretide®, AirFluSal® Forspiro®, Viani®, Flutiform® (Kombipräparate), weitere Generika
ATC-Code R03AK06 (Fluticason, Kombinationen mit Salmeterol)
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken Inhalationspulver und Dosieraerosol mit 50/100/250/500 µg Fluticason & 25/50 µg Salmeterol/Dosis
Hersteller GlaxoSmithKline, Sandoz GmbH, TEVA, Hexal AG u. a.
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (abgabe nur mit Kassen- oder Privatrezept)

Wirkmechanismus

Fluticason ist ein inhalatives Kortikosteroid, das antientzündlich in den Atemwegen wirkt und so Schwellungen und Reizungen in der Lunge lindert. Salmeterol ist ein sogenannter langwirksamer Beta2-Sympathomimetikum, das die feinen Muskelzellen in den Atemwegen entspannt und die Bronchien über ca. 12 Stunden erweitert.

  • Einfach erklärt: Fluticason beruhigt die gereizten Bronchien, Salmeterol öffnet sie, sodass das Atmen erleichtert wird. Die Kombination hilft, Symptome von Asthma und COPD vorzubeugen.
  • Für Fachpersonen: Fluticason hemmt die synthetische Expression von Entzündungsmediatoren auf genomischer Ebene. Salmeterol wirkt agonistisch am Beta2-Adrenozeptor und hemmt bronchiale Kontraktionen über cAMP-vermittelte Prozesse.

Pharmakokinetik

  • Absorption: Nach inhalativer Anwendung ist die Bioverfügbarkeit von Fluticason ca. 10–30 %, von Salmeterol ca. 18 %.
  • Metabolismus: Beide Wirkstoffe werden rasch in der Leber (über CYP3A4) zu inaktiven Metaboliten abgebaut.
  • Elimination: Ausgeschieden hauptsächlich über den Stuhl (Fluticason) bzw. Urin und Stuhl (Salmeterol).
  • Wirkdauer: Die bronchienerweiternde Wirkung von Salmeterol hält bis zu 12 Stunden, die antientzündliche Wirkung von Fluticason setzt nach wenigen Tagen regelmäßiger Anwendung ein.

Anwendung im Alltag: Gebrauch und Best Practices (Österreich)

  • Dosieraerosol oder Inhalationspulver immer nach Vorschrift verwenden: 1–2 Züge, meist 2-mal täglich (morgens und abends).
  • Nach jeder Anwendung den Mund mit Wasser ausspülen (um Pilzinfektionen vorzubeugen).
  • Die Inhalation sollte stets aufrecht, mit ruhiger (tief auszuatmender, dann kräftig einzuatmender) Körperhaltung erfolgen.
  • Geräte regelmäßig nach Herstellervorgabe reinigen.
  • Typische Anfangsdosen (Erwachsene): 1 Hub Fluticason/Salmeterol 100/50 µg oder 250/50 µg 2× täglich, an individuelle Therapie anpassbar.

Morgens oder abends einnehmen? – Tipps zur Einnahmezeit

  • Regelmäßigkeit: Die Wirkung ist optimal, wenn die Inhalation gleichmäßig jeden Morgen und Abend (12 Stunden Abstand) erfolgt.
  • Morgens: Viele Patient:innen empfinden leichtere Anwendung und bessere Tagessymptomkontrolle.
  • Abends: Empfehlung, zweite Dosis vor dem Zubettgehen zu nehmen, falls nächtliche Beschwerden auftreten.
  • Tipp: Am besten Zeiten mit Alltagsroutinen (z. B. Zähneputzen) koppeln.

Einnahme mit oder ohne Mahlzeiten

  • Fluticason + Salmeterol wird inhalativ und NICHT oral aufgenommen.
  • Die Wirkung und Aufnahme werden nicht durch Speisen oder Getränke (auch typisch österreichische Kost) beeinflusst.
  • Nach Inhalation sollte ca. 15–30 Minuten mit Trinken oder Essen gewartet werden, um den Schutz vor Pilzinfektionen zu erhöhen.

