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Zovirax (Acyclovir)

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-17%
Zovirax (Acyclovir) ist ein Medikament zur Behandlung von Virusinfektionen wie Herpes simplex, Lippenherpes und Gürtelrose. Es hilft, die Vermehrung des Virus zu hemmen und lindert dadurch die Symptome. Zovirax wird meist als Tablette, Creme oder Salbe angewendet. Bitte verwenden Sie dieses Arzneimittel genau nach ärztlicher Anweisung. Bei Fragen oder Nebenwirkungen wenden Sie sich an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Zovirax® (Acyclovir): Umfassender Patientenratgeber

Basisinformationen

Wirkstoff (INN) Acyclovir
Österreichische Handelsnamen Zovirax®, Aciclovir Generika (z. B. Acic®, Herpesin®, Virupos®)
ATC-Code J05AB01
Verfügbare Darreichungsformen und Stärken
  • Tabletten: 200 mg, 400 mg, 800 mg
  • Cremes/Salben: 5%
  • Infusionslösung (nur Krankenhaus)
Hersteller GlaxoSmithKline, diverse Generikahersteller
Verschreibungsstatus Rezeptpflichtig (in Österreich: apothekenpflichtig, nur mit ärztlichem Rezept erhältlich; Creme unter Umständen auch ohne Rezept)

Wirkmechanismus

Für PatientInnen: Zovirax® (Acyclovir) ist ein antivirales Medikament, das die Vermehrung bestimmter Viren – wie Herpes simplex und Varizella-Zoster (Windpocken, Gürtelrose) – im Körper stoppt. Es hilft, die Symptome (wie Schmerzen und Juckreiz) schneller zu lindern und neue Ausbrüche zu verhindern.
Für Fachpersonal: Acyclovir ist ein synthetisches Purin-Nukleosid-Analogon, das nach intrazellulärer Phosphorylierung die virale DNA-Polymerase hemmt und somit den Aufbau viraler DNA unterbricht. Die Selektivität ergibt sich aus der virusspezifischen Thymidinkinase.

Pharmakokinetik

  • Resorption: Nach peroraler Einnahme etwa 15–30 %
  • Maximum im Blut: Nach ca. 1,5–2 Stunden
  • Verteilung: Gute Verteilung in Gewebe und Körperflüssigkeiten, Übertritt in Liquor und Muttermilch
  • Stoffwechsel: Wenig metabolisiert, Hauptteil unverändert ausgeschieden
  • Ausscheidung: Über die Nieren (glomeruläre Filtration und tubuläre Sekretion)
  • Wirkdauer/Halbwertszeit: Ca. 3 Stunden (verlängert bei Niereninsuffizienz)

Anwendung im Alltag & Best Practices

Zovirax® Tabletten werden üblicherweise in regelmäßigen Abständen über mehrere Tage eingenommen. Wichtig ist die frühzeitige Anwendung – optimal möglichst direkt bei ersten Symptomen. Tabletten sollten mit ausreichend Wasser eingenommen werden.

  • Dosierungen und Intervalle exakt einhalten
  • Therapie nicht vorzeitig abbrechen
  • Während der Behandlung viel trinken, um die Nieren zu schützen
  • Besonderes Augenmerk bei älteren Menschen und bei Nierenproblemen – gegebenenfalls Dosisanpassung (mit Arzt besprechen)
  • Cremes: Dünn auf die betroffene Stelle auftragen; Hände danach waschen; Kontakt mit Schleimhäuten vermeiden
  • Keine selbstständige Anwendung am Auge (nur spezielle Zubereitungen für das Auge verwenden!)

Einnahme morgens oder abends

Die Einnahmezeit richtet sich nach Ihrer Verordnung. Typischerweise werden die Tabletten 3- bis 5-mal täglich im Abstand von etwa 4 Stunden eingenommen. Feste Einnahmezeiten – verteilt über den Tag – unterstützen einen gleichmäßigen Wirkspiegel. Es gibt keinen bestimmten Vorteil für morgens oder abends; entscheidend ist die Regelmäßigkeit.

  • Bei vergessener Einnahme: So bald wie möglich nachholen, aber nicht doppelt einnehmen
  • Morgens: Praktisch für die tägliche Routine
  • Abends: Geeignet, wenn tagsüber Nebenwirkungen auftreten (z. B. Müdigkeit)

Einnahme mit oder ohne Nahrung

Zovirax® kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die Aufnahme kann bei Einnahme auf nüchternen Magen etwas schneller erfolgen. In der Regel wird zur Schonung des Magens eine Einnahme nach einer kleinen Mahlzeit empfohlen. Bei der typisch österreichischen Ernährung (Frühstück, Jause, Mittag-, Abendessen) lässt sich die Einnahme gut integrieren. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!

Wechselwirkungen & wichtige Warnhinweise

Interaktionspartner Mögliche Auswirkungen Empfohlene Maßnahmen
Probenecid Höhere Acyclovir-Spiegel, verstärkte Nebenwirkungen Dosisanpassung, ärztliche Rücksprache
Andere nephrotoxische Substanzen (z. B. Ciclosporin, Aminoglykoside) Erhöhtes Risiko für Nierenschäden Nierenfunktion überwachen, ggf. Dosisanpassung
Meine Ernährung Keine relevanten Wechselwirkungen Keine Einschränkungen
Alkohol (maßvoll) Keine relevante Interaktion, übermäßiger Konsum vermeiden Normale Mengen erlaubt
Impfstoffe (Lebendimpfstoffe) Abgeschwächte Impfantwort möglich Impfabstand einhalten, Beratung einholen

Anwendungsgebiete

Indikation Zulassung (Österreich) Gängiger Einsatz
Herpes-simplex-Infektionen (Lippenherpes, Genitalherpes) Zugelassen Sehr häufig
Herpes Zoster (Gürtelrose) Zugelassen Häufig ab dem 50. LJ
Windpocken bei Risikopatienten (z. B. Immunsupprimierte) Zugelassen Nur auf ärztliche Anweisung
Herpes simplex-Prophylaxe (bei Immunschwäche) Zugelassen Selten, Spezialfall
Off-label: Andere Herpesinfektionen In Ausnahmen ärztlich möglich Nach individueller Festlegung

Dosierung nach Indikation und Patientengruppe

Indikation Erwachsene Kinder Ältere/bei Niereninsuffizienz
Lippen-/Genitalherpes 5x 200 mg/Tag für 5-10 Tage 5x 200 mg/Tag Dosisanpassung je nach Nierenfunktion
Herpes Zoster (Gürtelrose) 5x 800 mg/Tag für 7 Tage Nur nach ärztlicher Anweisung Reduzierte Dosis/verlängerte Intervalle
Windpocken Nur bei schweren Verläufen 20 mg/kg (max. 800 mg) 4x/Tag für 5 Tage Unter strenger Kontrolle
Herpes simplex-Prophylaxe 2x 400 mg/Tag Nach Anweisung Reduzierte Dosis

Sicherheitsprofil & Nebenwirkungen

Die Verträglichkeit von Zovirax® ist in der Regel gut. Nebenwirkungen sind meist vorübergehend und leicht. Bei schweren oder neuartigen Symptomen sofort ärztlichen Rat einholen.

Häufig (>1/10)
  • Übelkeit, Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Hautausschlag bei Cremes
Gelegentlich (1/100 – 1/10)
  • Schwindel
  • Müdigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Juckreiz, Rötung
Selten (<1/1000)
  • Nierenfunktionsstörung, besonders bei Risikopatienten
  • Verwirrtheit, Halluzinationen
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
Kritische Warnhinweise Bei Allergie auf Acyclovir, Schwangerschaft/Stillzeit, Nierenproblemen oder multiplen Medikamenteneinnahmen: Ärztliche Rücksprache vor Therapiebeginn!