Interaktionswarnungen

Zwischen Fluticason + Salmeterol und Lebensmitteln oder typischen österreichischen Speisen bestehen keine Wechselwirkungen.
Wichtig: Es gibt aber relevante Interaktionen mit Medikamenten und Substanzen, die Sie Ihrem Arzt und Apotheker immer mitteilen sollten.

Substanz/Gruppe Mögliche Wechselwirkung
Starke CYP3A4-Hemmer (z. B. Ritonavir, Ketoconazol) Erhöhtes Risiko für Nebennierenunterdrückung und systemische Kortikosteroid-Effekte
Betablocker Schwächung der Salmeterol-Wirkung, Gefahr von Bronchospasmen
Diuretika, Theophyllin Verstärkung von Blutdruck- und Herzrhythmusstörungen
MAO-Hemmer, trizyklische Antidepressiva Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen am Herz-Kreislauf-System
Alkohol Kein direkter Einfluss, dennoch Vorsicht bei starker Herzvorbelastung

Indikationen (Zugelassene Anwendungsgebiete)

Anwendungsgebiet Bemerkung
Asthma bronchiale (ab 4 Jahre) Bei Patient:innen, bei denen eine Monotherapie mit inhalativen Kortikosteroiden nicht ausreicht
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD, Erwachsene) Symptomkontrolle und Reduktion von Exazerbationen
Off-label: schweres allergisches Asthma Nach individueller, fachärztlicher Risiko-Nutzen-Abwägung

Dosierungen nach Indikation

Indikation Erwachsene/Jugendliche Kinder (4–11 Jahre) Ältere Patient:innen (≥65 Jahre)
Asthma bronchiale Fluticason/Salmeterol 100–250/50 µg 2× täglich (individuell anpassen) Fluticason/Salmeterol 50/25 µg 2× täglich Wie Erwachsene, ggf. Dosisanpassung nach Verträglichkeit
COPD Fluticason/Salmeterol 500/50 µg 2× täglich Nur nach ärztlicher Verordnung, Anwendung nicht regulär empfohlen Wie Erwachsene, engmaschige Kontrolle empfohlen

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Häufigkeit Beispiele
Sehr häufig Heiserkeit, Pilzinfektionen im Mund (Mundsoor), Kopfschmerzen
Häufig Schnupfen, Husten, Halsschmerzen, Muskelkrämpfe, Zittern, Herzklopfen, Schlaflosigkeit
Gelegentlich Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg, Hautausschlag, Knochenschwund (bei Langzeitgebrauch)
Selten Allergische Reaktionen (Schwellungen, Atemnot), Nebennierenunterdrückung, Augeninnendruckerhöhung
  • Warnhinweise: Bei anhaltender Heiserkeit, Mundsoor, ungewöhnlichen Symptomen oder allergischen Symptomen bitte ärztliche Rücksprache.
  • Vor Anwendung bei Kindern, Schwangeren, Stillenden und multimorbiden Patient:innen stets individuelle Beratung einholen.

Empfehlungen zur richtigen Anwendung (Österreich-Tipps)

  • Erstanwendung und Geräteschulung in der Apotheke oder Hausarztpraxis durchführen lassen (inkl. Inhalationstraining).
  • Mund nach Anwendung immer spülen, ggf. mit Bürste reinigen.
  • Inhalator trocken und geschützt lagern, mindestens alle 3 Monate Austausch oder Reinigung.
  • Medikament während starker Pollenbelastung oder Frost nicht draußen lagern.
  • Notfallplan bei Asthmaanfall in der Hausapotheke und bei der ELGA/Gesunden Karte hinterlegen.
  • Regelmäßige Lungenfunktionskontrolle (z. B. in Ambulanzen, spezialisierten Apotheken oder Arztpraxen) wahrnehmen.

Alternative Therapien (Kassenleistung / Vergleich)

  • Andere Inhalative ICS/LABA-Kombinationen: Budesonid/Formoterol (Symbicort®), Beclometason/Formoterol (Foster®); beide werden von der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) erstattet.
  • Monotherapie: Inhalatives Kortikosteroid (Fluticason, Budesonid) nur bei leichtem Asthma empfohlen.
  • Langwirksame Anticholinergika: Tiotropium (Spiriva®) bei COPD, teils kombiniert mit LABA/ICS.
  • Biologika (Omalizumab, Mepolizumab): Für schwere Fälle und nur nach Facharztverordnung (hohe Kosten, Einschränkung durch Krankenkassen).

Rechtliche, Zulassungs- und Erstattungsinformation (Österreich)

  • Registriert bei der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).
  • In der Erstattungsliste (EKO) der ÖGK gelistet – Erstattung bei medizinischer Notwendigkeit und nach ärztlicher Verordnung.
  • Jede Abgabe ausschließlich in Apotheken und unter Rezeptpflicht – sowohl E-Rezept als auch Papierrezept möglich.
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates durch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG).

Aktuelle Studienlage & Leitlinienempfehlungen (2022–2025)

  • Die neusten Leitlinien der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP 2023) empfehlen ICS/LABA-Kombinationen wie Fluticason + Salmeterol in der Stufentherapie von Asthma und COPD (www.pneumologie.at).
  • Laut Global Initiative for Asthma (GINA 2024) ist die Fixkombination v. a. bei Erwachsenen Standardtherapie, wenn Monotherapie unzureichend wirkt.
  • Studien (u. a. von Vogelmeier et al., NEJM 2022) bestätigen Wirksamkeit zur Exazerbationsprophylaxe und Verbesserung der Lebensqualität.
  • Langzeitergebnisse zeigen: Regelmäßige, korrekte Inhalation reduziert Krankenhausaufenthalte und Krankenstandstage signifikant.

Verfügbarkeit & Lieferzeiten (Österreich)

Paketgröße Haltbarkeit Preis (Richtwert, 2024)
1 Inhalator (60 oder 120 Dosen) 2 Jahre nach Herstellung, nach Anbruch 3 Monate ca. 45–70 € (je nach Präparat und Dosierung, Kassenleistung möglich)
Großstadt Abholung in Apotheke Lieferung (Heimzustellung)
Wien Sofort bis 2 h (Vorrat in vielen Apotheken) 24–48 h (Mo–Sa)
Graz, Linz, Innsbruck In der Regel am selben Tag 24–72 h
Klagenfurt, Salzburg, Bregenz, St. Pölten 1–2 Werktage 2–3 Werktage

FAQ – Häufig gestellte Fragen

  • 1. Wann ist mit einer Wirkung zu rechnen?
    Erste Besserung tritt meist nach einigen Tagen ein, die volle Wirkung nach 1–2 Wochen regelmäßiger Anwendung.
  • 2. Kann ich das Medikament bei Erkältung weiternehmen?
    Ja, sofern keine ärztliche Gegenentscheidung vorliegt. Bei Fieber und starken Beschwerden Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.
  • 3. Kann ich Fluticason + Salmeterol in der Schwangerschaft anwenden?
    Grundsätzlich nur nach Rücksprache mit Arzt/Facharzt – Nutzen-Risiko-Abwägung bei Asthma meist zugunsten der Weiterführung.
  • 4. Was tun, wenn Dosis vergessen wurde?
    Nachholen nur, wenn die nächste Dosis nicht innerhalb von 6 Stunden ansteht. Ansonsten regulär weitermachen, niemals doppelt dosieren!
  • 5. Muss ich zusätzlich ein Notfallspray verwenden?
    Bei akuter Atemnot ein kurzwirksames Notfallspray (SABA wie Salbutamol) verwenden und immer griffbereit halten – es ersetzt nie die Dauermedikation!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

250/50mcg, 500/50mcg

Paket: No selection

1 inhaler, 2 inhaler, 3 inhaler