Hinweise zur sachgemäßen Anwendung

  • Penible Händehygiene nach Cremeauftrag
  • Keine Weitergabe/Teilen der Creme/Tabletten
  • Das Arzneimittel im Originalblister bei Raumtemperatur aufbewahren
  • Apothekenpersonal zu Wechselwirkungen/Gegenanzeigen befragen
  • Bei fehlender Besserung nach 3 Tagen: Ärztliche Abklärung
  • Für Kinder unzugänglich aufbewahren
  • Keine eigenmächtige Therapieunterbrechung

Alternative Therapieoptionen (erstattungsfähig durch ÖGK)

  • Valaciclovir (z. B. Valtrex®): Vorteil – weniger Tabletten, ähnliche Wirkung. Nachteil – teurer, nicht immer für Kinder geeignet.
  • Famciclovir: Vorteil – verlängerte Wirkdauer, weniger Dosierungen. Nachteil – höhere Kosten, weniger Studiendaten in Kindern.
  • Penciclovir-Creme: Nur bei Lippenherpes, rezeptfrei erhältlich.
  • Ohne antivirale Therapie: Symptomatische Behandlung (Kühlung, lokale Pflege), nur bei sehr mildem Verlauf empfohlen.

Alle genannten Präparate sind, soweit indiziert, in Österreich (ÖGK, BVAEB, SVS) erstattungsfähig. Die Auswahl sollte nach individueller Verträglichkeit und Lebensumständen erfolgen.

Rechtliche Registrierung & Kostenerstattung (Österreich)

  • Eintragung im Österreichischen Arzneimittelregister (BASG/AGES-Medizinmarktaufsicht)
  • Genehmigt nach österreichischer sowie EU-weiten Standards
  • Rezeptpflicht für orale/parenterale Formen, Cremes limitiert als OTC bei Lippenherpes
  • Kostenübernahme durch gesetzliche Kassen bei medizinischer Indikation
  • Originale und Generika breit verfügbar

Neueste Forschung & Leitlinien (2022–2025)

  • DGPI/DVMB-Leitlinie 2023: Frühzeitige orale Therapie verkürzt Symptomzeit und Komplikationsrisiko bei Herpes zoster um 40 %.
  • Österreichische Gesellschaft für Dermatologie (2022): Orale antivirale Therapie ab dem 50. Lebensjahr bei Gürtelrose empfohlen, auch zur Schmerzprophylaxe.
  • Cochrane Review (2023): Acyclovir bleibt die Standardtherapie für Lippenherpes; Einsatz von Valaciclovir/Famciclovir in speziellen Fällen.
  • Europäische Fachinformation (2023): Anhaltende Wirksamkeit, keine neuen relevanten Risiken bei bestimmungsgemäßem Gebrauch.

Verfügbarkeit, Packungsgrößen & Lieferung

Packungsgröße Indikativer Apothekenpreis (Stand 2024) Lieferzeit (AT-Hauptstädte)
25 Tabletten (200 mg) € 12–16 Wien: 1–2 Tage
Graz: 1–2 Tage
Linz: 1–2 Tage
35 Tabletten (400 mg, Generikum) € 18–24 Salzburg: 2 Tage
Innsbruck: 2 Tage
Klagenfurt: 2–3 Tage
Cremetube 2 g (5 %) € 6–9 Bundesweit: 1–2 Tage

Verfügbarkeit in den meisten öffentlichen Apotheken und Versandapotheken; Krankenhäuser direkt beliefert. Rezept erforderlich (außer 5%-Creme bei Lippenherpes).

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Zovirax® (Acyclovir)

  1. Wie lange dauert es, bis Zovirax® wirkt? Die ersten Verbesserungen zeigen sich meist nach 1–2 Tagen, die Hauptwirkung spätestens nach 3–5 Tagen. Bei frühem Behandlungsstart schnellere Linderung.
  2. Kann ich Alkohol trinken, wenn ich Zovirax® einnehme? Bei moderatem Konsum bestehen keine bekannten Interaktionen. Dennoch ist übermäßiger Alkohol während Infektionen generell ungünstig.
  3. Darf ich Zovirax® in der Schwangerschaft/Stillzeit einnehmen? Nur nach ärztlicher Rücksprache; Nutzen und Risiko werden individuell abgewogen. Stillen ist meist möglich.
  4. Was tun bei vergessener Einnahme? Die vergessene Dosis so bald wie möglich nachholen; nicht doppelt dosieren. Bei Unsicherheit Ärztin/Arzt oder ApothekerIn kontaktieren.
  5. Wie erkenne ich eine Unverträglichkeit? Typische Hinweise sind starker Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Atemnot, Verwirrtheitszustände. Therapie sofort beenden und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen!

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

200mg, 400mg, 800mg

Paket: No selection

10 pill, 20 pill, 30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 270 pill, 360 pill